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Sondersitzung der CDU-Fraktion zum Freizeitpark-Vorhaben des saudi-arabischen Königshauses im JHQ

Bernhard Wilms [ - Uhr]

Unter dem Titel „Projektvorstellung Seasons – Konzept Erlebnispark im JHQ“ traf sich am Montag (06.07.2015) die CDU-Ratsfraktion im neuen Hangar am Flughafen zu einer Sondersitzung.

Einziger Anlass war, sich und weitere CDU-Mitglieder von EWMG/WFMG-Geschäftsführer Ulrich Schückhaus über das Vorhaben informieren zu lassen.

CDU-Fraktionsgeschäftsführer Fabian Eickstedt erklärte auf Nachfrage, dass dieses Angebot für die Nachnutzung des JHQ von der saudi-arabischen Königsfamilie und einem Investmentfonds komme, dessen Umsetzung von vielen Aspekten abhänge, die bei Zeiten in den städtischen Gremien behandelt würden.

Neben Mönchengladbach würde von den Investoren auch ein niederländischer Standort geprüft, so dass momentan noch keine weiteren konkreten Aussagen gemacht werden könnten.

Nicht mit dabei waren Vertreter des GroKo-Partners SPD.

3 Kommentare zu “
Sondersitzung der CDU-Fraktion zum Freizeitpark-Vorhaben des saudi-arabischen Königshauses im JHQ”
  1. Mönchengladbach und der geplatzte Traum der Nachnutzung des Joint Headquarters (JHQ) als Mega-Erlebnispark

    Von Siddeeq Ghoroob

    „Die Investoren von Seasons erwarten zu Recht eine ernsthafte Prüfung und eine klare Willensbekundung durch die Stadt“, so donnerte am 15. September 2015 der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Dr. Hans Peter Schlegelmilch und möchte uns weismachen oder glaubt es wirklich, dass hinter Seasons Geldgeber („Investoren“) stehen würden, Quelle: CDU Mönchengladbach | Neues Denken. Neues Handeln.

    Flugs stand der getreue Felix Heinrichs parat, der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, und sekundierte: „Angesichts der zu erwartenden Strahlkraft, die von dem Projekt weit über die Stadtgrenzen hinaus ausgehen würde, und der Konkurrenz zu einem niederländischen Mitbewerber wäre es fahrlässig, die Anfrage des Investors jetzt nicht mit hoher Priorität weiter zu verfolgen.“ Der Name der Stadt Tilburg ging Heinrichs nicht über die Lippen, kein Wunder, dort ist erstens das riesige Efteling und zweitens von einem Seasons nichts, aber auch gar nichts bekannt geworden (Suchfeldfunktion des bd / Brabants Dagblad).

    Nein, die angebliche Standortkonkurrenz Tilburg Mönchengladbach ist zielsicher gemalte Kulisse und entstammt der Online-Broschüre theseasons.eu/folder „either in Mönchengladbach (Germany) or in Tilburg (Netherlands)“, verantwortlich für den seichten Folder ist ein „Visionär und Superhirn“ (the visionary and mastermind of THE SEASONS), der selbstbewusste Nichtinvestor Siegfried Markus Brudermann.

    Beinahe heimlich kam es zur „Sondersitzung der CDU-Fraktion zum Freizeitpark-Vorhaben des saudi-arabischen Königshauses im JHQ“. Unter dem Titel „Projektvorstellung Seasons – Konzept Erlebnispark im JHQ“ traf sich am 06.07.2015 die CDU-Ratsfraktion im neuen Hangar am Flughafen. So raunte Bernhard Wilms (BZMG), das saudi-arabische Königshaus weiß bis heute nichts von einem Erlebnispark Seasons. Es war der unsere Phantasien von 1001 Nacht weckende Ralf Jüngermann (Saudis planen Riesen-Freizeitpark im JHQ), der am 21.12.2013 die städtische Legende der Beteiligung von Saudi-Arabien in die Welt gesetzt hatte.

    Seit 2014 sinniert Jüngermann allerdings bevorzugt von Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), irgendwie arabisch ist ihm schließlich wichtig, um den Eindruck zu erwecken, es gäbe einen ölreichen Finanzier. Ralf Jüngermann kann wissen: Es gibt keinen Investor. Auch nicht im berüchtigten Postfach 341041 (Find ideal Serviced Offices for rent in Dubai Silicon Oasis), wo bediente Büros ab 2222 Dirham monatlich im Angebot sind das sind 550 Euro. Postfächer und sonstige Briefkästen sind dort, wie ja auch in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Hongkong, selbstredend günstiger. Das nur zu Dawant Company Ltd., 28 Queens Road, Company No. 223752 Hans Brudermann.

    Denn ebenso wenig wie Snow Emotion International (Siegfried Markus Brudermann, Kirchberg in Tirol) ist die von Vöcklabruck aus und durch den neuen Chef des Vapiano Linz Hans Brudermann betriebene „Firma“ Dawant ein Investor. Vor allem aber ist Dawant keine Entwicklungsgesellschaft, auch wenn die RP den Menschen in Schwalmtal diesen Bären aufbindet: „Siegfried Markus Brudersmann, Chef der Entwicklungsgesellschaft Dawant Company mit Sitz in Hong Kong“. Allenfalls „entwickelt“ hat Dawant das Getränk Steinsailer Götterquell Basic Pure Mineralwater, mir persönlich im Geschmack allerdings noch etwas zu trocken. Der dazugehörige Mineralwasserbrunnen wird ja vielleicht demnächst im JHQ Rheindahlen gebohrt.

    Ungerührt setzte am 8. Oktober dieses Jahres die Rheinische Post (biro) ihre Kampagne gegen die Wahrheit fort: „Wie Nidal al Hossary von der Seasons Global Investorengruppe aus Dubai ergänzte“. Das ist barer Unsinn, Seasons Global ist kein Investor und der Medizintechniker (FH Jena 2001) Nedal El Hossary, so nämlich lautet der wirkliche Name des Einzelkaufmanns und Inhabers von BCS Network | Marketing in 1001 Nights aus dem hessischen Hanau, ist zur Stunde nicht einmal in die Nähe eines Investors für ein 1,5-Milliarden-Projekt zu rücken.

    Der wie Siegfried Markus Brudermann erst anlässlich der diesjährigen Expo Real fotografierbar gewordene El Hossary ist vielmehr der Homepage-Administrator der Firmenkulisse SEASONS-GLOBAL | snow emotion international ltd & co kg. Der integrierte Hesse, auch der durch Jan Schnettler (Mega-Freizeitpark im JHQ: Nun ist der Bund am Zug) am 07.10.2015 in Umlauf gebrachte Name Nidal Alhossary ist falsch, hat zudem beispielsweise folgende Domain angemeldet: „KOMPASSINVEST.com Registrant: BCS-Network. Nedal El Hossary“.

    Der geplatzte Freizeitpark im JHQ Rheindahlen. Pseudoverifikation, Imponiergehabe und frecher Aufwertungsversuch waren gestern.

    Linken-Ratsherr Torben Schultz erkannte klug am 7. Oktober, Zitat:

    “Es gibt also derzeit nur zwei Menschen die eine Idee haben, aber die Investoren gibt es noch nicht. Da kann Herr Schlegelmilch von der CDU es noch so toll finden, dass ‘sich die Vertreter der Investoren gezeigt haben’. Ja, Vertreter sind es, aber OHNE Investoren!”

    Siddeeq Ghoroob

  2. @ Findus

    Pecunia non olet. Geld stinkt nicht. So einfach ist das.

    Wenn das JHQ vorher noch von der Stadt gekauft wird (egal ob für einen symbolischen Euro oder mehr), profitiert ein Dr. Schückhaus dank Provision doch prächtig bei einem Verkauf einer möglichst großen Fläche z.B. an die Saudis.

    Da lohnt es sich doch so richtig, dass er sich selbstlos und ausschließlich nur zum Wohl von Stadt und Bürgern für dieses Vorhaben einsetzt!

    Die Saudis? Meine Güte sind Sie pingelig!

    Weil (nicht nur) aus den Öllieferungen viel mehr übrig bleibt, müssen die nun zusehen, wo die ihr Geld anlegen.

    Wir liefern denen Geld für Öl, die uns Geld für Waffen, die wir denen wiederum liefern. Da wollen wir mal nicht zu pingelig sein. Sind doch „Geschäftsfreunde“ – oder?

    Wohin die wiederum diese Waffen liefern – nun, wir können doch wirklich nicht jeder einzelnen Patronenkugel hinterher hecheln, wo die abbleibt!

    Da wollen wir mal nicht zu kleinlich sein. Sind doch „Geschäftsfreunde“ – oder?

    Geld anlegen st für die Reichen und Megareichen weltweit schon ein (Luxus-)Problem, weil längst mehr Geld als Waren/Investitionen vorhanden, das dringendst nach Anlagemöglichkeiten Ausschau hält.

    Entweder jemandem Geld leihen und dafür Zinsen kriegen (verbietet nicht nur der Koran, sondern die müssten jemand finden, der sich Geld leihen will oder muss und Zinsen zahlen kann), in Betongold anlegen oder sich beteiligen oder selber lukrative Investments tätigen.
    Mehr geht nicht.

    Die Wirtschaftslage im real existierenden Kapitalismus ist vertrackt. Mehr denn je. Gerade für die armen Superreichen!

    Da wird vieles interessant und klamme Kommunen rollen gerne den roten Teppich aus.
    Die grundsätzliche Frage ist auch die, warum die Kommunen immer weniger Einnahmen haben und den roten Teppich ausrollen müssen!

    Das liegt nicht allein an den Arbeitslosen, diesen Schmarotzern (da hat die mediale Gerhirnwäsche doch schon längst prima funktioniert!), Sozialleistungen und Kosten für die Gehälter der städtischen Mitarbeiter inkl. der Beamten, die bekanntermaßen richtig teuer sind, etc..

    Das ist die Ausgabenseite, die zu einem großen Teil (Arbeitslose/Sozialleistungen) ebenfalls daher rührt, dass die Reichen, dank Politik, kaum noch Steuern zahlen und zu Bestkonditionen im Ausland billig produzieren können, was auch einen famosen Niedriglohnsektor in Deutschland schuf.

    Je mehr Arbeitslose, desto mehr sind Menschen gezwungen Billig- und Niedriglohnjobs etc. anzunehmen. Ist doch super! Also für die Reichen und Unternehmer/Konzerne.

    Seit rd. 2 Jahrzehnten brechen die Einnahmen immer stärker weg. Warum?

    Liegt es vielleicht auch an mangelnden Gewerbesteuereinahmen? Und warum ist das so?

    Die spannende Frage bei den Saudis ist doch die: WO zahlen die ihre Steuern?

    Für unsere Stadt: Vor allem die Gewerbesteuer.

    Die würde nämlich der megaklammen Stadt wirklich zugute kommen und nur das wäre interessant. Oder setzt die Stadt/Politik auf Pachteinnahmen oder lediglich einmalige Einnahmen aus Verkauf?

    Nur wieder auf Billigjobs und wenige besser bezahlte zu setzen (was sonst könnte in einem Vergnügungspark oder wie immer dieser zu titulieren wäre, an Jobs entstehen), damit wieder einige Arbeitslose weniger zu finanzieren sind, die aber trotzdem nicht mehr Kaufkraft besitzen, das wäre auf lange Sicht zu billig und kurz gedacht.

    Davon haben wir schon genug dank Logisitik.

    Insofern hat @ Findus recht: Das Terrain der Natur überlassen!

  3. Dr. H.P. Schlegelmilch und die CDU sind wahre Zauberer vor dem Herrn.

    Immer wieder werden für Vorhaben, das IHQ Rheindahlen gewinnbringend (für wen?) zu verscherbeln, neue unglaubliche Ideen und Vorhaben aus dem schwarzen Zylinderhut hervorgeholt.

    Jetzt sind also auf einmal die Scheichs aus Saudi Arabien am Zuge, das IHQ Gelände zum Disneylandpark zu pervertieren.

    Natürlich ist auch Herr Dr. U. Schückhaus wieder mit von der Partie.

    Sind sich die werten Herren bewusst, dass Saudi Arabien die Terror –Miliz IS mit enormen Geldsummen unterstützt?

    Wird hier etwa eine IS-Dependance West-Europa in der Rechtsnachfolge Großbritanniens aus der Taufe gehoben?

    Sollen die traumatisierten Flüchtlinge, die in Kürze auf dem IHQ Gelände eine erste Bleibe finden werden, von der Stadt Mönchengladbach im Rahmen eines deutschen Intensiv- Kulturprogramms mit den wohl bekannten Auswüchsen der westlichen Spaßgesellschaft in Kontakt gebracht werden?

    Und was ist mit dem Musikorakel Lieberberg?

    Soll er seine Musikshow mit 30.000 Smartphone-Yuppies im FFH Gebiet Knippertzbach ablaufen lassen?

    In dieser (unserer???) Stadt Mönchengladbach scheint dem kurzsichtigen monetären Gewinndenken einiger alerter Kaufleute zur Zeit jedenfalls Tür und Tor weit geöffnet zu sein. Jeder noch so abwegige Gedanke darf diskutiert werden.

    Da fällt auch mir ein total irrer Gedanke ein: Herr Dr. Schlegelmilch, Herr Dr. Schückhaus: Wie wäre es, wenn das gesamte IHQ der Natur zurückgegeben würde?

    Dann könnten Sie sich endlich um die wirklich wichtigen Belange der Bürger/innen in der Stadt kümmern.

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