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Reiner Gutowski (Piratenpartei) löst überraschend Partnerschaft mit Ulas Zabci (Die PARTEI) • Mönchengladbacher PiPA-Gruppe beendet • Die PARTEI nimmt Stellung

[21.10.2016] „Auch wenn ich keine Hintergründe kenne – finde ich es sehr schade. Die PiPA-Gruppe MG hatte gute Arbeit geleistet, wie ich mitbekommen hab“ kommentierte „Master Mad“ auf facebook die Erklärung von Reiner Gutowski von heute (ca. 11:00 Uhr), dass er die PiPA-Gruppe verlassen habe.

Dazu erklärt Die PARTEI soeben:

Zum Austritt des Reiner G.

Was ist eigentlich bei den Piraten los? Im ganzen Land scheinen die Orangen Internetgestalten durchzudrehen. Die einen bringen ihren Liebhaber um, die anderen wechseln zur SPD und der aus Mönchengladbach entscheidet sich für das Lügen und Erpressen seiner mehrjährigen Wegbegleiter.

So begab es sich vor gar nicht allzu langer Zeit im Land, in dem die Tulpen und Knospen blühen.

Dort verbrachte die PiPA – Ratsgruppe ein paar romantische Tage in trauter Zweisamkeit von Piraten und PARTEI.

Es wurden sogar beweisende Bildnisse gesichtet, die deutlich belegten, dass Herr Zabci und Herr Gutowski gemeinschaftlich kuschelten.

Harmonie und Heiterkeit füllte die Luft. Man redete und tratschte und lachte und tanzte. So versicherte uns der pirat, dass er die heiße und innige Liebe beider Parteien unbedingt aufrecht erhalten wolle.

Doch die PARTEI war sich angesichts der Komplimente des piraten unsicher. Kuscheln ist ja die eine Sache, aber vier weitere Jahre in einer unglücklichen Ehe weiter zu kopulieren, als wäre nichts gewesen ist die andere Sache.

So sprach der weise Ulas: „Ich gebe dem piraten eine Frist, wenn du in einem Jahr dein Anliegen nicht vergisst und deinem pseudo – liberalen  Kurs entsagst, werden wir darüber nachdenken.“

Der pirat schwieg und sagte nichts.

Und so verließen wir das Land der Tulpen und Knospen unter dem Zeichen der Harmonie in der Hoffnung in einem Jahr in Einigkeit als Partner zur Wahl zu gehen und möglicherweise – sofern der pirat sich ändern würde – eine Wählergemeinschaft zu bilden.

Doch nach der romantischen Zeit in den Niederlanden wachten wir aus unserem Märchentraum einer gemeinsamen Zukunft, die uns von dem piraten versprochen wurde, auf.

Der pirat zeigte alsbald sein wahres Gesicht.

Nachdem die Große Kooperation aus CDU und SPD den Fraktionen und der Gruppe eine garantierte Mitgliedschaft in den Verwaltungsräten der mags und der ITK Rheinland anboten, beanspruchte der größenwahnsinnige pirat beide Plätze der piPA-Ratsgruppe für sich.

Der pirat hat sein Bedürfniss nach einer Wählergemeinschaft über Nacht verworfen um seine Machtansprüche sicherzustellen.

Aber auf welchem Fundament wird der pirat seine Macht bauen? Wird er seine große nicht vorhandene Gefolgschaft der piraten motivieren?

Wird er seine neuen Freunde bei der CDU anbetteln?

Wir sind sehr gespannt mit welcher Partei der pirat geheime Deals hat und mit wem er möglicherweise in Zukunft zusammen arbeiten wird.

Aber das werden wir am Montag in der Ratssitzung erfahren. Wir finden das verwerflich, Die PARTEI mit solchen Methoden zu erpressen.

Vor allem, wenn der pirat bei unserer Klausurtagung den Wunsch geäußert hat, im Jahre 2020 mit uns eine Wählergemeinschaft zu bilden.

So zeigt uns der pirat seine beiden Gesichter.

Wir sind enttäuscht. Maßlos. Menschlich. Professionell.

Massive Zugeständnisse unsererseits.

Das Aushalten von gebrochenen Absprachen. All das wurde jetzt belohnt, mit Lügen und Verrat.

Wir wünschen der FDP viel Spaß mit ihrem neuen Kollegen und hoffen das das junge, neue und frische Image der FDP nicht unter dem alten Handeln und alten Denken des Reiner Gutowskí leidet.“ (Ende der Erklärung)

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Reiner Gutowski (Piratenpartei) löst überraschend Partnerschaft mit Ulas Zabci (Die PARTEI) • Mönchengladbacher PiPA-Gruppe beendet • Die PARTEI nimmt Stellung"

#1 Kommentar von Torben Schultz am 21. Oktober 2016 @ 21:17

Nun hat auch Herr Gutowski sich nach seinem morgendlichem „Ich bin dann mal weg“ Post auf Twitter und Facebook noch mal in einem Video zu Wort gemeldet:

[1]

Dazu habe ich auf Facebook etwas geschrieben, was ich dann hier mal einfach rein kopiere:

Das setzt jetzt noch allem die Krone auf!

Reiner Gutowski​ begibt sich in die „Opferrolle“, eine Die Piraten-PARTEI Ratsgruppe Mönchengladbach​ hätte ihm einen Exorzismus aufgezwungen.

Ich habe mich bisher nur ganz kurz geäußert und gesagt, dass ich befürchte ein Gerangel um Posten hätte Reiner dazu bewegt nun plötzlich die Gruppe zu sprengen.

Dies fanden manche schon voreilig, aber es wurde zumindest nun von einer Seite so bestätigt.

Das Verhalten von Reiner dürfte gegen jegliche Intention der Piratenpartei​ sein als sie sich gründeten. Und er hat dem bisher nicht widersprochen und ich habe diese Tendenzen als doch eher Involvierter mehrfach gemerkt und hin und wieder auch thematisiert.

Somit war meine erste Äußerung weder Schlammschlacht noch spekulativ!

Viel mehr hätte ich mir gewünscht, dass Reiner nun die Chance nutzt und seine Sicht schildert … tut er nicht … er stellt sich nun als Opfer da 🙁

Dabei vergisst er aber sehr wohl, dass die Gruppe Angestellte hat (nämlich Christian Ibels​) und dieser heute morgen mit einem Facebook-Post und einem Tweet arbeitslos wurde (bedingt zumindest, tatsächlich hat er noch eine „Galgenfrist“ bis alles rechtlich wirksam wird).

Da die Probleme ja nun nicht neu sind, hätte ich mir da einen anderen Umgang von einem Piraten gewünscht!

Auch weil die PiPa ohne Frage sehr viel erreicht hat und noch am kommenden Montag hätte einen mit Rats-TV und fairer Besetzung von AöR & ITK-R drauf gesetzt hätte!

Das Rats-TV wird trotzdem ihr vermächnis bleiben, aber die faire Besetzung ist nun hinüber und das darf – ja muss – sich Reiner ganz alleine auf die Fahnen schreiben.

Er glaubt wohl seine Schäfchen im trocknen zu haben, vermutlich über die FDP Mönchengladbach​.

Das sei ihm gegönnt wenn er sich denn so politisch gewandelt hat.

Seinen ehemaligen WählerInnen und der ganzen Demokratie hat er damit aber einen „Bärendienst“ erwiesen und das ist ziemlich „un-piratenhaft“!

Schade 🙁

#2 Kommentar von Pluto am 22. Oktober 2016 @ 08:58

Wieder lerne ich einen aufstrebenden Jungpolitiker kennen, dem aufgrund bestimmter Eigenschaften eine glänzende Karriere bevorsteht.

Das Dumme daran ist nur, das mit solche Menschen die Lust an der Politik vergällen.

Das er der FDP beitreten will wundert mich nicht.

Habe ich doch von ihm den Eindruck gewonnen, dass er sich auf glänzendem Parkett wohler zu fühlen scheint als auf den Planken eines Schiffes.

Wenn ich mir die Schlagzeilen der letzten Zeit in Erinnerung rufe über Pofalla, Tauber, Brunner, Hinz etc., dann frage ich mich, ob solcher Art auffallende Politiker nicht zum „Idiotentest“ geschickt werden sollten.

#3 Kommentar von M. Angenendt am 25. Oktober 2016 @ 17:06

Ob Gutowski oder Zabci zum „Idiotentest“ soll wie andere Politiker auch (wie von Pluto beschrieben) wird sich noch rausstellen.

Über die Hintergründe der Trennung ist nicht wirklich viel bekannt. Hat wohl nicht mehr gefunzt.

Ob das nur mit Schäfchen im Trockenen haben zu tun hat?