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Nils Heinrich über Pofalla und seinen „Paten“ Schönmakers

Hallo Leute, auf dem ehemaligen dienstäglichen wdr2-Sendeplatz von Volker Pispers gibt nun Kabarettist Nils Heinrich seine Meinungen zu Gehör.
Am 07.01.2014 klärte er über Pofalla auf:

[audio:14-01-07-nils-heinrich-pofalla.mp3][ca. 3 Min]

Un weil Gehörtes nachmal doch recht flüchtig ist, hab‘ ich das Ganze hier noch mal zum Nachlesen niedergeschrieben.

Vielleicht ist was für „Copy and Paste“ darunter, ist doch Pofalla wohl einer der Spezies „Kreißsaal – Hörsaal – Plenarsaal“:

 

„Ronald Pofalla. CDU-Mitglied seit er 16 ist. Studierter Jurist und als solcher zwangsläufig Politiker. Konkret: mehrfach, mehrheitlich gewählter Bundestagsdirektkandidat für die CDU aus dem Landkreis Kleve.

Viele regen sich ja über diese Seifenoper mit der Bahn auf. Vor allem die, die gutgläubig für Pofalla Wahlkampf gemacht haben.

Dabei hat er diesen besten Mix aus Politik und Wirtschaftinteressen schon immer gelebt. Der Mann kennt das nicht anders!

Schon Pofallas Studium wurde  von einer örtlichen Wirtschaftsgröße gesponsert. Von einem Paten gewissermaßen.

Schönmakers heißt der Mann. Den Namen habe ich mir nicht ausgedacht, der heißt echt so.

In den frühen 1980ern kaufte er dem jungen, offenbar formbaren, Ronald das Studium der Juristerei.

Später, als der in die richtige Form gegossene Ronald dann Mitglied des gesetzgebenden Gemeinderates Weeze war, expandierte die Firma seines Gönners auf wundersame Weise.

Da hat sich wohl ein Unternehmer einen Polit-Tojaner, eine mit dem Willen seines jeweiligen Dienstherren befüllbare Pfandflasche, quasi selbst heran gezüchtet.

Die Interessen des Einen in den Mauern des Anderen vertreten, ist also für Pofalla eine Soße, in der er immer schon schwamm wie eine verkochte Bockwurst.

Und die Partei, deren treuer Untertan Pofalla seit fast 39 Jahren ist, hat ihn gelehrt, Probleme zuerst zu ignorieren, dann für beendet zu erklären und letztendlich auszusitzen.

Pofalla wuchs in die Politik hinein in dem Glauben, das sei der gut gefettete Arm unserer Wirtschaft, und darum hat Pofalla einen kleineren Wendekreis als ein Smart.

Er weiß gar nicht was das ist: Wählerinteressen!

Angeblich wollte Pofalla ja mehr Zeit für sein Privatleben und die junge, blonde Frau an seiner Seite haben. 

Nach den langen Weihchnachtsferien hat sie ihm aber vermutlich gesagt: Schatz, allen Ernstes, ich kann dir nicht lange beim Reden zuhören.

Du bist schon zwei Mal geschieden, willst mich vielleicht heiraten, also hock‘ mir hier nicht so viel auf der Pelle ‚rum!

Tu‘ mir den Gefallen und geh‘ arbeiten. Egal wo!

Übrigens der anfangs erwähnte Ursponsor von Ronald Pofalla ist nicht nur ein im Kreis Kleve weltbekannter Entsorgungsunternehmer, sondern hat auch noch einen schönen Werbespruch: Heute für morgen sorgen!

Und das sind doch mal gleich zwei schöne Pointen zu einem Witz, der so mittelmäßig ist, dass er bis ganz nach oben zum lieben Herrgott müffelt.

Der kann das aber schon lange nicht mehr riechen, weil der Smog im Himmel noch dicker ist als in Peking.“

Pocast hier zum Download: http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr2/kabarett132.html [1]

Das woll‘ ich nur mal gesagt haben

Euer Glossi

1 Kommentar (Öffnen | Schließen)

1 Kommentar Empfänger "Nils Heinrich über Pofalla und seinen „Paten“ Schönmakers"

#1 Kommentar von Henner Steigert am 11. Januar 2014 @ 17:08

Dazu passt das und vieles andere mehr, so z.B. wie der „Patenjunge“ selbst zum „Paten“ wird:

[2]