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Nach radikalen Eingriffen in die Natur: Grüne zeichnen „mags“ mit „Goldener Kettensäge“ aus • Zeitpunkt der Übergabe steht noch nicht fest

Red. Natur, Umwelt & Energie [ - Uhr]

Es ist eine Trophäe, über deren Verleihung sich der Preisträger nicht zwingend freuen dürfte: Mit dem „Umweltpreis 2017“ zeichnen die Mönchengladbacher Grünen eine besonders denkwürdige Kandidatin für die schlechteste Leistung des Jahres im Bereich Umwelt- und Naturschutz aus: DIE GOLDENE KETTENSÄGE.

Die beiden grünen Landtagskandidaten Lena Zingsheim und Boris Wolkowski, eingerahmt von den Grünen-Politiker Gerd Schaeben (rechts im Bild) und Hajo Siemes gaben heute den „Preisträger“ bekannt.

Auch wenn Grünen lachend in die Kamera schauen, ist es ihnen doch ausgesprochen ernst gemeint mit der Kritik an der mags.

„In den letzten Wochen haben wir verstärkt feststellen müssen, dass bei der Gehölzpflege teils radikal in die Natur eingegriffen wurde, das gilt besonders für Hecken und Gebüsche“, sagt Lena Zingsheim.

Viele besorgte Bürgerinnen und Bürgern hätten über teils radikale Abholzungen berichtet, bei denen Lebensräume für Kleintiere und Vögel innerhalb von wenigen Stunden zerstört wurden.

„Hier handelt es sich nicht um kranke Bäume an Straßen und Plätzen, in deren Bereichen sich Menschen aufhalten“, so Lena Zingsheim.

Fällungen und Ausdünnungen könnten durchaus sinnvoll sein – aber die Radikalität, mit der Bäume und Sträucher in der Stadt zuletzt gefällt wurden, habe offenbar zugenommen, und das, seit die städtische Tochtergesellschaft mags für die Fällungen verantwortlich ist.

Nicht wenige kritische Bürgerinnen und Bürger vermuten, mit dem Radikalschlag an Grünvernichtung könnte möglicherweise nur Arbeitsaufwand eingespart werden – und damit Kosten.

„Wenn aber die Minimierung des Kostenaufwands und Einsparungen beim Personal die Gründe für den Radikalschnitt an Bäumen und Sträuchern sein sollten, wäre dies aus Sicht der Grünen der völlig falsche Weg“, sagt Dr. Boris Wolkowski, der in diesem Zusammenhang auch auf die von der „mags“ entfernte Flügelnuss vor der Kaiser-Friedrich-Halle verweist.

Die Fällung war und ist umstritten, denn auf welcher Grundlage dieser Baum gefällt wurde, ist unklar.

„Es zeigt sich jedenfalls, dass sich die ‚mags‘ mit nie gekannter Vehemenz um die Pflege des Gehölzes in der Stadt ‚gekümmert‘ hat. Das ist absolut preiswürdig, weswegen wir die Stadttochter mit unserem Umweltpreis, der goldenen Kettensäge, auszeichnen wollen“, sagt Lena Zingsheim.

„Den Preis“, ergänzt Boris Wolkowski, „hat sich die ‚mags‘ redlich verdient.“

Die „Übergabe-Zielgruppe“ steht schon fest: OB Hans Wilhelm Reiners (CDU) in seiner Funktion als „Aufsichts“ratsvorsitzender, Hans-Jürgen Schnass (SPD) und die wohl aktuell „fachlich zuständige“ Gabriele Teufel (CDU), weil der wirkliche Fachmann im mags-Vorstand, Hans-Jürgen Petry (???) entweder schon zurückgetreten ist, oder noch zurücktreten wird.

Ort der feierlichen Übergabe des exklusiven Umweltpreises soll stilgerecht die Geschäftsstelle der Mönchengladbacher Grünen sein.

Nun suchen die Grünen noch einen geeignete Übergabetermin.

BZMG wird darüber wieder berichten … wenn es wirklich zur Übergabe kommt.


5 Kommentare zu “
Nach radikalen Eingriffen in die Natur: Grüne zeichnen „mags“ mit „Goldener Kettensäge“ aus • Zeitpunkt der Übergabe steht noch nicht fest”
  1. Vorschlag: statt

    mags – MG im Herzen

    neu:

    mags – mit der Kettensäge in Herz und Hand

  2. Mein Vorschlag für einen wunderbaren Übergabeort der Kettensäge an die Preisträger/innen:

    Der bestens abgeholzte Bungtwaldteil im Naturschutzgebiet gegenüber dem Volksbad.

    Wegen fehlender Bäume hat man dort dank der MAGS inzwischen eine wunderbare Rundumsicht.

    Auch befinden sich dort viele verwelkte Baumzweige, mit denen man die Häupter der Verantwortlichen bekränzen könnte.

    Ausserdem liegen da noch jede Menge passgerecht geschnittene Buchen- und Eichenstämme, deren überaus gesundes Holz bestens geeignet ist, als Sitzfläche für die Preisträger/innen zu dienen.

    Zu Beginn der Veranstaltung sollte die Hymne ertönen: „Baum ab macht uns Freud, Strauch ab nie gereut.“

  3. Schnelle Reaktion des Oberbürgermeisters Reiners am Freitagmorgen.

    Exklusiv bei apopluto.

    https://www.apopluto.de/news-aus-m%C3%B6nchengladbach/

  4. Achtung: keine Fake News

    Das Plattmachen von Büschen (z.B. Haselnuss) und Sträuchern, die bis zu 4 Meter hoch und nicht nur eine Wohltat fürs Auge, sondern Lebens- und Schutzraum für viele Vögel waren, sondern auch als grüne Lungen und Filter dienten, war schon teuflisch.

    Vielleicht hat die Murks-mags Angst, dass da was im Busch hätte sein können?

    Es ist jedenfalls grauenhaft und hässlich in verschiedener Hinsicht, was die aus falsch verstandener, vermeintlicher Kostenersparnis in dieser Stadt angerichtet haben.

    Was passiert nun mit all dem Holz?

    Bringt das Geld?

  5. Ich muss noch hinzufügen, dass wir es in der Causa mags mit einem sehr interessanten Paradoxon zu tun haben.

    Werden doch hier radikal Hecken und Gebüsche gestutzt, in welche sich Politiker gerne schlagen, wenn man von ihnen was Konkretes wissen möchte.

    Ich stelle fest, nicht nur in der Welt wird alles komplizierter auch in Mönchengladbach geht es jetzt los.

    PS: Was sagt der Oberbürgermeister dazu? Das Umweltgedöns muss ihm doch langsam auf die Nerven gehen.

    Hat er dem Staatsschutz ein Verbot der Grünen empfohlen?

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