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Liegen nun doch konkrete Anfragen der NEW oder von anderen potenziellen Windkraftprojektierern und -betreibern vor? • Hält die GroKo an ihrem Auftrag fest, eine Potenzialstudie für weitere Windkraftflächen erstellen zu lassen?

Bernhard Wilms [ - Uhr]

Als der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans Peter Schlegelmilch im März diesen Jahres der BI „Windkraft mit Abstand“ mitteilte, nicht an einer BI-Mitgliederversammlung teilnehmen zu wollen, begründete er dies u.a. damit, dass es „gegenwärtig“ keine konkreten Vorhaben bei der NEW gebe.

Gleichwohl befürchte man allerdings, dass andere Vorhabenträger planen würden.

Dies teilte BI-Sprecher Günter Heymanns unserer Zeitung auf die Frage mit, wie er den GroKo-Antrag zur Potenzialstudie zum jetzigen Zeitpunkt bewerte.

Wenn am 02.06.2015 die GroKo ihren Auftrag an die Verwaltung zur Erstellung einer Potenzialstudie für weitere Windkraftanlagen im Mönchengladbacher Stadtgebiet erteilt, könnte sie im Ergebnis insbesondere den Schelsenern, Herrathern und weiteren einen Bärendienst erweisen.

Die GroKo öffnet damit offensichtlich ohne Not die „Büchse der Pandora“ und schafft die Grundlage dafür, dass andere interessierte Windkraftprojektierer und/oder -betreiber Ansprüche anmelden.

Neue Windkraftanlagen in Mönchengladbach: Hat die NEW die „Büchse der Pandora“ geöffnet?

Legt man die Ergebnisse der GERTEC-Untersuchungen aus dem Jahr 2002/2003 zugrunde, die zu den „Windparks“ in Wanlo und Piperlohhof geführt hatten, sind diese beiden Ortsteile die nächsten in der seinerzeitigen „Rankingliste“.

Die von der NEW AG bislang favorisierten „Windkraft-Flächen“ in der Nähe von Buchholzer und Hardter Wald rangierten auf den Plätzen 9 und 10.

Das ursprüngliche Bestreben der NEW nur die Flächen westlich der A61 untersuchen zu lassen, musste aufgegeben werden, weil nur das Gesamtgebiet einer Kommune entsprechenden Untersuchungen unterzogen werden darf. Damit soll „Rosinenpickerei“ für Windkraftflächen entgegen gewirkt werden.

Standortsuche für Windkraftanlagen intransparent – Stadt hat keine Vorgaben gemacht!

Dass die NEW – gemeinschaftlich von ihren Aufsichtsratsmitgliedern Felix Heinrichs (SPD), OB Hans Wilhelm Reiners (CDU) und Dr. Hans Peter Schlegelmilch (CDU) als Aufsichtsratsvorsitzender „promotet“ – nunmehr Flächen im ehemaligen JHQ „im Fadenkreuz“ hat, ohne die Vorhaben an Hardter und Buchholzer Wald „abzusagen“ ist hinlänglich bekannt und dürfte auch anderen Windkraftprojektierern nicht entgangen sein.

Derzeit unbekannt sind – zumindest der Öffentlichkeit – die Ergebnisse einer von der NEW selbst erstellten Potenzialstudie. Nicht auszuschließen ist, dass diese Studie Grundlage für die „zu beauftragende“ wird und/oder die NEW selbst noch als Auftragnehmer für die „neue“ Studie vorgesehen ist.

Die anderen Windkraftprojektierern können sich nun getrost „zurücklehnen“ und auf die Ergebnisse einer neuerlichen „städtischen“ Potenzialstudie warten, um dann in kürzester Zeit entsprechende Anträge zu stellen.

Würden diese seitens der Verwaltung abgelehnt (weil beispielsweise die NEW „bevorzugt“ werden soll), kann diese sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf juristische Auseinandersetzungen einstellen.

Ausgang ungewiss!

Oder sollte die GroKo noch zur Einsicht gekommen sein,  ihren Potenzialstudien-Auftrag an die Verwaltung am 02.06.2015 in der Planungs- und Bauausschusssitzung zurückzuziehen?

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