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„Tour de France“: „Stell Dir vor, es ist ‚Verkaufsoffener Sonntag‘ und die Geschäfte bleiben geschlossen“ • Nicole Finger (FDP): „Reißleine ziehen!“

Bernhard Wilms [ - Uhr]

[22.06.2017] Es ist schon ein Novum, dass eine Verwaltung die Ratsmehrheit veran­lasst, einen verkaufsoffenen Sonntag zu installieren, obwohl es deutliche Zeichen gibt, dass Händler darin keinen Sinn sehen und ihn ablehnen.

So geschehen in der letzten Ratssitzung, als eine Ratsmehrheit gegen die Stimmen der FDP in seiner letzten Sitzung einen verkaufsoffenen Sonntag anlässlich der Tour de France beschloss.

Die Freien Demokraten hatten bereits in dieser Ratssitzung den Eindruck, dass nur sehr wenige Händler öffnen würden und somit ein verkaufsoffener Sonntag ohne Not verjubelt würde.

Jetzt kommt die Bestätigung. Insbesondere innerhalb des Cityrings wird kein Geschäft öffnen.

Wie im Übrigen auch in Rheydt und Odenkirchen, wo schon vor Wochen dem verkaufsoffenen Sonntag am 02.07.2017 eine Abfuhr erteilt wurde.

Das  Citymanagement Mönchengladbach und die großen Einzelhandelsgeschäfte haben auch erneut deutlich gemacht, dass sie eine Öffnung im November anstatt am Tag der Tour de France bevorzugen und fordern.

Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Nicole Finger: „Es wird Zeit die Reißlinie zu ziehen! Kaum etwas kann am Ende für das Image der wachsenden Stadt Mönchengladbach peinlicher sein, als wenn Menschen in Erwartung eines verkaufsoffenen Sonntags in die Stadt kommen und vor geschlossenen Geschäften stehen. Selbst das Minto verzichtet auf die Zwangsbeglückung der GroKo. Der Hauptausschuss muss daher diese Entscheidung korrigieren.“

Um den Händlern die Sonntagsöffnung im November gewährleisten zu können, sei die Änderung des Ratsbeschlusses für den verkaufsoffenen Sonntag am 02.07.2017 zwingend notwendig, damit die Stadt Mönchengladbach die gesetzliche Höchstgrenze zur Offenhaltung an Sonn- und Feiertagen nicht überschreitet.

Die FDP-Fraktion hat daher einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag für den kommenden Hauptausschuss eingereicht.

Dringslichkeitsantrag FDP

Wer auch immer für die Idee eines verkaufsoffenen Sonntag am 02.07.2017 verantwortlich zeichnet, hat ebenso wie die Ratsmehrheit die Quittung für Uneinsichtigkeit – um nicht zu sagen „Sturheit“ erhalten.

Oder gehörte das auch zum „Deal“ mit den Tour-Betreibern?

Die Antwort auf die Frage, warum die GroKo einen solchen vernunftfreien Beschluss fasste, würde die GroKo so beantworten: „Weil wir es können! Wir haben schließlich die Mehrheit!“

Genau auf diese Weise würden diese und viele andere Fragen beantwortet:

  • Warum hat Mönchengladbach sich überhaupt um die Tour-Durchfahrt beworben, obwohl die Kosten und die erheblichen Auswirkungen auf die Masse der Bevölkerung nicht geklärt waren?
  • Warum hat sich Mönchengladbach als Austragungsort für die Fußball-EM 2024 beworben, obwohl … (siehe oben)
  • usw. usw.
2 Kommentare zu “
„Tour de France“: „Stell Dir vor, es ist ‚Verkaufsoffener Sonntag‘ und die Geschäfte bleiben geschlossen“ • Nicole Finger (FDP): „Reißleine ziehen!“”
  1. Korrektur:

    Mit „kein Interesse fürs Rad fahren“, meine ich nur die Tour de Farce, nicht das „richtige“ Rad fahren, das auf vielen Gladbacher Radwegen einem Abenteuer gleicht.

    Sturzgefahr inklusive!

    Rad fahren sehr viele gern und begeistert.

  2. Warum der Quatsch?

    Weil die nur von sich ausgehen und im Klüngel beschlossen haben, dass die sich selbst mal was Gutes tun wollen. Dabei sein und Nasen in Kameras halten inklusive.

    Verkauft wird das als PR-Erfolg und wichtig, wichtig für die Stadt!!!

    Wie viele Arbeitsplätze, die diese Bezeichnung auch verdienen und Neuansiedlungen wirklich Gewerbesteuer zahlender Unternehmen werden daraus resultieren?

    Borussia ist auch ohne den Quark bekannt. Trotzdem kommt deshalb keiner aus der großen weiten Welt deswegen nach Gladbach.

    Krankes Geschwurbel und Wichtigtuerei. Aktionismus pur, den die Bürger zahlen „dürfen“.

    Es muss gespart werden. Koste es, was es wolle.

    Natürlich nicht bei der Gladbacher Möchte-Gern Hautvollee. Die müssen ja auch so ne Art Kirmes und Zirkus haben. Mit vermeintlich weltweiter Aufmerksamkeit, Fotos, Fernsehen alles was ein PR-Herz so begehrt. Geld spielt keine Rolle.

    Zahlen eh‘ die doofen Bürger.

    Noch was: frage in letzter Zeit: Na, auch schon Tour-Fieber?

    Die Resonanz war bis jetzt niederschmetternd. Trotz der teuren Plakatwände, die reichlich überall aufgestellt wurden, haben es immer noch nicht alle mitbekommen.

    Fieber hatte auch keiner. auch kein Interesse. Weder fürs Rad fahren noch die EM.

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