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Hambacher Forst geräumt – Die Braunkohlebagger kommen …

Red. Politik & Wirtschaft [ - Uhr]

Am Freitag, den 16.11.2012 gegen 23.30 Uhr wurde der letzte Klimaaktivist von der Polizei aus einem Erdbunker geholt.

Er hatte sich vier Tage in dem von den Aktivisten gegrabenen Tunnelsystem aufgehalten und war der Polizei immer wieder entkommen, bis nun die Protestaktion ihr Ende fand.

Die Aktion der KlimaaktivistInnen fand breite Unterstützung  und Beachtung nicht nur vom Tagebau Betroffener in Nordrhein-Westfalen, sondern über die Landesgrenzen hinaus. Solidaritätsbekundungen gab es in den Neuen Bundesländern und auch international.

In Brüssel unterbrachen am 14.11.2012 Klima-AktivistInnen die Rede des EURACOAL-Präsidenten bei einer Abendveranstaltung im EU-Parlament.

EURACOAL ist der europäische Lobby-Verband der Kohlewirtschaft. An der Veranstaltung nahmen auch Mitarbeiter von RWE teil.

Die Klima-AktivistInnen überreichten den Anwesenden eine Solidaritätserklärung mit den BesetzerInnen im Hambacher Forst von belgischen, deutschen und Brüsseler Umweltverbänden und CEE Bankwatch Network (größter europäischer Dachverband für Zentral- und Osteuropa. Themenschwerpunkte sind die internationale Finanzpolitik im Bereich Energie, Verkehr und EU-Erweiterung).

Bürgerwald

Wenn nun der Braunkohlebagger seine Arbeit mit der Vernichtung des uralten Waldes fortsetzt, wird er das „größte Loch Europas“ weiter vergrößern und ein wertvolles Stück Natur mit 12.000 Jahre alter Geschichte für immer auslöschen, so als hätte es diesen Forst nie gegeben.

Lediglich 300 von ehemals mehr als 4.100 Hektar bleiben erhalten.

Besondere Ironie dabei: Der Hambacher Forst, das ehemals größte Waldgebiet der Jülicher Börde, ist ein Bürgerwald, der schon im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde.

Bürgerwälder entstanden, damit sichergestellt wurde und wird, dass diese durch entsprechende Bewirtschaftung dem Wohl der Bürger und der Daseinsvorsorge dienen …

Tagebau Hambach

1978 begann der Aufschluss des Tagebaus Hambach, der eine Fläche von 85 qkm in eine Mondlandschaft verwandelt. Bis zu 450 Meter tief ist das „Loch“ zwischen Bergheim und Jülich und damit der tiefste Tagebau Deutschlands.

Die Orte Etzweiler, Lich-Steinstraß und Tanneck mussten diesem bereits weichen. Etwa 3.000 Menschen verloren ihre Heimat und mussten umgesiedelt werden.

Vor diesem Hintergrund fand die Besetzung des Hambacher Forstes durch die KlimaaktivistInnen statt. Durchweg junge Leute, die sich nicht nur Gedanken und Sorgen um die Zukunft dieses Forstes machen, sondern auch dieses Planeten und seiner systematischen Ausbeutung und Zerstörung.

Unterstützung und Zuspruch fanden sie aus vielen Teilen der Bevölkerung und verschiedenen Organisationen.

Buirer für Buir

Die Initiative Buirer für Buir in Kerpen-Buir gründete sich Mitte 2006 und wurde ein Jahr später als Verein eingetragen. Buir ist durch seine direkte Randlage am Tagebau Hambach besonderen natur- und umweltschädigenden Belastungen ausgesetzt. Deshalb hat sich der Verein folgende Ziele gesetzt:

  • Den Natur- und Umweltschutz rund um Buir zu fördern
  • Die Zusammenarbeit mit Natur- und Umweltorganisationen zur Förderung von regionalen Projekten zu suchen
  • Die Kultur zu fördern

Viele interessante Informationen sind auf der Hompage des Vereines zu finden.

Erklärung

Anlässlich der Räumung des Waldcamps gab der Verein eine Pressemitteilung heraus:

Waldbesetzer und Klimaaktivisten bewohnten seit dem 14. April 2012 den Hambacher Forst bei Buir, um den Wald „vor den Baggerschaufeln des Kohlestromriesen RWE zu beschützen“.

In den Morgenstunden des 13. November 2012 begann die Räumung des Waldcamps.

Die Initiative Buirer für Buir hoffte auf einen ruhigen und besonnenen Verlauf der Räumung seitens aller Beteiligten. So würde deutlich, dass die Waldschützer in friedlicher Absicht gegen die Umweltzerstörung durch Braunkohleabbau und –verstromung demonstrieren und bis zum Schluss an Ihrem Aktionskonsens „ Keine Gewalt gegen Menschen“ festhalten.

Nachdem der Konzern RWE Power AG die Waldbesetzer zuerst geduldet hatte und die Waldbesetzung als Meinungsäußerung deklarierte, hatten sich in den letzten Wochen die Anzeichen für einen bevorstehenden Räumungsauftrag von RWE an die Polizei vermehrt.

Neben der offiziellen Aufhebung der Duldung und zwei räumungsvorbereitenden Inspizierungen des Camps durch die Polizei kam es zu vermehrten Anschuldigungen, in denen versucht wurde die Waldbesetzer bereits im Vorfeld der Räumung zu kriminalisieren.

„Wir haben die Walbesetzer als kreative und friedliebende Menschen kennen lernen dürfen, die sich mit viel Mut und Idealismus für den Erhalt unserer Natur, unseres Waldes eingesetzt haben. Dieser Mut tat gut und wird noch weiterhin nachwirken“, davon ist Andreas Büttgen überzeugt.

Das Waldcamp sei ein großer Anziehungsort nicht nur für betroffene Bürger, sondern auch für die Medien gewesen, die auch überregional ausführlich berichtet hätten. Die Buirer Initiative habe so wertvolle Kontakte neu knüpfen und sich gut mit anderen Initiativen vernetzen können, was die Zusammenarbeit in der Zukunft erleichtern würde.

Der Konzern pocht mit der Räumung auf sein „Recht auf Eigentum“. Er beansprucht dies für sich selbst, verwehrt es aber zugleich schon seit Jahrzehnten den vom Vorrücken des Tagebaus und RWE-Kraftwerken betroffenen Bürgen.

Die Waldbesetzung sehen die Braunkohlekritiker als eine große Erfolgsstory. Dieser könne auch die Räumung keinen Abbruch tun, wenngleich es ein Verlust in mehrfacher Hinsicht sei:

„Seitdem der von RWE zum Sterben verurteilte Hambacher Forst durch die Waldbesetzung und kulturelle Aktionen wieder belebt wurde, gingen wir gerne auch wieder mit unseren Familien und Freunden dorthin. Das lenkte doch für eine gewisse Zeit von der bitteren Realität der schon umfangreichen Rodungen und dem Blick auf den Bagger ab. Nun sorgt vorerst niemand mehr dafür, dass der Wald nicht abgeholzt wird und die Bagger aufgehalten werden“.

Die Initiative ist sich bewusst, dass „durch Aktionen des zivilen Ungehorsams Grenzen verletzt werden können, manchmal auch gesetzliche. Doch solche Grenzüberschreitungen waren schon

immer wichtige Faktoren des sozialen Wandels und damit des gesellschaftlichen Fortschritts“, sind sich die Aktiven einig und ergänzen, dass Reformen im rheinischen Braunkohlerevier mit dem veralteten Bergrecht dringend nötig seien.

Dazu führt Peter Abels aus: “RWE hat weder die Gesprächsangebote der Waldbesetzer angenommen, noch lässt der Konzern in seinem Verhalten eine Öffnung in Richtung Bevölkerung erkennen. So lange keine Transparenz bei wichtigen Daten zu Bergschäden, keine Transparenz zu Lärm und Feinstaub auch im dritten Rahmenbetriebsplan, keine Transparenz zur Festigkeit von Böschungen gibt, und solange RWE am reinen Gewinnstreben ohne die Wahrnehmung einer Verantwortung für Mensch und Umwelt in der Region festhält, wird es immer Bürger geben, die Aktionen des zivilen Ungehorsams auch weiterhin unterstützen werden.“

Mehr Infos und der „Versuch eines Nachrufs auf den Forst und die BesetzerInnen“ unter:

www.buirerfuerbuir.de

In der Tarnung des Hambacher Forstes kann sich der Bagger nun naturzerstörerisch weiter in Richtung Manheim und Buir voranfressen.

Für den Erhalt der Lebensqualität in Buir: Initiative „Buirer für Buir“.

15 Kommentare zu “Hambacher Forst geräumt – Die Braunkohlebagger kommen …”
  1. Da Kommentierungen in persönliche Diffamierungen bzw. Diffamierungen von Personengruppen abzudriften drohen, sahen wir uns veranlasst, die Kommentarfunktion für diesen Artikel abzuschalten.

  2. @ Lügendetektor

    Wenn ich, wie Sie meinen, „schon wieder nicht verstanden haben“ sollte, was Sie schreiben, wird es wohl daran liegen, dass Sie einfach unfähig sind, Ihr Anliegen in verständlicher Weise zum Ausdruck zu bringen.

    Rekultivierung der Landschaft durch den Bergbautreibenden bringt ökologische Aufwertung? Wow! Ja, so ein zig zig Quadratmeter großer “Restsee“, der irgendwann mal das hässliche Loch ausfüllen soll, wird bestimmt ein wahres Mekka für Erholungssuchende werden – zumal das Ding, wie man schon jetzt weiß, so sauer sein wird, dass es sowieso tot ist. Das nennen Sie ökologisch aufgewertet?

    Ja, genau, und der Himmel ist grün und die Wiese blau …

    Ihre Aussage, dass der Braunkohleabbau „positiv zu werten“ sei wird nicht dadurch wahrer, dass Sie sie ständig entgegen jeder fühl- und sichtbaren Evidenz wiederholen.

    Jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch kann erkennen, dass der mit dieser obsoleten Art der Energiegewinnung einhergehende Aufwand und die damit unweigerlich entstehenden immensen Umweltschäden in keinerlei Relation (mehr) zu dem vermeintlichen Nutzen stehen.

    Das Gefasel über „Zufallsenergie“, mit dem Sie Unsicherheit bzgl. der Erneuerbaren Energien fördern wollen, geht ohnehin ins Leere, wenn man weiß, dass es längst Lösungen zur Speicherung der in Hochzeiten gewonnenen Energie gibt (Stichwort z. B. Windgas).

    Wer wie Sie, der ganz offensichtlich keinerlei Problem erkennen kann, wenn unsere Umwelt auf das Übelste ausgebeutet, verpestet und verwüstet wird, hat selbstverständlich auch keinen Begriff von den ethischen Beweggründen, die einen Menschen – ganz und gar abseits jeglicher Dogmatik oder gar Sekten – zu dem Wunsch veranlassen, sein Leben so weit wie möglich im Sinne einer Ethik auszurichten, die auch die uns umgebende Natur mit einschließt.

    Dazu gehört selbstverständlich, keine Tiere oder deren Produkte zu essen – das weiß doch heute schon jedes Kleinkind! Sie etwa nicht? Sind Sie so sehr damit beschäftigt, den Kohleabbau schön zu reden oder zu schreiben, dass Ihnen das Wesentlich entgeht?

    Ich gehe davon aus, dass Sie auch den Abbau von Ölsand in Kanada aus den gleichen Gründen in Ordnung finden, bei dem gerade eine Fläche von der Größe Großbritanniens verwüstet wird und die genauso trostlos und tot ist wie die Flächen, die hier für den Kohleabbau vernichtet werden. Alles im Namen des sog. Wohlstands?

    Den können wir uns so oder so bald abschminken, wenn wir unsere Umwelt weiterhin so rücksichtslos und zugrunde richten. Was das allerdings mit einer Sekte zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

    Jeder Mensch, der Augen im Kopf hat und über ein wenig Interesse und Verstand verfügt, kann SEHEN, dass es so ist. Das ist keine Frage des Glaubens oder von Meinungen, das sind schlicht und einfach Tatsachen!

  3. @ Der vom Morken

    Man muss einen Menschen nicht persönlich kennen, um ihn einschätzen zu können. Dazu reicht es seine Argumente, seine Argumentationskette und seine Einstellung zu bestimmten Gegebenheiten zu werten.

    Daher noch einmal: „Weil eben die Argumente, die Argumentationskette und die Einstellung von Pincopallino im Kontext eindeutig sind, wundert es mich nicht, dass er/sie auch Veganer_in ist.“

    Sollen diese Chaoten, die Straftaten begangen und Kosten im hohen sechsstelligen Bereich verursacht haben, etwa auch noch in einem guten Licht dastehen?

    Was für Sie megaschlechter Stil ist, ist für die anderen die Wahrheit.

  4. @ Pincopallino

    Nein Sie haben es mal wieder nicht richtig verstanden. Von Ausnahme habe ich nichts geschrieben.

    Ich schrieb lediglich, dass die sektenähnlichen Ökospinner sehr oft Veganer sind. Da viele Sekten einen veganen Lebensstil praktizieren, ist das auch ein Merkmal einer sektenähnlichen Vereinigung, aber eben nicht das einzige.

    Angst? Was ist das? Sorge ist es, die mich bewegt. Sorge um eine bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung und um unsere Wirtschaftskraft. Dabei geht es weniger um mich, als um die Zukunft unserer Kinder.

    Natürlich sind unsere CO2 Emissionen völlig unerheblich.

    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/nur-00004712-prozent-bund-aktivist-weiss-nicht-wieviel-co2-von-deutschland-in-die-luft-abgegeben-wird/

    Niemand hat etwas gegen Umweltschutz. Allerdings hat die Aktion im Hambacher Forst nichts mit Umweltschutz zu tun. Kein Umweltschützer würde mit Trommeln durch den Wald rennen, wie im Internet zu sehen war. Denen geht es um eine Änderung der Gesellschaftsordnung.

    (S)eine Frau zu schlagen, ist sicherlich negativ zu werten. Die Gewinnung von Braunkohle hingegen ist positiv zu werten, weil

    a. sie uns eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung gewährleistet
    b. durch die Rekultivierung die Landschaft ökologisch aufgewertet wird
    c. warme Zeiten für die Menschheit gute Zeiten waren (wenn man an den CO2-Klima-Quatsch glaubt)
    d. sie vielen Menschen Arbeit und Brot gibt

    Daher ist Ihr Vergleich mal wieder für die Tonne. Daran wird deutlich, wer hier dumm und substanzlos argumentiert.

    Ich hätte kein Problem in der Nähe eines Kraftwerkes zu leben, weil man in einem dicht besiedelten Industrieland wie Deutschland immer mehr oder weniger in der Nähe irgendeiner Industrieanlage wohnt.

    Zudem leide ich nicht an „German Angst“, über die sich die anderen Länder schon lächerlich machen.

  5. @ Luegendetektor

    Ihre Antworten gehen an dem vorbei, was ich schrieb. Sie lenken bewusst ab.

    Sie bleiben nach wie vor dabei, über Menschen, die Sie nicht kennen negative Urteile zu fällen und das mit Unterstellungen und Mutmaßungen, die offensichtlich Ihrem persönlichen Welt- und Menschenbild entsprechen.

    Selbstverständlich ist das kleinkariert. Auch wenn Sie nun versuchen, dies geschickt in eine andere Richtung, nämlich Ihre Meinung zur „richtigen“ Energiegewinnung zu drehen. Damit hatten meine kritischen Anmerken nichts zu tun. Es ging einzig und allein um Ihre verbalen Entgleisungen und anmaßenden Unterstellungen.

    Was soll denn das Nachlegen mit Sätzen wie diesen:

    „Weil eben die Äußerungen von Pincopallino im Kontext eindeutig sind, wundert es mich nicht, dass er auch Veganer ist.“

    Und:

    „Wenn Sie die vielen sektenähnlichen Merkmale dieser Chaoten betrachten, drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei den „Aktivisten“ um eine etwas abgehobene Weltuntergangssekte handelt.“

    Kennen Sie diese Menschen persönlich?

    Genauso anmaßend:

    „Eine verbale Entgleisung kann ich auch nicht erkennen. Vielleicht erschreckt Sie aber auch nur das Bild in dem Spiegel, den ich Ihnen und Pincopallino vorhalte.“

    Mit diesen Äußerungen verfestigen Sie nur, was ich reklamierte: Vorurteile und ungerechtfertigte Anwürfe, um Menschen (Kommentatoren als auch die von Ihnen so bezeichneten „Chaoten“) bewusst in ein schlechtes Licht und in die Sektenecke zu manövrieren, um damit Antipathien zu erzeugen.

    Einfach megaschlechter Stil.

    Würde ich wie Sie argumentieren, würde ich nun einfach behaupten, dass das für Menschen Ihres Schlages typisch sei. Aber wie käme ich dazu?

  6. @Lügendetektor

    Nur damit ich es verstehe: Sie meinen also sinngemäß, dass die herausragenden vegetarisch/veganen Personen, die ich in meinem letzten Beitrag nannte, quasi die Ausnahmen und alle „normal“ lebenden Veganer Sektierer sind? Au weia! Kann es sein, dass Sie in Ihrer permanenten Angst wegen des ja jederzeit drohenden Stromausfalls in Ermangelung von „sauberem Atomstrom“ den Lichtschalter für Ihren geistigen Darkroom nicht mehr finden??!

    Sie werfen einfach Begriffe in die Arena, die kein vernünftiger Mensch auch nur ansatzweise in den von Ihnen gewollten Zusammenhang setzen kann oder setzen würde.

    Und wie unvergleichlich durchdacht ist doch Ihr Argument, dass „selbst die europäischen Emissionen global nicht ins Gewicht fallen“ ….

    Um die Absurdität Ihrer Gedanken zu verdeutlichen: Wenn Ihr Nachbar seine Frau schlägt, können Sie das doch auch tun, denn der lässt das sicher nicht deshalb, weil Sie es nicht tun …

    Also müssen wir uns auch nicht darum kümmern, die Umwelt besser zu schützen, wenn die anderen nicht „mitspielen“, oder wie? Wie blöd ist DAS denn?!

    Dümmer und substanzloser kann man beim besten Willen nicht mehr argumentieren.

    Eigentlich kann man Ihnen nur wünschen, Sie mögen in die Nähe von AKW und/oder Kohlekraftwerken ziehen, damit Sie ganz unmittelbar in den Genuss der von diesen ausgehenden Wohltaten kommen. An Strom sollte es Ihnen dann zumindest nicht mangeln …

  7. @ Der vom Morken
    Ich habe überhaupt kein Problem. Ich sehe nur, dass Deutschland auf eine unbezahlbare und zunehmend auch unzuverlässige Energie-, speziell Stromversorgung zusteuert und damit unsere Wirtschaftskraft aufs Spiel setzt. Das ist aber eher ein Problem unserer Kinder.

    Weil eben die Äußerungen von Pincopallino im Kontext eindeutig sind, wundert es mich nicht, dass er auch Veganer ist.

    Es ist auch keine mühsame Relativierung, sondern lediglich die Feststellung, dass jeder Dackel ein Hund ist, aber nicht jeder Hund ein Dackel. Damit geht die Auflistung von Pincopallino am Thema vorbei.

    Meine Weltanschauung ist alles andere als kleinkariert, das Gegenteil ist der Fall. Denn wenn Deutschland den undurchdachten Weg der Energiewende weiter geht, wird der Strom unbezahlbar. Der Stromausfall wird zur Regel, damit wird sich die Industrie aus Deutschland verabschieden und wir stehen auf dem Abstellgleis. Selbst wenn man an den CO2-Klima-Quatsch glaubt, wären die Reduktionen der Emissionen in Deutschland völlig unerheblich. Selbst die europäischen Emissionen fallen global nicht ins Gewicht. Also, keine kleinkarierte sondern eine ganz große Betrachtung, die hier heran gezogen wird.

    Wenn Sie die vielen sektenähnlichen Merkmale dieser Chaoten betrachten, drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei den „Aktivisten“ um eine etwas abgehobene Weltuntergangssekte handelt.

    Eine verbale Entgleisung kann ich auch nicht erkennen. Vielleicht erschreckt Sie aber auch nur das Bild in dem Spiegel, den ich Ihnen und Pincopallino vorhalte.

  8. @Luegendetektor

    Sind Sie fertig …

    In der Gesamtbetrachtung drängt sich der Verdacht auf, dass Sie nicht nur ein Problem haben, sondern auch anmaßend und unverschämt sind.

    Über einen Ihnen persönlich unbekannten Kommentator (hier Pincopallino) zu urteilen: „Es wundert mich nicht, dass auch Sie Veganer sind.“ ist schon allerhand. Ihnen scheint jede Sensibilität und Anstand zu fehlen.

    Jetzt bitte bloß nicht noch den Nachtrag, dass diese Feststellung nicht beleidigend und abwertend gemeint war, denn der Kontext ist eindeutig.

    Da hilft auch nicht Ihre anschließende, mühsame Relativierung, dass nicht jeder Veganer ein Ökospinner und „sonderbarer, unzurechnungsfähiger“ Menschen ist.

    Im Pauschalieren sind Sie großartig und Ihre Weltanschauung ist so kleinkariert, dass Sie diese auch locker auf Millimeterpapier zum Besten geben können.

    Ihre (nicht erstmaligen) verbalen Entgleisungen disqualifizieren Sie.

    Ihr ewiges Beharren, dass die Klimaaktivisten eine Sekte sind, ist einfach nur lächerlich und Ihre Zielsetzung, diese unbedingt in die Esoterik-Sektierer-Ecke drücken zu wollen und zu diffamieren nur allzu offensichtlich.

    Da kann man nur sagen: Was ein Glück, dass Sie ein kluger Omnivor sind!

  9. @ Pincopallino

    Auch hier verstehen Sie mich völlig falsch. Auch ich setze mich dafür ein, unseren Planeten auch für unsere Nachkommen lebenswert erhalten.

    Die Braunkohletagebaue sind ein Beitrag dazu, denn die Landschaft wird in der Regel durch die anschließende Rekultivierung ökologisch aufgewertet. Beispiele dafür gibt es gerade in unserer Region mehr als genug. Somit ist das Argument der Umweltzerstörung als Unfug entlarvt.

    Den Chaoten im Hambacher Forst geht es aber nicht um Umweltschutz, sondern um eine Änderung der Gesellschaftsordnung (auch so ein Sektenmerkmal).

    Es wundert mich nicht, dass auch Sie Veganer sind. Wem diese luftgetrocknete Aussehen gefällt, … warum nicht. Meine Aufzählung der sektenähnlichen Eigenschaften richtet sich auch nicht gegen Veganer an sich, weil nicht jeder Veganer ein Ökospinner und „sonderbarer, unzurechnungsfähiger“ Menschen ist.

    Allerdings sind die sektenähnlichen Ökospinner sehr oft Veganer. Somit führt Ihre Auflistung der vegan lebenden Persönlichkeiten der Weltgeschichte ziemlich am Thema vorbei.

    In der Gesamtbetrachtung der Sekten ähnlichen Eigenschaften, drängt sich doch sehr stark der Verdacht auf, dass es sich bei diesen sonderbaren Menschen um eine Sekte handelt.

  10. Der selbstentlarvende, menschenverachtende geistige Tiefflug eines sich alleine durch die Wahl seines Pseudonyms offenbar selbstüberschätzenden Kommentators wird uns wohl noch eine Weile begleiten.

    Mich motiviert das, denn es gibt mehr als 100 gute Gründe gegen eine heute nicht mehr alternativlose Kohlkraft und (noch) viel zu wenig Mitbürger, die sich dafür interessieren.

    An der Stelle hat er wohl recht unser Lügendetektor. Ansonsten wünsche ich seinem Gedankengut den baldigen Absturz.

  11. @Lügendetektor

    Was für ein unerträglicher Unsinn, den Sie hier verbreiten!

    Ihre Anwürfe sind eine einzige Unverschämtheit und Pauschal-Beleidigung für alle Menschen, die sich – ganz im Gegensatz zu Ihnen – Gedanken dazu machen, wie wir unseren Planeten auch für unsere Nachkommen noch lebenswert erhalten können.

    Nicht umsonst hat der zeitgenössische Philosoph Richard David Precht die Frage nach der „Enkeltauglichkeit“ gestellt.

    Aber vermutlich sagt Ihnen das nichts – Sie leben ja ganz augenscheinlich in einer Art Paralleluniversum, in dem so etwas wie Umweltzerstörungen nicht vorkommen und alles in bester Ordnung ist.

    Übrigens befindet man sich als Vegetarier/Veganer (ich bin auch einer) in bester, nein in allerbester Gesellschaft:

    Leonardo Da Vinci

    Diogenes

    Thomas Edison

    Albert Einstein

    Benjamin Franklin

    Mahatma Gandhi

    Plato

    Pythagoras

    Schopenhauer

    Seneca

    George Bernard Shaw

    Socrates

    Nikola Tesla

    Leo Tolstoy

    Voltaire

    http://www.vebu.de/menschen/prominente-vegetarierinnen?start=2&gclid=CI-m5Oy53rMCFUpb3godFDMAnw

    und zeitgenössische:

    http://www.vebu.de/menschen/prominente-vegetarierinnen?gclid=CI-m5Oy53rMCFUpb3godFDMAnw

    Ein eindrucksvolles Plädoyer hielt Mitte des Jahres Philip Wollen, der ehemalige Vizepräsident der Citibank: „Animals should be off the menu“ mit deutschen Untertiteln: http://www.wissensmanufaktur.net/philip-wollen

    Alles Ökospinner und „sonderbare, unzurechnungsfähige“ Menschen??? Da drängt sich die Frage unmittelbar auf, ob Sie nicht an einer Art Wahrnehmungsstörung leiden. Ich bin sicher, die meisten Menschen, würden die o. g. Persönlichkeiten zu den wahren Größen menschlicher Geschichte zählen wollen. Somit führen Sie Ihr unsägliches Pamphlet ohnehin ad absurdum.

    Aber was rege ich mich auf? Eine Diskussion mit jemandem wie Ihnen verbietet sich sowieso schon a priori!“

  12. @ Der vom Morken

    Schön, dass Sie mich vermisst haben.

    Natürlich sind es verquerte Gedanken, wenn wieder einmal eine Weltuntergangssekte uns den anthropogen verurachten Weltuntergang durch eine Erwärmung prophezeit. Dabei zeigen die Daten etwas ganz anderes.

    http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/from:2002/plot/hadcrut3vgl/from:2002/trend

    In der Schule haben die auch nicht aufgepasst, denn sonst wüssten sie, dass warme Zeiten für die Menschheit gute zeiten waren. Kaltzeiten waren eine Katastrophe und führten zu Hungersnöten, Völkerwanderungen und Kriege. So etwas lernt man normalerweise in Geschichte.

    In der zeitung konnte man lesen, dass die Besetzer aus der gesamten Republik, u.a. auch aus Finnland, Österreich, Holland, Schottland und Irland kommen. Es ist schon bezeichnenend, wenn man halb Europa abgrasen muss, um ein paar Gleichgesinnte mit ähnlich verquerten Gedankengut zu finden.

    Natürlich ähneln die „Klimaaktivisten“ einer Sekte mit ihrer Weltuntergangsstimmung, mit ihrem missionarischem „Haltet ein, sonst wird der Klimagott euch strafen“, mit ihrem Aussehen, als müssten sie selbst ein FFH-Gebiet für diverses Ungeziefer sein, mit ihrem verganen Lebensstil bis hin zu veganem Duschgel, mir freier Liebe http://www.ausgeco2hlt.de/klimacamp/programm-2/ (Dienstag 9:30 – 11:00 Polyamory, Offene Beziehungen und andere Abenteuer), und noch viele weitere Anhaltspunkte.
    Wenn das keine Sekte ist …?

    Dass man diese Leute für mehr als sonderbar oder auch unzurechnungsfähig hält, hört man überall, natürlich nicht in der Ökoszene. Unter den Normaldenkern ist das Urteil aber so vernichtend. Sie sollten sich nur einmal außerhalb der Ökoszene umhören.

  13. Interessanter Nachtrag zu den „Chaoten“ im Hambacher Forst:

    Zitat WDR.de: „Die Besetzungsaktion eines Aktivisten im Hambacher Forst war tagelang in den Schlagzeilen. Am Montag (19.11.2012) wollte er auf einer Pressekonferenz in Kerpen-Buir sprechen. „Herr Zimmermann“ kam zwar nicht.

    Doch was seine Mitstreiter dort sagten, brachte einen Polizeisprecher später in Erklärungsnot.

    […]

    Fehlinformation der Polizei: Keine Tunnelstützen weggetreten

    Schließlich hätten die Männer der Grubenwehr ihrem Mitstreiter gedroht, ihn zu betäuben und gewaltsam aus dem Tunnel zu ziehen, berichten die Aktivisten weiter vor den Journalisten.

    Auch sei die Darstellung der Polizei falsch, der Aktivist habe die von der Grubenwehr bereits angebrachten Stützen im Tunnel weggetreten, bevor er in einen weiteren Gang zurückwich.
    Die Grubenwehr selbst habe inzwischen eingeräumt, dass es dafür keine Anhaltspunkte gebe.

    „Das war eine dreiste Behauptung und gezielte Falschinformation des Polizeisprechers“, sagt ein Aktivist, der sich „Hassan Bayer“ nennt. Man erwäge nun eine Klage gegen den Polizeisprecher.

    […]

    Auf Nachfrage von WDR.de teilt der während der Räumung zuständige Pressesprecher der Polizei Rhein-Erft-Kreis, Anton Hamacher, mit, er habe die Informationen an die Pressevertreter weitergegeben, die er in der Situation von der Einsatzleitung erhalten habe.

    „Erst im Rahmen der Ermittlungen beim Staatsschutz in Köln ist herausgekommen, dass diese Information möglicherweise falsch war.“

    Er habe die Presse schnell mit Neuigkeiten versorgen wollen. “

    Zitat Ende.

    Kompletter Bericht ist hier nachzulesen:

    http://www1.wdr.de/themen/panorama/hambacherforst170.html

  14. @ Luegendetektor

    Da sind Sie ja wieder! Hatte Sie schon vermisst und schlimmste Befürchtungen, dass sie diesem Medium Ihre Aufmerksamkeit entzogen hätten!

    Uff, das ist ja noch mal gut gegangen! Aber es sind Ihnen einige Artikel entgangen. Vielleicht hatten Sie auch nur keine Zeit. Es gibt ja auch so viele Berichte über das unsägliche Thema RWE und Braunkohletagebau.

    Es ist, wie immer bei dem was Sie uns so zum Besten geben, nett zu lesen, wie Sie auf subtile Weise versuchen, uns von, wie Sie es nennen, „verquerten“ Gedanken durch Aufklärung zu befreien.

    Erst mal alles relativieren, kleinreden und ein bisschen Gift verspritzen. Verbal und dezent, versteht sich, schön unauffällig.

    „Irgendwo auf der Welt“ – klingt gut und stimmt ja auch, wenn man bedenkt, dass wir inzwischen 7 Milliarden Menschen sind und berücksichtigt, wie viele bzw. im Verhältnis wenige, sich gegen den Braunkohletagebau im Rheinland wehren oder ihn gar nicht witzig finden.

    Dann ist das im Verhältnis schon fast „ein Witz“, wie Sie richtig anmerken.

    Da sie mehr wissen als wir, wäre es aber sehr nett, wenn Sie uns verraten würden, wo „in ganz Europa Menschen zusammen gesucht“ werden mussten, um ein paar Leute zu mobilisieren. Vielleicht auch wofür und warum mobilisieren.

    Und da Sie ja gerade dabei waren, packten Sie auch gleich in eine der untersten Schubladen und holten das Wort „Sekte“ heraus.

    Klar haben Sie angeblich nur ein Meinungsbild „wiedergegeben“, das besagt: „Der größte Teil der Menschen halte diese Chaoten … für unzurechnungsfähig“.

    Wessen Meinung geben Sie wieder und wer hat Ihnen das aufgetragen?

    Hübsch verpackt ist vor allem Ihr „Einschub“ in den vorstehend zitierten Satz: „ … die irgendwie an eine Sekte erinnern,“.

    Sekte ist immer gut. Sekte klingt mindestens anrüchig und esoterisch-verquast. Damit schiebt man Menschen einfach mal eben in eine Ecke, wo man sie lieber sieht als der Realität entspricht.

    Sekte, das will niemand, das ist gesellschaftlich nicht akzeptiert, da denkt jeder gleich an Zeugen Jehovas, Scientology – irgend sowas Abgefahrenes.

    Aber, Sie haben ja auch „nur“ gesagt „irgendwie“…

    Leider verraten Sie uns nicht, wie Sie zu dieser Eingebung oder Feststellung kamen/kommen und wie Sie „Sekte“ definieren.

    Na ja, zumindest haben Sie es allen diesen Spinnern mal wieder so richtig gegeben!

    Vielleicht auf Wiederlesen?

    Immer wieder nett.

    Glückauf!

  15. „Breite Unterstützung“ ist ja wohl ein Witz. Natürlich gibt es irgendwo auf der Welt Menschen mit verquerten Gedanken die diesen Unsinn gut finden.

    Die sind aber die absolute Ausnahme. Mann musste schon in ganz Europa Menschen zusammen suchen, um ein paar Leute zu mobilisieren.

    Der größte Teil der Menschen, auch die aus der Region, halten diese Chaoten, die irgendwie an eine Sekte erinnern, für unzurechnungsfähig.