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Etwa 30 mehr Schüler verlassen Gymnasien als in vorangegangenen Schuljahren • DIE LINKE spricht von „Bildungspolitischem Versagen“

Hauptredaktion [ - Uhr]

[12.08.2017] Nach den Zahlen der Statistik-Abteilung „IT.NRW“ verließen im abgelaufenen Schuljahr 2016/2017 so viele Schüler wie noch nie das Gymnasium, um in einer anderen Schulform weiter zu machen.

Danach haben in Mönchengladbach von den etwa 830 Schülern, die vor zwei Jahren von der Grundschule in die Gymnasien wechselten, etwa 70 diese Schulen wieder verlassen und ca. 60 in die Realschulen gewechselt.

Gegenüber dem Schuljahr 2015/2016 war dies eine Steigerung um 30 Schüler.

„Natürlich können die Gründe für jeden einzelnen Wechsel nur individuell betrachtet werden“, sagt der Schulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Johannes Frommen.

Aber bildungspolitisch liege die Antwort auf dem Tisch. Hier habe die Verwaltung, namentlich Herr Fischer von der CDU, so wie die Mehrheitsfraktionen der letzten Jahrzehnte versagt. Wider besseren Wissens sei der Elternwille ignoriert und nicht genügend Gesamtschulplätze geschaffen worden.

Jedes Jahr bekommen in Mönchengladbach um die 400 Jugendlichen nicht den gewünschten Platz an einer Gesamtschule.

Trotz zeitweilig rückläufiger Schüler-Zahlen und der Schaffung einer neuen Gesamtschule im Jahr 2011 sei die Zahl der Ablehnungen konstant geblieben, erklärt DIE LINKE.

Seit 2009 weise sie (und davor die LiLO – Linke Liste Odenkirchen) darauf hin, dass der Elternwille zu beachten sei.

Schon jetzt sei die Gesamtschule die beliebteste Schulform. Ohne die „Zwangsverweisung“ wegen fehlender Gesamtschulplätze auf andere Schulformen würde der Vorsprung noch beachtlicher sein.

„Weil nun viele Jugendliche am Gymnasium nicht ‚Fuß fassen‘, müssen sie einen Bruch im Lernumfeld und Freundeskreis hinnehmen. Das ist mit Sicherheit nicht förderlich für ihre Entwicklung, sondern nur das geringere Übel als der Verbleib am Gymnasium“, sagt Frommen. „Hätten wir mehr Gesamtschulplätze, würden weniger Jugendliche gezwungen sein, auf das Gymnasium (oder die Realschule) zu gehen und müssten später nicht wechseln.“

DIE LINKE sieht sich darin bestätigt längeres, gemeinsames Lernen für alle zu fordern.

Deswegen werde sie weiter für „Eine Schule für Alle“ kämpfen und auf dem Weg dahin versuchen den Ausbau der Gesamtschulen voran zu treiben.

Zum derzeitigem, dreigliedrigem Schulsystem sagt der Bundestagsdirektkandidat Sebastian Merkens ergänzend:

„Durch ein solches selektives Schulsystem verschwenden wir ohne Not Talente und setzen junge Menschen dem Risiko aus schon in frühester Jugend zu zerbrechen. Und das obwohl eine Demokratie wie unsere nur durch die gute Bildung vieler auf Dauer gesichert ist.“

 

 


Ein Kommentar zu “
Etwa 30 mehr Schüler verlassen Gymnasien als in vorangegangenen Schuljahren • DIE LINKE spricht von „Bildungspolitischem Versagen“”
  1. Wie war der griffige Slogan: kein Kind zurück lassen!

    Schön wärs!

    In Deutschland entscheidet die Herkunft immer noch über Bildungschancen.

    Gladbach ist stark betroffen:

    Jedes dritte Kind wächst in Hartz-IV-Familie auf

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/jedes-dritte-kind-waechst-in-hartz-iv-familie-auf-aid-1.5740286

    Da liegen viele Ursachen. Wozu diese Kinder besser fördern. Die interessieren letztendlich nicht wirklich. Auch wenn CDU und SPD das noch so oft wiederholen. 🙁

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