Symptome der Macht • Teil XXXIII: Was Mönchengladbacher sich gut merken sollten • Neues SPECIAL „gegen Mönchengladbacher Vergessen“

Glossi [ - Uhr]

[10.12.2017] Hallo Leute, ist es Euch auch aufgefallen, dass die Ratsmehrheit aus CDU und SPD uns, beginnend unmittelbar nach der Kommunalwahl 2014, so viele Themen kurz hintereinander präsentiert, dass man kaum noch nachkommt?

Da werden in Serie dank der übergroßen Mehrheit hektisch unausgegorene Beschlüsse gefasst, von denen die GroKo selbst nicht weiß, welche Kosten sie damit erzeugt.

Da werden den Bürgern Gebührensenkungen vorenthalten, um der fixen Idee nachzurennen, Mönchengladbach könne und müsse zur saubersten Stadt in NRW werden.

Da werden kommunale Steuern und Gebühren erhöht, weil ganze Verwaltungseinheiten in ein weiteres städtisches Unternehmen – eine A ö R – verschoben werden sollen, ohne auch nur im Geringsten nachzuweisen, dass eine solche Maßnahme dem Bürger und dem städtischen Haushalt irgendeinen Nutzen und vor allem Kostenersparnis oder gar tatsächliche Verbesserungen bringen wird.

Da wird die Verwaltung mit Planungen für ein Rock-Konzert im JHQ blockiert, obwohl von Beginn an erkennbar war, dass CDU und SPD sich auf einen Berg versteigen würden, den sie besser („lieber“) gar nicht erst hätten versuchen sollen zu erklimmen  und auf dem sie sich in der Höhenluft regelrecht verrannten.

Nennt man auch Höhenkoller oder Höhenrausch (high-altitude euphoria).

http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/hoehenkoller

Und weil das mit dem Rock nicht funktionierte, war die GroKo auch direkt Feuer und Flamme, als zwei Möchtegern-Manager aus dem Nichts auftauchten, das fantastische Projekt „Seasons“ präsentierten und auch gleich von schwerreichen Investoren aus dem Morgenland schwadronierten, die bis heute noch nicht gesichtet wurden.

Damit noch nicht genug.

Der „Beamte auf Zeit“, Hans Wilhelm Reiners, setzt mit Hilfe seines politischen „Gefolges“ noch einen drauf.

Er beansprucht ab 2020 die Anrechnung seiner Zeit als (Sport-)Redakteur bei der Rheinischen Post auf seine Pension, was ihm sage und schreibe ein monatliches Mehr in Höhe von 2.500 EURO einbringen soll.

Denn, man staune, diese vier Redaktionsjahre trugen zu Reiners „politischer Entwicklung“ bei! So zumindest die abstruse Erklärung für die Anrechnung.

Quasi im gleichen Atemzug appelliert er an die städtischen Mitarbeiter in Kindertagesstätten, doch bitte Zurückhaltung bei ihren Forderungen nach einer besseren Bezahlung zu üben, weil es der Stadt finanziell so schlecht gehe.

Soviel zum „Saubermann-Image“ unseres OB.

Und warum das Ganze jetzt, obwohl doch bis zur nächsten Kommunalwahl 2020 noch soooooooo lange Zeit ist?

Ich glaub‘, ich weiß warum.

Die meisten GroKo-Akteure meinen wohl, dass die Mönchengladbacher nur ein Kurzzeitgedächtnis haben und schnell vergessen, welche Kuckuckseier diese Politiker ihnen ins Nest legen, nur um Egotrips zu befriedigen.

Als die CDU vor der Kommunalwahl 2009 (damals noch mit der FDP) mit „Giesenkirchen 2015“ und einiger anderer Ereignisse auf die Nase fiel, ließ sie Ihre Idee, um das Rheydter Rathaus herum eine zentrale Verwaltungsstelle bauen zu lassen, in der Versenkung verschwinden und damit auch 500.000 EURO Planungsmittel, von denen niemand weiß, wo sie im Haushalt untergegangen sind.

Aus dieser Schlappe haben Dr. Schlegelmilch & Co. ganz offensichtlich die Erkenntnis gezogen, dass es klüger ist, kurz vor einer Kommunalwahl nichts mehr anzupacken, womit sie die Wähler vergraulen könnten.

Gemeinsam mit dem damaligen Erz-Gegner SPD glauben sie nun, es cleverer zu machen und Dinge ganz fix zu erledigen, die ihnen 2020 politisch schaden könnten.

Dass davor – nämlich 2017 – noch mindestens zwei Wahlen anstehen, scheint sie nicht zu interessieren. Glauben die vielleicht, dass es dann nur um Fragen der Landes- und der „großen“ Bundespolitik geht?

Wenn die sich da mal nicht irren.

Tja, jetzt hat man mich also zum Beobachter und Sammler gemacht, die Darbietungen der GroKo im Allgemeinen und CDU und SPD im Besonderen, wie so ‘ne Art Chronist aufzuzeichnen und das Ganze in einem SPECIAL „Mönchengladbacher sollten nicht vergessen, dass …“ aufzustellen.

Mal sehen, was da so zusammen kommt.

Wenn Ihr demnächst sehen wollt, was ich gefunden habe, dann klickt auf die Kachel. Wenn auch Ihr ‘ne Idee habt, dann schickt mir ‘ne Mail an glossi@bz-mg.de.

Das wollt‘ ich nur mal angekündigt haben.

Euer Glossi

7 Kommentare zu “
Symptome der Macht • Teil XXXIII: Was Mönchengladbacher sich gut merken sollten • Neues SPECIAL „gegen Mönchengladbacher Vergessen“”
  1. @Rademacher

    Dat möt däm Spaarbook lohnt sesch Hükkzedaach net mi’e.

    Also – dat möt dam „GvD“ als „Fraktiunsjeschäfts“führer“ – dä ömmelije Jrinser soll doch tatsäschlisch jät führe?

    Esch meen, dat dä blos e paar Lüüt dohin „führe“ kann, wo se fotejrafeert wä’ede!

    Dä wed doch von däm „Schuumschläjer“ uutjelaach, wenn dä enns jät ejenes meene soll. On dä „Fiffi“ deet dann och noch enns jät kläffe.

    Äver dat möt däm Pateibook stemmp, on do kütt et sesch och noch op de Värf (Farbe) aan!

    @M. Angenendt

    Esch senn dä sälde „GvD“ all am Marienplaz möm Hoot erömm loope on de Lüüt anbättele weil hä sesch kee Stökk Vleesch (Fleisch) en de Pann mi’e leiste köss.

    Dä „GvD“ deet mesch jo all esu leed, dat esch hee all enns et Sammele aanvang. Esch donn de Wenkeier *) op Siit. Joot – möt de Tiit vange se an ze Stenke (Stinken) – jenau esu an ze Stenke wie däm „GvD“ si Jebaare.

    *) Windeier ohne Kalkschale – nur mit dünner Haut

  2. @ Rademacher

    Das mit den Büchern stimmt.

    Beste Investition ever in Mitgliedbeitrag für CDU mit sagenhafter Rendite, die beim Zocken fast nicht besser ausfallen kann.

    Lohnt sich also doch en Parteisoldat zu sein.

    Was kriegt die Partei so vom Bürgermeistergehalt und später von der Pension?

    Dann noch diese unfassbare Großzügigkeit und Bescheidenheit des OB! Er verzichtet ganz freiwillig auf die Anrechnung der 4 Jahre als Sportredakteur bei der RP! RESPEKT!

    Problem: hoffentlich reichen die 6.000 € Pension! Das könnte arg knapp werden mit monatlich 500 € weniger!

    Der GvD wird sicher vorher Alarm machen, bevor er hungern muss, dann können wir immer noch für ihn sammeln. Schließlich reibt er sich tagein tagaus bis an die Grenzen der Belastbarkeit aufopferungsvoll für unser aller Wohl auf!

  3. @ Noch enne Buer

    Sie zitieren Adenauer:

    „Mr kennt sesch – mr höllep sesch“.

    Dem GvD ist jetzt super geholfen! Als Fraktionsgeschäftsführer und früherer RP-Redakteur wäre die Pension nur eine Rente gewesen und sehr viel kleiner ausgefallen!

    Da kann man sehen, was Bücher alles bewirken.

    Bücher machen schlau.

    Sparbücher können reich machen, muss man aber selber füttern.

    Parteibücher bringen richtig Geld und ne richtig fette Altersversorgung obendrauf die man selbst niemals hinbekommen hätte!

  4. Do send mesch äver de Troone (Tränen) jekomme!

    Dä jlabbacher „GvD“ (Grinser vom Dienst) vrzischtet op janze veer (4) Joor vörr sinn Rente.

    Dat es bestemmp net op sinne ejene Mees (Mist) jewaaße.

    Nu bönn esch äver enns jespannt, wann do he en Jlabbach enn nö’e Firma jejründet wed, esu no däm Motto „MG – SB“ mr köss och saare: „Jlabbacher Sällefbedienung“.

    Dä sälde „GvD“ mot doch och enns örjeswo ongerjebreit wä’ede. Dä mot doch die veer Joor op enn angere Ställ wi’er erenn ho’ele.

    On wat saare die Angere? Esch meen die Schuumschläjer möt de Fiffis.

    Jott – wat hand die vörr enne Start hin jeleit – do sen Dänne de Reepe (Reifen) duur jedri’ent – vörr lauter Kwalm on Stoof (Staub) so’ech mr jo janiks mi’e.

    Nu hat sesch dr Stoof jät jeleit on mr kann enns kikke, wat do von jebli’eve es: Esch söök (suche) emmer noch – och möm Fernjlas veng esch niks – dä ö’evischte (oberste) Schuumschläjer höt et bääs möt sinne Schlejel jät Sahne jeschlaare, do hödden och de Fiffis jät von läkke könne.

    Möt sälde Vänsches träkk (ziehe) esch kenne Herring vom Dösch – on mimm Hönner läje wännijer Eier wenn de Vänsches opjetrokke send.

    Nu soll Jlabbach jo de „sauberste Stadt“ wä’ede – do mot esch mesch äver enns vroore, op wat vörr e Jebiet?

    Tällt (zählt) dat blos vörr dr Dräkk or es och dat „Hänkesopphalde“ (Händchenaufhalten) jemennt? Vrö’er heschden dat „Handsalbung“.

    Wie seiden dä Adenauer? „Mr kennt sesch – mr höllep sesch“.

  5. Heftig, was hier so abgeht!

    In so kurzer GröKoZ-Zeit (größte Koalition aller Zeiten) schon soviel Unsinn. Auch eine Leistung … 🙁

    Oberbürgermeister? Kein „Lehrberuf“ sondern eher Leerberuf.

    Einer der Jobs, den Politiker oder besser „verdiente“ Parteimitglieder zugeschanzt bekommen, auch wenn sie den gar nicht ausfüllen können, aber eben das richtige Parteibuch haben. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen – allerdings nicht in dieser Stadt.

    Ob vorher Bude oder jetzt Reiners, beide hochdotierte Lehrlinge, die vielleicht am Ende ihrer Amtszeit einigermaßen kapiert haben, wie Verwaltung funktioniert, eine solche aber immer noch nicht qualifiziert führen können.

    Wie auch!

    Bei Bude dachten die SPDler damals, der kann Verwaltung, weil der mal bei der Deutschen Bundespost war (als die noch öffentlich rechtlich war). Die vergaßen zu fragen, was der dort gemacht hatte.

    Keine Ahnung, ob das Leiten der Kleiderkammer und dann Fraktionsgeschäftsführer per se als Qualifikation gelten.

    Reiners? Sportredakteur und dann Fraktionsgeschäftsführer. Dieselbe Frage: per se geeignet?

    Behaupte mal ganz klar: nein!

    Vorher hatten die 3-4 Leute (inkl. Halbtagsstellen oder Aushilfskräften) Personal zu „managen“. Als OB mehr als 3.000 in diversen Abteilungen und vor allem Fachrichtungen.

    Wäre interessant wie diese Herren ein Assessment-Center, das in der freien Wirtschaft schon bei Positionen mit geringeren Anforderungen und Gehältern verlangt wird, abgeschnitten oder überhaupt überlebt hätten.

    Muss für viele Verwaltungsangestellte mit (nicht nur) entsprechender Ausbildung und Qualifikation echt toll sein, einen Chef zu haben, der zwar kraft seines Amtes Vor-gesetzter ist, in des Wortes wahrster Bedeutung, aber keine Ahnung hat und davon jede Menge.

    Hauptsache die Kasse stimmt.

  6. Für die Aktivitäten der GroKo gibt es den Begriff Aktionismus.

    Der tritt immer dann zu Tage, wenn man die eigene Unfähigkeit überdecken will.

    Damit wäre also das erste Jahr erklärt.

    Was das Projekt „Seasons“ angeht, wäre zumindest die CDU gut beraten gewesen, wenn sie sich an die Weihnachtsgeschichte erinnert hätte.

    Zwei Manager mit schwerreichen Investoren an der Hand reichen nicht. Es müssen drei aus dem Morgenland kommen, und die werden auch noch durch einen Stern angekündigt.

    Mir ist dergleichen am Mönchengladbacher Himmel jedenfalls nicht aufgefallen. Was unseren OB angeht, bin ich zweimal entsetzt. Erstens wegen der Abzocke, die sich für vier Jahre RP in 2500 Euro Pension pro Monat auswirkt.

    Zweitens wegen der Begründung. Wie sieht denn die politische Entwicklung aus? Ich mache mir die Taschen voll!

    Ist aber erklärbar. Er war ja in der Sportredaktion. Ich sage nur Spielergehälter, FIFa und so.

    Da trifft es sich doch ganz gut, dass Uli Hoeneß zur Ehrung von Jupp Heynckes eingeladen ist.

    Da kann sich unser OB gleich ein paar Tipps für die Geldanlage geben lassen. Quasi das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

    Wie das halt so ist, wenn Politiker und schaumschlagende Großraddreher zusammen kommen.

  7. Koom jewält on schon wolle se am jru’ete Rad dri’ene. Möt jru’ete Wö’et erömm tööne wat se esu alles op de Been bränge wolle. Nu es dat Rad e bisske jru’et vörr de Fuzzis.

    Dä „Schuumschläjer“ trött wat dat Zeusch hält, on däm sinne „Fiffi“ deet och aff on too enns jätt jaule.

    On et i’esch dä „Jrinseonkel“ – (wänn esch däm sii Jeseet senn, mot esch emmer an enne Zirkus denke) dä sälde OB o.B. hat op ens de Mull op jedonn, on do dann jät eruut jehaue, wat dann en de schwatte Pateizidung stung:

    Zitat: „Reiners lässt Rat seine Pension aufstocken“ on hengereen do dronger:

    Zitat: „Mönchengladbach ist ein echter Saftladen“!

    Do moosden esch enns et i’esch minn Hönner voore jonn.

    Och Jott – dä OB o.B. well mi’e Jeld kriije wenn hä möt sii dusselisch Jrinse opphü’et.

    Dä Dokter von de Hönner säät och emmer „o.B.“, wenn hä niks be de Hönner jevonge hat.

    Do kann mr enns senn, dat dat dusselisch in de Linse Jrinse Jäld bränk.

    Wat möje et i’esch de Schuumschläjer on de Fiffis vörr dat Kläffe kriije?

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