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Blicke hinter die Kulissen von RWE – Teil III: Braunkohle boomt – „Süßer die Glocken nie klingeln …“ [mit Video]

Bernhard Wilms [ - Uhr]

Dass für RWE die Braunkohleverstro­mung „boomen“ kann, liegt auch an einem Vertrag aus dem Jahr 1994 zwischen RWE und der damaligen NRW-Landesregierung, als die SPD noch über eine absolute Mehrheit verfügte.

Ministerpräsident war seinerzeit Johannes Rau, Umweltminister Klaus Matthiesen und Wirtschaftsminister Günter Einert.

Danach wird den vorhandenen Braunkohlenkraft­werken „im Sinne des Klimaschutzes“ eine Bestandsgarantie bis 2030 eingeräumt. Erst danach müssen diese durch neue Anlagen ersetzt werden.

„Die jeweiligen Projekte müssen wirtschaftlich sein“, heißt es in diesem Vertrag.

Dabei ist unter „wirtschaftlich“ ganz offensichtlich nur „im Interesse des RWE-Konzerns“ und nicht etwa „volkswirtschaftlich“ oder gar „energiewirtschaftlich“ zu verstehen.

Mit Zahlen belegt Jörg Bergstedt, dass Deutschland seit Jahren ein „Strom-Export-Land“ ist.
 

 
Zu den Teilen dieser Themenreihe:

Teil I: Die RWE-Geschichte [mit O-Ton & Video]
Teil II: Die Folgen [mit Video]
Teil III: Braunkohle boomt – „Süßer die Glocken nie klingeln …“ [mit Video]
Teil IV: 6 Tricks von RWE • Trick Nr.: 1 „Greenwashing“ [mit Video]
Teil V: 6 Tricks von RWE • Trick Nr.: 2 Klimawandel leugnen [mit Video]
Teil VI: 6 Tricks von RWE • Trick Nr.: 3 Energiewende bremsen [mit Video]
Teil VII: 6 Tricks von RWE • Trick Nr.: 4 Climate Crime [mit Video]
Teil VIII: 6 Tricks von RWE • Trick Nr.: 5 Hetze gegen Protest [mit Video]
Teil IX: 6 Tricks von RWE • Trick Nr.: 6 Seilschaften [mit Video]

2 Kommentare zu “Blicke hinter die Kulissen von RWE – Teil III: Braunkohle boomt – „Süßer die Glocken nie klingeln …“ [mit Video]”
  1. Klar müssen wir schön abhängig bleiben. Von RWE und den andern Energiekonzernen und dem Staat.

    Das Geld für Energie wird nicht nur von den Energieversorgern benötigt, sondern auch Vater Staat kassiert ordentlich mit. Allein die Mehrwertsteuer und der Anteil der Abgaben, die nur beim Strom 45% betragen, sind Milliardeneinnahmen, auf die unser Übervater keinesfalls verzichten will und kann.

    Ganz zu schweigen von so manchem Schurkenstaat, von dem wir Jahr für Jahr in Milliardenhöhe (glaube es sind so um die 80 Mrd.) Gas und Öl kaufen müssen.

    Was wäre, wenn sich das energieautarke Haus durchsetzen würde? Das gibt es bereits:

    http://www.das-energieautarke-haus.de/energieautarkes-haus/

    http://www.zuhause.de/energiespar-wunder-dieses-haus-braucht-keine-energie-von-aussen/id_51278482/index

    Das Massivhaus kostet 363.000 Euro. Bisher galten und waren solche Häuser unbezahlbar. Der Gegenbeweis ist nun angetreten worden.

    Das wird den Energieunternehmen (und Vater Staat?) gar nicht gefallen.

    Mal sehen, welche Ideen sie entwickeln werden, das zu verhindern oder Energie-Selbstversorger mit irgendwelchen Pseudo-Steuern oder Abgaben zu belegen.

  2. SPD und Kohle – eine lange Geschichte. Aber auch lange Geschichten sollten mal ein Ende haben.

    Einige in der SPD haben das verstanden – die allermeisten nicht. An der Spitze der Kohlebefürworter Hannelore Kraft (Kohle-Kraft) und Siegmar Gabriel. Beide sind für die Kohle, insbesondere die Braunkohle. Was nutzt da ein Aufruf von SPD-Prominenz?:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-10/spd-offener-brief-energie

    der in der Zeit Online aktuell zu lesen ist:

    „Auch die Einführung neuer Subventionen etwa für die Bereitstellung grundlastfähiger Kohle-und Gaskraftwerke (Kapazitätsmarkt) wäre nach Ansicht der Unterzeichner fatal.

    Stattdessen solle sich Deutschland als Trendsetter etablieren und auf Umwelttechnik und die Erneuerbaren setzen.

    Die Branche sei mit 390.000 inzwischen nach der Automobilbranche der zweitwichtigste Industriesektor in Deutschland.“

    Die Unterzeichner:

    „Sechs altgediente Energie- und Umweltpolitiker haben es unterschrieben, darunter der international renommierte Wissenschaftler Ernst-Ulrich von Weizsäcker, die ehemalige niedersächsische Umweltministerin und Greenpeace-Chefin Monika Griefahn, Gesine Schwan und der SPD-Grande Erhard Eppler.“

    Ob es Kraft, Gabriel & Co. interessieren wird? Wohl kaum. Kraft ist doch schon längst umgefallen.

    Die SPD will mitregieren. Dafür darf auch die Energiewende hopps gehen.

    Nicht umsonst hatte Kraft schon Garrelt Duin nach NRW und ins Wirtschaftsministerium geholt. Der ist linientreu was Kohle anbelangt.

    Stattdessen gibt’s dann Kohle für Kohle. RWE und E.ON haben bestimmt schon lange fein säuberlich aufgeschrieben, was sie wünschen und erwarten. Kohle-Kraft braucht das in den Koalitionsverhandlungen (sie agiert dort mit Altmaier) nur noch umzusetzen oder den Text einkopieren zu lassen.

    Bei der Kohle sind SPD und CDU dicht beieinander. Das passt schon.

    Die CDU kann sich, wie schon früher, auch bei diesen Koalitionsverhandlungen voll und ganz auf die SPD verlassen.

    Die SPD kann es nicht lassen und muss unbedingt und um jeden Preis, auch den des Verrats des Mindestlohnes und an den Erneuerbaren Energien, mitregieren. Der Drang nach Macht und an die gut gefüllten Tröge zu kommen ist eben zu groß. Verantwortung übernehmen nennt man das dann.

    Da werden lieber Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren vernichtet (die, die die FDP/CDU noch übrig gelassen haben), statt endlich zu kapieren, dass das Zukunft und Zukunftstechnologie ist und Deutschland damit an der Weltspitze landen könnte.

    Die Politiker, die jetzt mit Macht liebäugeln und noch mehr davon erhoffen, werden für Fehlleistungen niemals zur Rechenschaft gezogen, sondern in vielerlei Hinsicht fürstlich entlohnt und versorgt, auch für all das, was sie im Auftrag und mit Unterstützung von Lobbyisten bewusst und wissentlich verhindert haben. Konsequenzen brauchen sie ja nicht zu fürchten. Risiko und Nebenwirkungen tragen die Bürger.

    Also weiter mit Braunkohle und dem jahrzehntelangen, traditionellen Kohlefilz.

    Ausverkauf und Bankrotterklärung der SPD. Hauptsache, die Kohle stimmt.

    Glück auf!

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