Radfahrer gefährden Passanten und sich selbst

Von Albert Sturm [14.08.2009 - 19:44 Uhr]

286853_r_k_by_memephoto_pixeliodeRadfahrer gefährden zunehmen Passanten, indem sie ohne Unrechtsbewusstsein dort fahren, wo Radfahren ist nicht zulässig und gefährlich ist. Da wird beispielsweise an Markttagen wie selbstverständlich in der Fußgängerzone in Rheydt Rad gefahren.

In den Köpfen vieler Bürger gilt das Gewohnheitsrecht. Solange man nicht diese Verstöße ahndet, gelten sie in vielen Teilen der Bevölkerung als erlaubt.

Da ich seit einigen Jahren leider auf den Rollstuhlfahrer angewiesen bin, fallen mir diese Vorfälle extrem auf.

Aber die Liste des Unrechtsbewusstseins der Radfahrer lässt sich beliebig fortführen.

Fahren entgegen der Fahrtrichtung von Einbahnstraßen ist heute an der Tagesordnung und wird nur noch in diesem Moment übertroffen, wenn der Radfahrer auf den Gehsteig ausweicht. Dabei nimmt er billigend in Kauf, dass er Fußgänger dadurch gefährdet.

Mit dem Ausspruch: Ist ja nichts passiert, wird diese rücksichtslose Verhaltensweise noch begründet. Es gilt heute als cool, wenn man so Fahrwege verkürzt.

Auf der Marktstraße in Rheydt, von der Friedrich-Ebert-Straße kommend, ist nur bis zur Einfahrt des Parkhauses, die Straße beidseitig befahrbar.

Radfahrer kürzen den Weg zum Rheydter Markt verbotswidrig ab, in dem sie, wie gerade schon geschildert, entgegen der Fahrtrichtung in die Straße einfahren. Dies ist nur ein Beispiel, wie die Gefährdung von Kindern und älteren Menschen ständig zu nimmt.

Auch Radfahrwege haben ihre vorgeschriebene Fahrtrichtung und diese werden sogar in zweierlei Hinsicht gekennzeichnet. Einmal mit dem runden und blauen Schild, das mit einem weißen Fahrradfahrer bedruckt ist und auf dem Radweg selber, das deutlich aufgedruckte weiße Zeichen, wo der Kopf des Fahrrades die Fahrtrichtung bestimmt.

Auf der rückwärtigen Seite des Karstadtgebäudes, der Fußgängerzone, kann man im Minutentakt Verstöße der Radfahrer sehen und werden diese angesprochen auf ihr Fehlverhalten, sind sie noch ausfallend und artikulieren sich zum Teil in einer Weise, die nicht zur guten deutschen Sprache gehört.

Ein Ortstermin mit der Polizei, die für Rheydt Mitte zuständig ist, wäre nicht schlecht.

Denn eine Aufklärung des Bürgers tut dringend Not.

Denn jeder Unfall mit einem Drahtesel und Fußgänger ist einer zuviel!

Ein Kommentar zu “Radfahrer gefährden Passanten und sich selbst”
  1. Ein Problem ist auch die Verkehrsplanung. Beispiel Mühlenstraße: Ausgerechnet der breiteste Abschnitt der Straße (da kann man einen LKW quer parken) ist nur in eine Richtung freigegeben – da muss eine bediseitige Befahrbarkeit eingerichtet werden (praktischerweise enthält das Innenstadtkonzept Rheydt genau diese Absicht).

    Dann weicht auch keiner mehr auf die weniger gefährliche Fußgängerzone aus.

    Sonst gilt für die Rheydter Innenstadt nämlich: Wo soll man als Radfahrer, von Norden kommend, denn sonst fahren? Komplett um die Innenstadt herum?

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