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„Energiewende retten!“ • Demo in Düsseldorf [mit Slideshow]

Red. Natur, Umwelt & Energie [ - Uhr]

„Energiewende retten!“ – unter diesem Motto hatten Campact, BUND, .ausgestrahlt und NaturFreunde als Initiatoren deutschlandweit zu Demonstrationen aufgerufen. Viele weitere Organisationen wie attac, Robin Wood, Greenpeace, Bürgerinitiativen, einzelne Bürger und Parteien engagierten sich ebenfalls.

Mit dabei waren u.a. Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und die Piraten. 30.000 Menschen waren dem Aufruf gefolgt und machten deutlich, dass die Energiewende von der Großen Koalition aus CDU und SPD nicht ausgebremst werden darf.

In den sieben Landeshauptstädten (Düsseldorf, Hannover, Mainz/Wiesbaden, Kiel, München und Potsdam), demonstrierten Tausende für Erneuerbare Energien, die nicht „gedeckelt“ werden darf, wie Minister Gabriel es nennt und plant.

Auch ein „atmender“ Deckel bleibt ein Deckel und hat mit dem, was der überwiegende Teil der Bundesbürger, nämlich immerhin 93% (!), will überhaupt nichts zu tun.

Dieser hohe Zustimmungswert pro Energiewende ist seit Jahren konstant. Die Pläne, Reaktionen, Ideen und Ziele der Politik und insbesondere der nun regierenden „Großen Koalition“ widersprechen diesem Wunsch eklatant.

Deshalb gingen die Demonstranten auf die Straße.

In Düsseldorf waren es 5.000 auch wenn es von offizieller Seite hieß es seien „nur“ 3.000 gewesen. Solche abweichenden Meinungen sind bekannt und dürften die, die dabei waren, nicht im geringsten stören.

Bei wechselndem Wetter zwischen strahlendem Sonnenschein und Regen, Auswirkungen des Tiefs mit dem zu diesem Tag passenden Namen „Hannelore“, zog der bunte Zug durch die Düsseldorfer Innenstadt vom DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße zum Johannes-Rau-Platz in Landtagsnähe.

Ob Ministerpräsidentin und Kohle-Fürsprecherin Hannelore Kraft in ihrem Landtagsbüro weilte, wurde nicht bekannt. Der Name des Tiefs, das nicht besser zur Demo passen konnte, musste jedenfalls für manches Bonmot herhalten.

Wofür die Demonstranten auf die Straße gingen war nicht zu übersehen. Kleine und große Banner und Plakate machten unmissverständlich klar, dass kein „weiter so!“ in der Energiepolitik erwünscht und akzeptiert ist.

Der Demonstrationszug war, wie immer, wenn es um Energie geht, sehr bunt und die Anti-Atomsonne überstrahlte auch die Regeneinlagen des Tiefs Hannelore. Teilnehmer waren von jung bis alt vertreten.

Auch Vierbeiner mit entsprechender „Deko“ waren dabei und ließen sich durch die Menschenmenge, die sie nur von unten sahen, nicht irritieren.

Besonders bemerkens- und anerkennenswert ist, dass sich auch Rollifahrer und einige Demonstranten mit Rollator an der Demonstration beteiligten.

Zur Schlusskundgebung am Johannes-Rau-Platz gab es Reden, die alle kurz, knapp und informativ waren und mit viel Beifall bedacht wurden. Alle endeten mit derselben Forderung: Keine Kehrtwende bei der Energiewende!

Musikalisch begeisterte die HopStopBanda, nicht nur dank mitreißender Musik, sondern auch die Art und Weise der Darbietung.

Es klingt zwar schon fast abgedroschen, dass eine Band das Publikum „rockt“, trotzdem trifft es diese Redensart genau. Das Publikum war begeistert, wippte und klatschte dazu. Es gab sogar die eine oder Tanzeinlage und eine Zugabe bevor sich die Demonstranten wieder auf den Heimweg machten.

Der nächste Demotermin für die Energiewende steht bereits fest.

Am 10.05.2014 findet diese in Berlin unter dem Motto statt: „Energiewende nicht kentern lassen – Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!“

 
Fotos: M. Bösche und privat

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