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Professor aus Münster soll ALFA-Partei in den Landtag führen • Ex-CDU-Mitglied van Suntum sieht ALFA als „Zünglein an der Waage“

Hauptredaktion [ - Uhr]

Der Münsteraner Wirtschaftsprofessor Ulrich van Suntum soll Spitzenkandidat von ALFA für die Landtagswahl in NRW werden. Das hat der Parteivorstand der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) einstimmig als Vorschlag für den Parteitag im Oktober beschlossen.

Der 62jährige Hochschullehrer der Uni Münster ist bereits Landesvorsitzender in NRW und stellvertretender Bundesvorsitzender von ALFA.

Das Votum freue ihn sehr, sagte van Suntum. Es gebe sehr hohe Hürden für eine junge Partei, sich zu etablieren. So müssten Tausende von Unterstützerunterschriften im Land gesammelt werden, um überhaupt antreten zu können.

„Aber mit unserer professionellen und starken Mannschaft wird ALFA NRW erfolgreich in den Landtag einziehen“, gibt er sich optimistisch.

Denn NRW sei in fast jeder Hinsicht Schlusslicht unter den vergleichbaren Bundesländern.

„Wir blicken gerade auf 70 Jahre NRW zurück, aber auch auf 50 Jahre SPD- Versagen“, sagt van Suntum.

ALFA kritisiere aber nicht nur, sondern biete auch Lösungen an.

So wolle man die Grundsteuer B abschaffen, mehr Mitbestimmung der Bürger in Land und Kommunen und eine wirkungsvolle Bekämpfung der Kriminalität.

„Die Einbruchsrate ist in NRW fast sechsmal so hoch wie in Bayern, bei der Aufklärungsquote liegen wir dagegen ganz am Schluss“, so van Suntum.

Zudem habe NRW als einziges Bundesland im letzten Jahr kein Wirtschaftswachstum verzeichnet.

„ALFA will, dass der schlafende Riese NRW endlich erwacht“, sagt der Volkswirt, der auch vor seiner Parteikarriere schon als Berater im Landtag sowie im Bundestag tätig war.

Ulrich van Suntum ist in Hamm geboren, im niederrheinischen Velbert aufgewachsen und lebt mit seiner Familie heute im münsterländischen Nordkirchen: „NRW war immer meine Heimat, und ALFA will mithelfen, dieses schöne Land wieder nach vorne zu bringen.“

Zurzeit gebe es nach den Wahlumfragen keine stabile Koalitionsoption im Landtag.

Seine Partei ALFA könne hier zum Zünglein an der Waage werden.

Man werde nach den Wahlen im Mai deshalb ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

„Extreme Parteien, ob links oder rechts, braucht in diesem Land keiner“, sagt van Suntum, der früher einmal CDU-Mitglied war.

ALFA sei die neue Partei der Mitte und damit „die seriöse Alternative zur desaströsen Politik der Damen Kraft und Merkel“.

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