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Politischer Aschermittwoch der SPD 2015 • Teil V: Heinrichs & die Grünen [mit Video]

Bezüglich der Grünen im Mönchenglad­bacher Rat hatte der SPD-Fraktionsvor­sitzende Felix Heinrichs am 18.02.2015 nur ein Thema: Die Causa Wurff.

Warum das „Vertrauensverhältnis“ gegenüber dem Baudezernenten nachhaltig gestört sei, was eine Abberufung rechtfertigen würde, nannte er nicht. Ist formalrechtlich grundsätzlich auch nicht notwendig.

Lediglich die Termine von Gesprächen mit Andreas Wurff hatte Heinrichs parat: 29.09.2014, 24.10.2014, 17.12.2014 und 20.01.2015.

Was in diesen Gesprächen behandelt worden war, ließ Heinrichs offen.

Aus der CDU war dazu zu hören, man habe mit Wurff über Beschwerden von Bürgern und Investoren über die Abwicklung von Vorhaben geredet, ihm empfohlen, sich beruflich „anderweitig zu orientieren“ und ihm dabei sogar die Hilfe der CDU angeboten.

Dass Heinrichs in diesem Zusammenhang auch die Nicht-Wiederwahl des Sozialdezernenten Dr. Michael Schmitz (CDU) am 19.03.2014 thematisierte, ließ aufhorchen.

Für die Wiederwahl von Schmitz hatten in geheimer Abstimmung 31 Ratsmitglieder votiert, 32 waren dagegen.

Rechts- und Sozialdezernent Dr. Michael Schmitz nicht wiedergewählt • Stellenausschreibung erst nach der Kommunalwahl [1]

Spekulationen darüber, wer – außer den damals 23 CDU-Ratsmitgliedern – auch noch für Schmitz seine Stimme abgegeben hatte, waren schon damals müßig.

Dennoch versuchte Heinrichs – weil er in dieser Phase seiner Rede auf die Grünen einging – den Eindruck zu erwecken, dass „Mehr-Stimmen“ von den Grünen gekommen seien.

 

Woher er die Überzeugung nahm, dass es bei der geheimen Abstimmung keine Stimmen aus der SPD für Schmitz gegeben hatte, konnte sich, so wie Heinrichs den Vorgang resümierte, wohl keinem Zuhörer erschließen und grenzte an Kaffeesatzleserei.

Was er mit diesem Exkurs erklären oder gar beweisen wollte, blieb nebulös.

 

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2 Kommentare (Öffnen | Schließen)

2 Kommentare Empfänger "Politischer Aschermittwoch der SPD 2015 • Teil V: Heinrichs & die Grünen [mit Video]"

#1 Kommentar von Noch enne Buur am 2. März 2015 @ 20:07

Mein Jott – wat es de spd vörr enne sälde Klömpkeskub jewu’ede.

Do hand de „Schwatte“ enne Typ, dä möt dr Knöppel (kann mr och „Schlegel do vörr saare) enn de Mellek erömm haut, on nu hand de „Ru’e“ enne Typ, dä hat nikks en de Venger on vrsökk (versucht) möt däm nikks Schuum ze schlare.

Be däm janze Jekwatsche mot esch an de Kirmes dänke: Vörr de Vü’erställung an de Bud wu’ed emmer jru’et Jedöns jemäkk – en de Bud – wenn mr betallt hodde – wat wu’er? Jenau – net völl.

Äver mr wosse dat – vörr de Bud es emmer jru’ete Palaver.

Do hodde mr enns be dä Hoop Hönner enne jonge Haan.

Jott – wat meek dä e Jedöns – dä schloch möt de Vlüjel wie enne Jru’ete – vrsoot (versuchte) möt dr jru’ete Haan möt ze halde.

Be dä janze Palaver wat dä Haan do mek, hot dä de Hönner janz vrjesse – jenau do vü’er wu’er dä doch aanjeschaff wu’ede.

Enne dämlische Haan dä de Hönner net trä’ene (treten) kann – on och noch du’er vo’ere (füttern) – dat jet jo janet.

Enn dr Pott es dä och net jekomme – do wu’er jo nikks draan. Blos e paar Vä’ere (Federn) von Stä’ez (Schwanz) send ü’everrisch jebli’eve.

Wat esch domöt saare well?

Möt sonn sälde Vüjel wolle die „ru’et jevärfde schwatte“ Waale jewinne? Enne sekser em Lotto es sescherer.

On noch jät: Dä Haan heschden „Felix – dr Jlökklische“. Dä Naam hot minn Vrau däm jejo’eve.

#2 Kommentar von M. Angenendt am 2. März 2015 @ 23:21

Aus dem Artikel: „Was in diesen Gesprächen behandelt worden war, ließ Heinrichs offen.“

Genau das ist der Punkt. Die Aufzählung vier relativ zeitnaher Termine sagt in dieser Sache gar nichts, außer ganz deutlich: man will einen anderen Dezernenten.

Der sehr junge Herr Fraktionsvorsitzende Heinrichs und sein GroKo-Kollege Dr. Schlegelmilch (und die anderen im Hintergrund) wollen uns doch nicht ernsthaft verkaufen, dass es, bei derart knapp aufeinander folgenden Terminen (!!), um eine ernsthaft angestrebte Problemlösung mit Ausnahme einer einzigen ging: Irgendein passender Vorwurf plus Abwahlandrohung und die mehr oder weniger freundliche Aufforderung an Herrn Wurff, sich doch gefälligst eine andere Stelle zu suchen.

So hatte man sich das wohl vorgestellt.

Nach Möglichkeit geräusch- und widerstandslos, damit nichts an der GroKo, so wie nun geschehen, hängen bleibt.

Am liebsten wäre es der GroKo wohl gewesen, dass Herr Wurff sich „mal eben“ auf die Schnelle verabschiedet hätte, um sein Amt schnell zur Verfügung zu stellen.

Eine entsprechende Verlautbarung, dass sich der Bauderzernent leider, leider anderweitig orientiert hätte, inklusive üblicher Dankfloskel die veröffentlicht worden wäre und gut wäre es (für die GroKo) gewesen. Das war wohl der Plan.

Stellen sich „ehren“-amtliche Politiker so Personalpolitik vor? Realitäts- und praxisferner (auch aus arbeitsrechtlicher Sicht) geht es wohl kaum.

Billig!