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HP Schlegelmilch schwingt sich zum Sachwalter der Ratsmitglieder auf, die sich sonst nicht äußern

Glossi [ - Uhr]

[28.02.2017] Hallo Leute, der Mönchengladbacher Rat besteht aus 68 Mitgliedern und jeder von ihnen hat eine eigene Meinung – sollte man unterstellen dürfen. Und jeder von ihnen hat auch eine eigene Stimme (rein phonetisch betrachtet).

Und jetzt haben viele von ihnen auch noch die von CDU-Fraktionssprecher Hans Peter Schlegelmilch.

TOLL!

So zu lesen in seinem Erklärungsversuch zu seiner Weigerung, in der „On-Demand-Ausgabe“ in Bild und Ton erscheinen zu wollen, der in der heutigen Ausgabe der RP (28.02.2017) zu lesen ist.

Schlegelmilch macht nämlich das Recht und vor allem die Sorgen und Ängste der vermeintlich stummen Andern „auf das eigene Bild“ zu seiner eigenen.

TOLL!

Schlegelmilch als Sprecher derer, die sich sonst nicht äußern? Haben die so ein Sprachrohr nötig?

PEINLICH!

Dazu bringt er auch noch seine „China-Erfahrungen“ mit ein, dass man eine Sache zunächst einmal „pilotieren“ müsse.

Wenn er diese Erkenntnisse erst in China gewonnen hat, dann ist da wohl irgendetwas falsch gelaufen.

„Ausprobieren“ und „Aufsetzen von Piloten“ sei ein positives Merkmal der aktuellen Ratsmehrheit, meint der promovierte Chemiker.

Positiv, wie „Rock am Ring“, wie „Seasons“, wie „mags“, wie „wachsende Stadt“ und wie andere „Aktionen“, die sich auf Kosten der Bürger als Flop herausgestellt haben, oder noch herausstellen werden?

TOLL!

… was meint Ihr? „Das hat doch alles nichts mit Rats-TV zu tun?“

STIMMT!

Aber das sagt mal dem Dr. Hans Peter Schlegelmilch, der uns bei allen (ihm) passenden und vor allem unpassenden Gelegenheiten die „höheren Ziele“ und die Welt erklären will.

Vielleicht hätte er sich an diese Floskel aus dem Lateinunterricht erinnern sollen: „Si tacuisses, philosophus mansisses“ („Wenn du geschwiegen hättest, so wärest du ein Philosoph geblieben“).

Philosoph?

Ne, das dann doch nicht. Hab‘ den falschen Spruch gewählt …

Wie meinte der österreichische Kabarettist Josef Hader zu Politikern, die sich mit Peinlichkeiten ins Abseits plapperten, treffend: „Hätts’t die Pappn g’holtn, hätt kaner g’merkt, dass’d deppat bist.“ (Zitat Ende)

Ins Abseits geplappert – Fünf schlechte Schweiger

 

Das wollt‘ ich nur mal gesagt haben.

Euer Glossi

6 Kommentare zu “
HP Schlegelmilch schwingt sich zum Sachwalter der Ratsmitglieder auf, die sich sonst nicht äußern”
  1. Kindisch dieser ganze Quatsch.

    Meinen Kids würde ich was erzählen, wenn die so ein überflüssiges Theater veranstalten würden!

  2. So ein Quatsch. Die einzigen Blindflieger beim Rats-TV sind die Piloten OB Reiners und Dr. Schlegelmilch.

  3. Was für ein Gefasel, Zitat Schlegelmilch:

    „Ich habe in China die Erfahrung sammeln dürfen, das es sinnvoll ist, zunächst einen Piloten zu starten, wenn man von etwas noch keine Ahnung hat beziehungsweise keine eigenen Erfahrungen vorliegen.“

    (Müsste übrigens heißen: Erfahrungen sammeln dürfen oder die Erfahrung machen dürfen)

    Wenn man von etwas noch keine Ahnung hat, sollte man als erstes zusehen, es zu lernen. Weil man sonst nicht testen kann und an Pilotprojekte nicht zu denken ist.

    Außerdem gilt schon immer: Versuch macht klug. Probieren geht über studieren. Alte Binsenweisheiten.

    Wozu muss Schlegelmilch hervorheben, dass er diese Erfahrung in China sammeln „durfte“??? Was hat das mit dem popeligen Rats-TV zu tun? O.k., da laufen jetzt noch Kameras mit, statt bisher nur ein Aufzeichnungsgerät. WAS muss da geübt werden?

    China als berufliches Experimentierfeld? Never. In China erst probieren? Na denn, viel Spaß dabei. Ausgerechnet.

    Was meint Herr Dr. Schlegelmilch uns diesbezüglich per RP-Hofberichterstattung mitteilen zu müssen? Dass er ein Globetrotter, weitgereist und welterfahren ist?

    Richtig, er ist ja ein ein global player. Ein wenig, aber immerhin. Das lässt man dann so en passant raushängen, macht sich gut, lässt Wichtigkeit per Understatement erahnen oder soll es zumindest.

    Was ein Geschwurbel! Meine Güte! Allein dieses Beispiel ist nur peinlich und wichtigtuerisch.

    … und so ein global agierender Politiker kommt dann mit diesem lächerlichen, megakleinkarierten Statement zum Rats-TV um die Ecke, das alles nur noch schlimmer macht???

    So ein Mann von Welt muss ausgerechnet beim Rats-TV (ich dachte übrigens das sei gerade das Pilotprojekt!) erst mal üben und andererseits den Retter der scheuen, ängstlichen, ach so verunsicherten und durch die Kameras gestressten Ratsmitglieder mimen?

    Vor der nächsten Runde Rats-TV vielleicht mal ne Runde Baldriantropfen für die verhuschten Ratsmitglieder (die der CDU, denke er spricht nur für seine Truppe) spendieren wäre ein Lösungsansatz.

    Klappt das nicht, müssen stärkere Geschütze (Tranquilizer?) aufgefahren werden, auf dass die Ratsmitglieder nicht unter dem Druck der Öffentlichkeit oder gar in derselben beim Rats-TV zusammen brechen und für ihr Leben Schaden nehmen könnten. Vielleicht wäre psychologischer Beistand hilfreich?

    Sonst sind die Ratsmitglieder Kameras gegenüber doch gar nicht so abgeneigt oder fliehen gar vor denselben.

    Wie viel Ratssitzungen hat der aktuelle Rat hinter sich? Müssen die noch üben und „einen Piloten aufsetzen“ ???

    Leute vergesst es!

    Was für ein absolut groteskes Gehabe. Diese Rechtfertigungsarie ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

  4. Hoffentlich lernt der Herr Oberbürgermeister auf seiner Reise nach China mehr, als dass man eine Sache zunächst einmal „pilotieren“ muss.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach-reist-nach-china-aid-1.6636755

    Was kostet eigentlich so ein Trip und wer zahlt?

    Es sollte sich niemand wundern, wenn ganz zufällig auch Herr Schlegelmilch mit zur Delegation gehört.

    Schließlich könnte er Herrn Reiners ja Kontakte zur chinesischen Art einer „Pilotierung“ verschaffen.

  5. Danke Glossi

    man könnte bei solchen Verhaltensweisen von Politikern auch eine narzisstische Störung vermuten.

  6. „Also sprach der Herr“, so steht es in der Bibel. Sagen wir es hier und jetzt, Hans Peter du warst damit nicht gemeint.

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