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Blicke hinter die Kulissen von RWE – Teil VII: 6 Tricks von RWE • Trick Nr.: 4 Climate Crimes [mit Video]

Bernhard Wilms [ - Uhr]

RWE-Chef oder wie es heute auf interna­tionalem Parket heißt, RWE-CEO Peter Terium erklärte: „RWE packt bei der Energiewende mit an“ und „RWE wird seinen Beitrag zu einer nachhaltigen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung leisten.“ Wirklich?

Die Frage ist berechtigt, denn gemäß RWE-Aussage sind gerade mal 5% des insgesamt produzierten Stromes erneuerbarer, grüner, umweltfreundlicher Strom.

Da hilft auch anrührende Werbung mit Hilfe des gutmütig und stets freundlich dreinblickenden Energieriesen nichts, die viel mehr suggeriert als reell vorhanden ist. Ein gut gelungener Werbegag in Form eines Zeichentrickfilmes, der sicher einiges gekostet hat. Das war’s aber auch schon.

Die dargestellten Gezeitenkraftwerke besitzt RWE noch nicht einmal. Vielleicht existieren diese auf dem Reißbrett? Aber, was soll’s. Sieht gut und werbewirksam aus, und den Betrachter lullt es hoffentlich genügend ein.

Die Realität ist eine ganz andere. RWE betreibt Greenwashing und mischt auch (wie vermutlich auch andere Energiekonzerne) munter im Zertifikathandel mit. Das Kyoto-Protokoll macht es schließlich möglich.

Wie erklärt RWE auf seiner Homepage (Zitat): „In jedem Fall sind wir an dem Erwerb von Certified Emission Reductions (CERs) aus CDM-Projekten und Emission Reduction Units (ERUs) aus JI-Projekten interessiert.“

Sie verstehen nichts mehr? Machen Sie sich keine Gedanken. Sie sind nicht allein.

Schon diese Bezeichnungen lassen einen Normal-Bürger nicht nur ins Grübeln kommen, sondern lieber direkt die Gedanken davon abziehen.

Dieses Fachchinesisch ist für den nicht damit befassten Laien einfach zu viel und weckt Unwohlsein ob des damit verbundenen Nichtverstehens. Damit will man sich erst gar nicht auseinandersetzen, was eine sehr verständliche Reaktion ist.

Mehr zum Thema RWE-Erneuerbare-Energie-Problem und Zertifikate-Handel folgt in einem gesonderten Artikel.

Bergstedt handelte diesen Punkt unter „Climate Crime“ relativ kurz und bündig ab.

Ähnlich das Thema Biomasse, bei der es um Holzpellets geht, die RWE in einem eigens dafür gegründeten Werk namens RWE Innogy Cogen in Waycross/Georgia/USA, dessen Bau 120 Millionen Euro kostete, produziert. Von dort sollen tonnenweise Holzpellets nach Europa verschifft werden.

Insbesondere für das sogenannte Biomassekaftwerk in Tilbury/GB, in einem Dinosaurier von 1969, sollten neben Kohle auch Pellets (Cofiring) verfeuert werden.

Es sollte ein Vorzeigeprojekt werden, wurde zwischenzeitlich aber von RWE eingestampft.

Das Werk soll am 31. Oktober 2013 geschlossen werden.

Wer die Kosten auch für dieses Abenteuer letztendlich bezahlt ist klar: der Verbraucher, denn auch Verluste finden ihren Niederschlag in der Preiskalkulation.

Marktbestimmende Energieunternehmen können sich das erlauben. Noch!

 


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