Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen

Bernhard Wilms [ - Uhr]

logo-cdu4.jpgDie Junge Union (JU) Mönchengladbach hat mit Rolf Besten (CDU) einen Deal gemacht: Er wird nicht mehr CDU-Fraktionsvorsitzender im neuen Rat, dafür darf er sich ohne Gegenkandidat (Torsten Terhorst, JU) als Direktkandidat aufstellen lassen, was dann auch so geschah.

Nun wird es spannend.

Die Entscheidung in Eicken fiel mit 12 Stimmen für das Ansinnen der JU.

Was aber ist, wenn Besten in den Rat einzieht (das ist so gut wie sicher!) und die neue CDU-Fraktion kümmert sich einen „Kehrricht“ um die Vereinbarung, die „damals“ in Eicken getroffen wurde und will Besten wieder einmal zu ihrem „Frontmann“ haben?

Wird Besten sich an die Vereinbarung erinnern und gar halten, oder hält er es mit Adenauer …?

Manch einer wird jetzt sagen: „Alles Spekulation. Alles viel zu früh!“.

Könnte stimmen, muss es aber nicht, denn auch der sich als Partner anbietende (nicht anbiedernde!) Erich Oberem (FWG) macht sich da so seine Gedanken. Er glaube nämlich nicht, dass Besten einen ihm angedienten Fraktionsvorsitz ablehnen würde. Besten würde natürlich Fraktionsvorsitzender werden (wollen).

Die FWG will auch solche Vorgänge in ihrer Wahlkampfstrategie berücksichtigen.

Setzen wir doch einfach mal die Spekulationen fort: Besten wird wider Erwarten sein Versprechen an die JU halten und nicht Fraktionsvorsitzender der CDU und Reiner Brandts kommt nicht mehr in den Rat (was auch so gut wie sicher ist!). Zu welchem Preis?

Folgt Besten dann Brandts in dessen Fußstapfen und die lukrativen Ämter bei der NVV usw. usw.? Nicht ausgeschlossen, denn das dazu notwendige Machtstreben scheint Besten ja zu besitzen.

Dabei sollte er nur eines bedenken: „Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine (eigenen) Spuren“. Und die will Besten doch wohl hinterlassen, oder?

Alles Spekulation?

Wie gesagt: Nun wird es spannend.

Ein Kommentar zu “Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen”
  1. „Wie halten Sie es denn mit der praktizierten Demokratie?“, würde jetzt sicher der Herr Breymann von der CDU sagen wollen, aber eben wegen des Wahlkampfes muß er sich ja bremsen (lassen).

    Stellen sie sich vor, die neue CDU-Ratsfraktion schlägt den Rolf Besten als neuen Fraktionschef vor. Sie würden ihn also unbedingt wollen. Soll er dann etwa „Nein“ sagen?

    Als Demokrat, als Partei-Soldat?

    Soll er einem Mehrheitsvotum widersprechen, muß er sein gegebenes Wort (so er es wirklich gegeben hat) vorrangig halten, ohne Ausweg durch ein noch so kleines Hintertürchen?

    Adenauer, Oberem und auch Besten, waren/sind doch alles ehrenwerte Menschen.

    Sie haben recht, es wird, es ist, es bleibt spannend.

    Warum sollte der Bürger denn noch zur Wahl gehen?

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