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Wand oder Wall, RWE-Power ist es egal – Wanloer votierten mehrheitlich gegen die Wandlösung [mit Bildergalerie]

Hauptredaktion [ - Uhr]

P1090601„Da es Ihnen egal ist, ob ein Wall oder eine Wand gebaut wird, bauen Sie den Wall und sparen dabei noch viel Geld“, meinte gegen Ende einer der etwa 150 Teilnehmer der Informationsveranstaltung von Stadt und RWE Power am vergangenen Donnerstag (21.07.2011) zu dem Vorschlag, den geplanten Immissionsschutz-Wall durch eine Lärmschutzwand zu ersetzen.

Der anschließende Beifall machte deutlich, dass – bis auf wenige Ausnahmen – die Wanloer sich gegen die Lärmschutzwand aussprechen.

P1090595Markus Kosma (im Bild links), Leiter der Tagebauplanung und Umweltschutz bei RWE Power, hatte in seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion mehrfach erklärt, dass RWE Power durch die Variante „Wand“ keinerlei Vorteile hätte. Lediglich eine „Optimierung“ der Anordnung der Sümpfungsbrunnen wäre zu erreichen.

P1090572Dieses Thema hatte auch die Lokalzeit Düsseldorf wieder einmal nach Wanlo geführt. Deren Reporter, Peter Rüben, sprach mit einer unmittelbar betroffenen Wanloerin, mit Reinhold Giesen, dem Vorsitzenden der Dorfinteressengemeinschaft Wanlo und mit Markus Kosma: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/lokalzeit_duesseldorf.xml (nur noch bis zu 27.07.2011 zu sehen).

Oder hier zum Reinhören:

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Die unmittelbar von der Wand betroffene Dame sprach von einem gettoähnlichen Zustand.

Giesen konnte die wirklichen Motive von RWE Power, nunmehr eine Wand setzen zu wollen, obwohl es einen genehmigten Wall gäbe, nicht erkennen und Kosma versuchte die Vorteile der Wand damit zu begründen, dass die Wanloer durch die Wand „auch“ gegen die Immissionen von der neuen L 354n geschützt würden.

P1090597Demgegenüber hatte Wilhelm Höfener (2. v. re.), verantwortlicher Planer für diese Straße bei „Straßen NRW“, deutlich gemacht, dass die prognostizierte Belastung von ca. 2.200 Fahrzeugen pro Tag keine Lärmschutzwand erfordere. Dies sei selbst bei einer Verdopplung der Verkehrsbewegungen nicht der Fall, weil dadurch die Lärmbelastung „nur um 3 dBA“ steigen würde.

Zuvor hatte Kosma mit einer großen Zahl von Präsentationsfolien, den Besuchern einen Überblick in die Entwicklung des Tagebaues Garzweiler II gegeben. Hier ein Auszug:

icon-vollbild TIPP: Klicken Sie unterhalb des Bildes auf dieses Icon, um die Slideshow im Vollbildmodus anzusehen

Viele Informationen waren, wie er erklärte, eine Wiederholung aus der Informationsveranstaltung im Oktober 2010, Seinerzeit ging es nur um die Thematik Sümpfungsbrunnen. Die damals in Aussicht gestellte weitere Veranstaltung, eben zu diesem Komplex, hat bislang nicht stattgefunden.

Die Veranstaltung zum Thema „Immissionsschutz“ war nicht auf Initiative der Verwaltung oder RWE zustande gekommen.

Sie wurde auf Verlangen der Mitglieder der BV West, des Umweltausschusses und des Planungs- und Bauausschusses organisiert; Dr. König (RWE Power) hatte in der Sitzung der BV West auf diese Forderung „eher verhalten“ reagiert: http://www.bz-mg.de/stadtbezirk-west/aus-der-bv-west/immissionsschutz-fur-wanlo-wand-oder-wall-das-ist-hier-die-frage.html

P1090641Nach gefühlten 45 Minuten kam Kosma „auf den Punkt“. Für die meisten Teilnehmer überraschend stellte er das Ergebnis eines Vergleichsgutachtens „Wall oder Wand“ vor, wonach im Ergebnis beide Varianten unter der Überschrift „Lärm“ die gleichen Immissionsschutzwirkungen für Wanlo haben sollen.

Verwundert stellte in diesem Zusammenhang Ratsherr Thomas Diehl (Grüne) in der Aussprache fest, dass nun plötzlich ein Gutachten vorliege, das vor etwa drei Wochen von Mitgliedern des Umweltausschusses erbeten worden sei.

Damals hatten RWE Power, Umweltdezernent Bernd Kuckels (FDP) und Weinthal (wie schon Olaf Holtrup, Mitarbeiter im Fachbereich Umwelt, in der BV West) uni sono erklärt, ein solches Gutachten gäbe es nicht.

Es könne auch erst in Auftrag gegeben werden, wenn eine Entscheidung pro Lärmschutzwand vorliege. Die höchst eigenwillige Begründung war, dass man, wie alle Drei immer wieder betonten, dem Bergbautreibenden keine „zusätzlichen“ Kosten zumuten könne, wenn noch keine Entscheigung pro Wand gefallen sei.

Im Zusammenhang mit dem Gutachten nahm Diehl Bezug auf eine Äußerung von Kosma zu Beginn der Diskussion, er wisse nicht, wie er das Misstrauen der Bürger ausräumen könne, und fragte: „Fragen Sie sich doch einmal, warum hier Misstrauen herrscht“.

Der Erklärungsversuch Kosmas, das sei auch nur ein erster kurzer Entwurf des Gutachtens, erschien nicht besonders zufriedenstellend.

Bemerkenswert war die Wortmeldung eines älteren Wanloers, der eindringlich auf die Nachteile der Wand für die Wanloer hinwies. So bezweifelte er, dass eine sinnvolle Begrünung der Wand überhaupt möglich sei, weil die Wanlo zugewandte Seite der Wand die Nordseite ist und daher kein Sonnenstrahl das Grün erreichen werde.

11-07-22-hallenhöheMit Hinweis auf die Höhe der Mehrzweckhalle verdeutlichte er, dass die Wand mit sieben Meter Höhe, erheblich höher würde, als diese Halle.

Seiner Argumentationen gegen die Wand folgten die meisten Teilnehmer mit Applaus.

Ebenfalls bemerkenswert und mit großem Beifall bedacht war die Äußerung der 11jährigen Carolin. Sie wies darauf hin, dass sowieso schon wenige Tiere in der Gegend seien und sah durch den Wall die Möglichkeit, dass sich durch die Bäume mehr Vögel ansiedeln könnten. Sie sei gegen die Wand.

11-07-21-fazitObwohl die Lärmimmissionen durch den Verkehr auf der L 354n nicht von Relevanz sind, hob Kosma in seinem Fazit die Wirkung der Lärmschutzwand als einen Vorteil für Wanlo hervor.

Für SPD-Ratsherr Uli Mones war das Ergebnis dieser Veranstaltung klar. Er sagte bei seiner Wortmeldung mit Bezug auf die Beratungsvorlagen, dass er bisher keine einzige positive Wortmeldung habe feststellen können. In der Vorlage heiße es, dass, wenn die „Wandlösung“ keinen Anklang bei den Bürgern finden würde, es bei der Dammlösung bliebe.

„Das Meinungsbild hier ist eindeutig“, sagte Mones, was ebenso mit Applaus bedacht wurde, wie sein Zitat aus der Beratungsvorlage.

Unter diesem Gesichtspunkt dürfte es „keine positive Rückmeldung“ der Stadt in Richtung RWE Power geben, meinte Mones gegenüber BZMG.

Das dürfte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Ralph Baus (FDP) auch so gesehen haben, der insbesondere die Wortmeldungen aufmerksam verfolgt hatte.

Weinthal erwiderte Mones dazu, dass nun die Politik gefragt sei, eine Stellungnahme abzugeben und bezog sich in diesem Zusammenhang auf einen so genannten „Runden Tisch“, erläuterte diese „Institution“ jedoch nicht.

Gegen Ende der Diskussion schien Barbara Weinthal sichtlich davon angetan zu sein, einem ortsansässigen Landwirt und Grundbesitzer noch als letztem das Wort erteilen zu können, von dem sie wusste, dass er einer der wenigen Wanloer Befürworter der „Wandlösung“ ist.

windrad-001Dieser hatte sich im Verlauf der Diskussion echauffiert, als eine Teilnehmerin auf die Problematik von Sümpfungsmaßnahmen im Bereich der Standorte der „Windräder“  hinwies, weil dort wegen dieser „Windenergieanlagen“, wie es korrekt heißt, wesentlich weniger Brunnen platziert werden können als erforderlich, und deshalb die Ortslage Wanlo zusätzlich mit diesen belastet werden müsse.

Dieser Landwirt gehört zu den Teilnehmern des so genannten „Runden Tisches“, den Weinthal mehrfach nannte. Er soll Eigentümer einer landwirschaftlichen Fläche sein, die an die Betreibergesellschaft einer der Windenergieanlagen verpachtet ist, an der er auch beteiligt sein soll.

Wer sich um diesen „Tisch“ versammelt, blieb im Dunkeln.

Gleichwohl forderte Weinthal – äußerst ungewöhnlich für eine Mitarbeiterin der Verwaltung – die Teilnehmer auf, diesem „Runden Tisch“Vorschläge zu unterbreiten, damit man „dort damit weiter arbeiten könne“.

Vor diesem Hintergrund hat BZMG Barbara Weinthal um Beantwortung dieser Fragen gebeten:

  1. Wer hat den „Runden Tisch“ initiiert?
  2. Wer sind die Teilnehmer des „Runden Tisches“?
  3. Welche Zielsetzung hat der „Runde Tisch“?
  4. Welche Legitimation und Motivation haben Sie, da Sie offensichtlich Teilnehmerin sind?
  5. Welche Legitimation und Motivation haben die übrigen Teilnehmer?

Die Beantwortung dieser Fragen ist schon deshalb von besonderem Interesse, da Weinthal die Meinung vertrat, dass dieser „Runde Tisch“ eine gute Lösung sei, und sich auch zukünftig zum Thema „Braunkohletagebau“ treffen und beratschlagen solle, blieben da nicht die Fragen nach einer Notwendigkeit eines „Tisches“ zum Thema „Wall oder Wand“ und dessen Zusammensetzung und Legitimation.

P1090657Nicht nur zu dazu gab es nach der Veranstaltung offensichtlich weiteren Gesprächsbedarf. Während die Halle wieder aufgeräumt wurde, wurde an verschiedenen Stelle heftig weiter diskutiert.


25 Kommentare zu “Wand oder Wall, RWE-Power ist es egal – Wanloer votierten mehrheitlich gegen die Wandlösung [mit Bildergalerie]”
  1. Schade!

  2. Danke!

  3. Weil die Diskussion durch entsprechende Äußerungen abzudriften droht, haben wir versucht, mit Arnd Liber per eMail Kontakt aufzunehmen.

    Diese eMail konnte nicht zugestellt werden: „Undelivered Mail Returned to Sender“.

    Somit mussten wir unter rechtlichen Aspekten – wie auch schon in anderen Fällen praktiziert – den BZMG-Account von Arnd Liber löschen, da eine durchgehende Identifizierung nicht gegeben ist.

  4. @Herr Liber, (kurzer Nachtrag)

    sollten sie sich doch entschließen, sich mit mir direkt unterhalten zu wollen, liegen meine Kontaktdaten der Redaktion vor und die Redaktion darf sie auch an sie weiter geben.

  5. Eigentlich wollte ich diesem Kommentator ja nicht mehr antworten, da ein solches Niveau eigentlich keiner weiteren Darstellung hier bedarf.

    Aber der letzte Kommentar von Arnd Liber (oder wie auch immer er heissen mag) schlägt dem Fass ja wohl den Boden aus.

    Er schiesst mit Verbalinjurien um sich, deren Bedeutung, wohl auch aus juristischer Sicht, ihm in keiner Weise geläufig sind.

    Unterstellungen, auch ansatzweise Beleidigungen, sind ausschliesslich von einem Kommentator, so man ihn so nennen kann, zu lesen.

    Frau Huber und auch ich haben ihnen angeboten, zu einem Gespräch bereitzustehen. Dafür fehlt ihnen aber wohl scheinbar die Courage und auch die dafür notwendigen Argumente.

    Sie kritisieren um des Kritisierens willen.

    Ich habe mir nochmals die Mühe gemacht und alle hier geschriebenen Beiträge gelesen.

    Argumentationen Pro Wall und Contra Wand gibt es genügend. Allerdings nicht von Herrn Liber (wer auch immer er sein mag).

    Ich kenne einige der hier zu lesenden Kommentatoren und ich weiss, dass diese konkreten Argumenten, auch wenn sie zu den Eigenen konträr verlaufen, immer offen, mit Toleranz und Verständnis gegenüber stehen.

    Aber es ist wie so oft im Leben. Wer das Gesprochene nicht versteht, greift den Sprecher an.

    Zitat: „Sie sagen: „wenn jemand wie Frau W…“

    Das ist für mich eine Ehrabschneidung, ich schreibe doch auch nicht über Sie:

    „Wenn jemand wie Frau Steffens…“

    Wäre das eine Ehre für Sie?

    Zitat Ende

    Wenn jemand wie Frau Steffens ihre Schreiberei „zerlegt“, ist das ihr gutes Recht und auch ihr Wille.

    🙂 Ich denke mal nicht, dass Frau Steffens dies jetzt als Ehrabschneidung auffasst. 🙂

    Noch eine kurze Anmerkung an Herrn Liber (wer auch immer sich hinter dem Namen versteckt):

    Sie bezeichnen mich als Abenteurer, der aus einem Tagebaugebiet in ein Tagebaugebiet zieht, obwohl er es ja eigentlich nicht wollte.

    Ich gebe ihnen in einem Punkt Recht….. ja, es war mein Wille 🙂 Das Leben spielt eben manchmal makabre Spielchen. Aber jetzt die Frage: Was daran ist Abenteurertum?

    Ich wage zu bezweifeln, dass sie sich je mit den Konsequenzen und den Folgen des Tagebauraubbaus befasst haben.

    Ignoranz hilft nicht immer Unwissen zu übertünchen.

    Dass Wanlo mit den Konsequenzen des Tagebaus leben muss, ist eine unumstößliche Tatsache und dieser Tatsache sind sich, so denke ich mal, auch die meisten Einwohner vollends bewusst.

    Nur müssen die Konsequenzen tragbar und erträglich für die Anwohner sein.

  6. @ Arnd Liber

    „Oder wie Sie wirklich heißen mögen“ – Hallo? Zuerst beschweren Sie sich, dass man unter Pseudonymen schreibt, und jetzt ist’s auch nicht Recht und Sie unterstellen Doppel-IDs? Das ist …. bemerkenswert.

    Der einzige Grund, den Sie hier zum Anlass Ihrer Kritik nehmen, besteht also darin, dass Sie die 20 – 25 von Ihnen als Krawall-Klatscher bezeichneten Menschen, die ihrer Meinung gegen die Wand Ausdruck verliehen haben, nicht als legitime Repräsentanten der Wanloer Bürger akzeptieren. Schön!

    Und wie genau sehen jetzt die Gründe von wie vielen Bürgern Wanlos PRO Wand aus? Diese würden mich doch sehr interessieren. Warum schreiben die eigentlich ihre Meinung hier nicht?

    Wenn ich Sie richtig verstehe, und Sie ja vor Ort mit diesen Befürwortern gesprochen haben, dann müsste es sich dabei doch um eine repräsentative Mehrheit handeln, oder wie wollen Sie verstanden werden?

    Und zum Thema „Ehrabschneidung von Frau Weinthal“.

    Ich bitte Sie…! Meinen Sie das ernst? Wenn ich schreibe: „… jemand wie Frau Weinthal ….“ so war das gewiss nicht „ehrenrührig“ gemeint (um mal in Ihrem anachronistischen Sprachbild zu bleiben).

    Ich bin hingegen davon ausgegangen, dass die Leser durchaus in der Lage sind, diesen Satz (wenn denn überhaupt nötig) entsprechend zu vervollständigen mit: „… jemand wie Frau Weinthal, die ein öffentliches Amt bekleidet, …..“

    So, und das war’s dann wohl mit der „Ehrabschneidung“ oder haben Sie noch weiteren Klärungsbedarf?

    Dazu: http://www.italteam.de

  7. Klarstellung der Redaktion:

    Die Kommentatorin Frau Steffens ist der Redaktion in persona bekannt und nicht identisch mit „Frau H…“

  8. @Heike Steffens

    Oder wie sie wirklich heißen mögen, der Stil gleicht jedenfalls der von Frau H…

    Auch egal.

    Mir reicht ein einziger Grund zur Kritik am Thema Wand oder Wall:

    “1200 Wanloer Bürger werden keinesfalls durch 20 -25 Krawall-Klatscher vertreten. Dazu gehört schon ein wenig mehr.
    Ich für mein Teil habe andere Meinungen gehört als die Unverschämtheiten, die hier verbreitet werden“.

    Diesen Grund habe ich zwar genannt , Sie haben ihn jedoch nicht realisiert. Sie werden ihn sicher umgehend “zerlegen“, bitteschön, nur ran.

    Beweggründe kann man verstehen oder auch nicht.

    Der Stil, der hier praktiziert wird und wurde ist unterirdisch, er unterstellt Unbewiesenes, er beleidigt, damit überzeugen Sie niemanden wirklich.

    Beispiel:

    Sie sagen: „wenn jemand wie Frau W…“

    Das ist für mich eine Ehrabschneidung, ich schreibe doch auch nicht über Sie:

    „Wenn jemand wie Frau Steffens…“

    Wäre das eine Ehre für Sie?

  9. @ Herrn Liber – Nachtrag

    Mir fällt auf, dass Sie zwar gerne und heftig die Meinung und den Stil der hier Schreibenden kritisieren, aber selbst bislang nicht ein einziges Argument vorgebracht haben, mit dem Sie diese ggf. über ihren Irrtum aufklären könnten.

    Haben Sie keine? Dann frage ich mich, aus welchem Grunde Sie dann die nachvollziehbaren Beweggründe der Betroffenen derartig massiv verunglimpfen…

    Kritik nur um des Kritisierens willen ist überflüssig.

  10. @ Herrn Liber

    Das, was Sie hier an Kritik vorbringen ist tatsächlich auf dem Niveau der Bildzeitung. Sie ist polemisch und reißt Sätze aus ihrem Zusammenhang, um somit einen völlig anderen, dem ursprünglichen Sinn entgegengesetzten Eindruck zu erwecken. Das ist unredlich!

    Bei allen Kritikern, die sich bislang hier geäußert haben ist deutlich eine gewisse Frustration und Verdrossenheit zu spüren, die ihnen niemand verdenken kann.

    Man fühlt sich in einer solchen Situation nun mal so, als müsse man gegen die berühmten Windmühlen kämpfen und da sei der eine oder andere sarkastische oder auch zynische Ausdruck erlaubt.

    Ihre selektiven Zitate ergänzen Sie nun Ihrerseits äußerst subjektiv, wobei Sie den ursprünglichen Zusammenhang einfach unter den Tisch fegen.

    Auf diese Weise erzeugt man ganz schnell durch Verdrehung von Tatsachen einen vollkommen anderen Eindruck. Beabsichtigt?

    Nur ein Beispiel Ihrer Zitierkunst:
    „auch noch zu der Aussage verstiegt“, da sollte wohl Redeverbot erteilt werden.“

    Na, wenn das mal nicht eine sehr subjektive Ergänzung ist! Ganz abgesehen davon, lautete der hier relevante Teil des Satzes: „… sich sogar gegen Ende auch noch zu der Aussage verstieg, dass sie von oben aus in den Gesichtern habe erkennen können, dass die meisten für die Wand sind!“

    Der Ausdruck „verstieg“ ist hier mehr als angemessen, wenn jemand wie Frau Weinthal allen Ernstes meint, sie könne die Entscheidungspräferenz der Anwesenden (auch noch aus einiger Entfernung!) aus deren Gesichtern ablesen. Wie lächerlich ist das denn??

    Vor allem vor dem Hintergrund, dass Frau Weinthal da wohl einige Interpretationsschwierigkeiten hatte, ist doch die Mehrheit GEGEN die Wand …

    Letztlich ist es völlig ausreichend, Ihre Statements mit denen der übrigen Schreibenden hier zu vergleichen – scheint so, als stünden Sie recht einsam und auf verlorenem Posten.

    Sie sorgen schon selbst dafür, dass alles im richtigen Licht erscheint, da muss man sich eigentlich gar keine Sorgen machen. Ihre Taktik scheint nicht aufzugehen…. Gut so!

  11. @Herr Krüger

    Sie müssen ein Abenteurer sein, kennen alles Negative des Bergbaues auch aus eigener Erfahrung, wissen um alles Schlechte von Bergbautreibenden – und doch leben Sie in Wanlo, sind ganz bewußt dorthin gezogen.
    Chapeau.

    Sie schreiben :
    Quintessenz aus der Veranstaltung ist dass der Bergbautreibende, um Wirtschaftsland zu gewinnen und auch die Stadt Mönchengladbach, aus welchem unersichtlichen Grund auch immer, die Wand wollen.

    Qiuntessenz aus dieser Veranstaltung ist, dass die absolute Mehrzahl der Wanloer diese Wand ablehnen.

    Jetzt bleibt es abzuwarten, ob Bürgerwille in unserer Stadt zählt.

    Worüber will ein Abenteurer denn noch diskutieren.
    Danke nein.

  12. Sehr geehrter Herr Liber,

    als allererstes werde ich Ihnen, die meisten kennen mich, meine Identität offenlegen.

    H. Krüger, Einwohner von Wanlo und damit unmittelbar Betroffener.

    Weiterhin kann ich ihnen mitteilen, dass ich aus dem Baunkohlegebiet Wolfen-Bitterfeld stamme und ich mir damit zum Teil anmaße, dass ich weiss von was ich rede.

    Ich kenne aus eigenem Erleben Nachterstedt, ich kenne Hoyerswerda. Markkleeberg und einige andere Gruben. Ich weiss um die Risiken und auch die Willkür von Seiten der Bergbautreibenden.

    Auch wenn Sie mich und einige Mitredner als Kravallklatscher bezeichnen, werde ich Ihnen, so sie die Courage dafür aufbringen, zu einem Gespräch bereitstehen. Ich greife damit auch den Vorschlag von Frau Huber auf.

    Ich akzeptiere voll und ganz dass Sie anderer Meinung sind als die meisten Wanloer, aber ich habe so viel Niveau und Anstand, es bei Akzeptanz zu belassen und sie nicht zu diskredittieren.

    Ich kann nicht nachvollziehen auf welcher Veranstaltung Sie waren, was Sie dort gehört haben und vor allem was Sie verstanden haben. Aber auch dies ist alles subjektiv.

    Unabhängig davon….. wieso hatte bis dato noch immer kein „Vertreter“ des sogenannten runden Tisches einen gewissen Körperteil in der Hose sich zu erkennen zu geben?

  13. @Hannelore Huber
    Bitteschön, hier ein paar Ihrer Unverschämtheiten auf „Bild-Niveau“.
    „sämtliche Statements gegen die Wand umzudrehen“ , welch subjektive Unterstellung.
    „auch noch zu der Aussage verstieg“ ,da sollte wohl Redeverbot erteilt werden.
    „klar erkennbar welche Lösung die Verwaltung präferiert“, Maulkorb gefällig weil es nicht passend ist?
    „Es ist absolut unverständlich, wie die Politiker, die in den 1990er Jahren den Braunkohleplan Garzweiler II verhandelten, es zulassen konnten, dass RWE Power (damals noch Rheinbraun, „Power“ klingt viel kraftvoller, dynamischer – positiv?) an Ortslagen, wie jetzt Wanlo, so nah heran auskohlen darf! Ein Mindestabstand von wenigstens einem Kilometer (ob zur Ortsbebauung oder einzelnen Häusern) wäre das Minimum gewesen.“ Hätte es eine Frau Huber damals gegeben, wäre so etwas nie geschehen.
    „Der darf, so scheint, es alles. Haben sich Politiker (ob Kommune oder Land) überhaupt jemals für diese Problematik interessiert oder mit ihr auseinandergesetzt?“
    Wo war Frau Huber damals, warum hat sie damals nichts getan?
    „kommt dieses Vorgehen einer Enteignung der Betroffenen in diesen Bereichen gleich.“, die tun sicher etwas ungesetzliches, das muß verhindert werden.
    usw.

  14. Sehr geehrter Herr Liber,

    vielen Dank für die Einschätzung meiner Person. Sicher können Sie mir sagen was ich auf „Bild-Zeitungs-Niveau“ erzählt, verschwiegen, verdreht, falsch dargestellt usw. habe. Sicher können Sie mir auch mitteilen, welche Unverschämtheiten ich und die anderen Kommentatoren hier verbreiten.

    Sicher können Sie den Lesern und mir mitteilen, wo sich die von Ihnen zitierten 20 – 25 Krawall-Klatscher aufgehalten haben.

    Ihre Behauptungen sind sehr allgemein, nicht konkret und unverbindlich gehalten. Offensichtlich wollen Sie verletzen.

    Ich war in Wanlo. Ich kannte gut 2/3 der Anwesenden unter denen auch die direkt von der Thematik Betroffenen, vor allem die Hausbesitzer, denen die Wand in einem Fall sogar auf das Grundstück gesetzt würde, waren.

    Ich habe erlebt, dass sich alle Anwesenden (auch einige aus Erkelenz, die mit demselben Problem konfrontiert sind) diszipliniert und zivilisiert verhalten, benommen und geäussert haben.

    Sie hatten sich alle, wie es sich gehört, durch Handheben gemeldet und traten dann der Reihe nach an das Mikrofon.

    Von den Kommentatoren sind mir vier bekannt, die ebenfalls alle anwesend waren. Ich kann behaupten, dass es sich nicht um Krawall-Klatscher handelt. Im Gegenteil.

    Bei denen, die sich nach der Veranstaltung noch ca. 1 Stunde in der Halle in Gruppen durchaus normal und in Zimmerlautstärke unterhielten, waren für mich nur bekannte Gesichter und die Herren Kosma und Dr. König von RWE Power.

    Ausserdem habe ich noch eine weitere Meinung, die von der Ihren abweichen dürfte.

    Vor allem diejenigen, die direkt betroffen sind, müssen gefragt werden.

    Besonders empfehlen möchte ich Ihnen, über den Link (mein unten stehender Kommentar) auf der Seite von RWE Power AG einen Blick auf die Luftaufnahme von Elsdorf zu werfen.

    Was ist unverschämt, wenn es Bürger verärgert, was einer ganzen Ortslage zugemutet wird? Ob mit Wand oder Wall möchte ich mit den Wanloern auf gar keinen Fall tauschen.

    Sollten Sie Interesse haben das „Vorbeischwenken“ des Tagebaues bis ca. 2040 aus nächster Nähe erleben zu wollen, bin ich gerne bereit für Sie den Kontakt zu dem Eigentümer des Objektes herzustellen, der die Wand auf seinem Gründstück haben würde.

    Sicher wird er Ihnen sein sehr schönes Haus auch gerne verkaufen, wenn die Wand nicht kommen sollte. Auch dann sind es nämlich nach wie vor nur knapp 200 Meter bis zur Tagebaukante.

    Ich stehe Ihnen sehr gerne zu einem Gespräch zur Verfügung, wenn Sie der Redaktion Ihre Kontaktdaten übermitteln.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hannelore Huber

  15. Wieviel Kommentare sind hier zu lesen? Zehn zur Zeit.
    Diese zehn Kommentatoren sollten zu Allererst einmal ihre tatsächlichen Namen nennen, damit jeder weiß, wer welchen Quatsch hier erzählt.
    Dazu sind hier wohl alle, außer Frau Huber, nicht bereit.
    Also wird erzählt auf einem „Bild-Zeitungs-Niveau“, es wird verschwiegen, verdreht, falsch dargestellt usw.
    War jemand der Kommentatoren in Wanlo dabei?
    Haben diese zugehöhrt?
    Wollten sie überhaupt Zuhören oder wollten sie nur “Krawall-Klatschen“ üben ?
    So hat es sich nämlich für mich Außenstehenden angehört.
    Und so geht es hier auch weiter.
    Es wurde alles das, was sie hier monieren nicht gehört zu haben, genauestens erläutert, sie wollen dies nur nicht wahrhaben.
    !200 Wanloer Bürger werden keinesfalls durch 20 -25 Krawall-Klatscher vertreten. Dazu gehört schon ein wenig mehr.
    Ich für mein Teil habe andere Meinungen gehört als die Unverschämtheiten, die hier verbreitet werden.

  16. Genau das ist der Punkt, Wie kann ein runder Tisch 1.200 Bürger vertreten, wenn kein Mensch eine Ahnung hat, wer denn die „Vertreter“ sind. Es wäre wohl das mindeste diese Information an die Wanloer weiterzuleiten.

    So wird doch nur eine Front „für“ die Wand aufgebaut (RWE, Verwaltung, runder Tisch ??), die aber keinesfalls den Willen der Wanloer Bürger entspricht.

    Es wäre eine Sache des Anstandes, wenn sich unsere s.g. Vertreter endlich zu erkennen geben würden.

    Es ist einfach unglaublich, wie wieder einmal gegen die Interessen der Bürger Front gemacht wird.

    Das RWE nur einem einzigen Interesse zugeneigt ist ist ja nicht unbekannt. Das aber unsere eigene Stadt, die uns eigentlich unterstützen sollte wieder einmal eindeutig gegen die Bürger von Wanlo arbeitet, das finde ich gelinde formuliert unerträglich.

    Da bekommt der Begriff „Heimat“ doch gleich eine ganz andere Bedeutung.

  17. Genau diese Bedenken wegen des weiter an Wanlo heranbaggern wurden geäußert.

    Die Frage wurde ganz konkret an Herrn Kosma von RWE-Power gerichtet und seine Antwort war ein NEIN.

    Nur … warum dann die Wand und der damit gewonnene Landgewinn? Wem nutzt es?

    Den Wanlern weil sie dann von Verkehrlärm abgeschirmt sind?

    RWE-Power weil Fläche gewonnen wird?

    Ich denke mal dass sich diese Frage von selbst beantwortet.

    Frappierend für mich ist auch, dass sich bis jetzt kein „Vertreter“ des sogenannten runden Tisches hier zu Wort gemeldet hat und mal statt einem runden einen reinen Tisch macht.

    Ich kann mir ncht vorstellen, dass kein Mitsitzer diese Beiträge liest. Sollte dies doch so sein, dann kennen sie die Meinungen nicht und sind ungeeignet für auch nur einen Wanloer zu sprechen.

    Oder traut man sich nicht die Mitglieder preis zu geben, weil sie vielleicht, genau wie Frau Weinthal, die Wand und die RWE-Politik promoten?

  18. Noch zwei Informationen aus dem Braunkohlenplan Garzweiler II (Bezirksregierung Köln):

    1. Der Abstand der Abbau-/Verkippungskante von der Sicherheitslinie ist etwa halb bis ganz so groß, wie der Tagebau an der betroffenen Stelle tief ist, mindestens jedoch 100 m.

    Die 100 m sind also nur der Mindestabstand!

    2. Falls in den Wohnbereichen der Tagebaurandlagen die jeweils geltenden Immissionswerte trotz Aufforstungen in der Sicherheitszone und den bepflanzten Schutzwällen nicht eingehalten werden können, ist das Einhalten dieser Immissionswerte im Rahmen des Abwägungsgebotes durch abstandsregelnde Maßnahmen sicherzustellen.

    Das ist der Punkt. Durch die Wand gewinnt RWE automatisch 100 m Abstand. Somit können sie in der Tat viel näher an Wanlo heranbaggern!

  19. Es ist wie immer.

    Die Stadtverwaltung arbeitet im Verborgenen. Informationen werden zurückgehalten.

    Und dann wundert man sich warum protestiert wird. Es gibt keine logische Begründung, um von der Ursprungsplanung abzuweichen! Also warum dann dieser Aufwand?

    Ist man vielleicht dabei, schon heute Teile des zukünfitgen Ufers des Restsees zu privatisieren? Dann passt die Mauer: ab hier kein Zutritt für die Öffentlichkeit.

    RWE setzt sich ständig über alle Vorgaben hinweg! Warum sind die alten Drecksschleuder noch in Betrieb? Eigentilch mussten die alten Kraftwerke mit Beginn von Garzweiler II abgeschealtet werden. Auch das interessiert nicht.

    Wenn sich gewehrt wird, sind es wiedermal die Hinterwäldler im Süden, die der Stadt in die Suppe spucken.

    Da hat Herr Jüngermann ja wieder Munition für sein Käseblättchen.

  20. Dazu nur soviel:

    Es sei Frau Weinthal & Co. dringend empfohlen, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in der täglichen Arbeit ihre unverkennbare „Nähe“ zu RWE-Power aufzugeben und sich die Belange der Mönchengladbacher Bürger zueigen zu machen!

    Es war schon peinlich, wie sie geradezu anbiedernd versucht, die Vorstellungen von RWE-Power zu „promoten“.

    Mittlerweile sollte auch Sie als Mitarbeiterin der Verwaltung (und damit „Diener der Bürger“) erkannt haben, dass RWE und im Besonderen RWE-Power kein „Wohltäter“ der Kommunen und deren Bürger ist. Und erst recht nicht in Sachen Braunkohletagebau!

    Wenn schon Herr Kuckels als Umweltdezernent diese Entwicklung nicht stoppt, dann ist es am Oberbürgermeister, zu handeln!

  21. Es gibt ja die Erkenntnis dass wir die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt haben, sondern sie nur von unseren Kindern und Enkeln geborgt haben.

    Von daher fand ich es absolut gut, dass die 11jährige Cornelia Zeil (nicht Carolin) sich zu Wort gemeldet hat und ihre Bedenken bezüglich der Tierpopulation geäußert hat.

    Dazu gehört Mut, zeigt aber auch dass die nachwachsende Generation sich Gedanken um unseren Ort macht.

    Und genau das ist es was die Stadt Mönchengladbach nicht tut. RWE-Power sowieso nicht.

    Es war anmaßend von Frau Weinthal, das Pro und Contra als offen hinzustellen, wo zu diesem Zeitpunkt fast alle Redner sich gegen die Mauer ausgesprochen haben.

    Dass zum Schluß, so als Abschiedsworte an die Wanloer noch ein Für-die-Wand-Redner auftrat, muss ihr ja wie ein Geschenk vorgekommen sein.

    Aber darum geht es nicht. Es geht darum dass die Mehrzahl der Anwesenden gegen die Lärmschutzwand ist und den aufgeschütteten Wall befürwortet. Das Votum war mehr als eindeutig.

    Die Veranstaltung hat aber mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben.

    Warum der Schwenk von Wall zu Wand? Keine konkreten Aussagen von Seiten RWE-Power. Nette Folien und Animationen können niemanden der unbeantwortete Fragen hat befriedigen.

    Einwürfe wurden vom Tisch gefegt. Fragen nach der Begrünung wurden „larifari“ beantwortet.

    Wozu, so stellt sich mir die Frage, gibt es bei einem eindeutigen Votum für die genehmigte Bebauung eigentlich einen runden Tisch?

    Weiterhin wirft sich in diesem Zusammenhang die Frage auf, wer denn eigentlich an diesem runden Tisch sitzt und wer die „Vertreter“ der Wanloer eigentlich legitimiert hat, die Bevölkerung zu vertreten.

    Denn es sieht ja so aus, dass, nach verschiedenen Gesprächen mit Wanloern und mit Teilnehmern an der (Informations?)Veranstaltung niemand etwas von diesem runden Tisch weiss und auch niemand von der betroffenen Wanloer Bevölkerung irgend wen beauftragt hat, sich mit dem Bergbautreibenden zu „einigen“.

    Quintessenz aus der Veranstaltung ist dass der Bergbautreibende, um Wirtschaftsland zu gewinnen und auch die Stadt Mönchengladbach, aus welchem unersichtlichen Grund auch immer, die Wand wollen.

    Qiuntessenz aus dieser Veranstaltung ist, dass die absolute Mehrzahl der Wanloer diese Wand ablehnen.

    Jetzt bleibt es abzuwarten, ob Bürgerwille in unserer Stadt zählt.

  22. Wie schon in den Sitzungen der BV West, des Planungs- und Bausschusses und des Umweltausschusses (2 Mal) war auch bei der Veranstaltung in Wanlo klar erkennbar welche Lösung die Verwaltung präferiert. Von Neutralität keine Spur. Man hatte das Empfinden bei einer Verkaufsveranstaltung pro Lärmschutzwand gelandet zu sein.

    Unglaublich vor allem der Versuch von Frau Weinthal sämtliche Statements gegen die Wand umzudrehen und, indem Sie immer noch „eins draufsetzte“, sich sogar gegen Ende auch noch zu der Aussage verstieg, dass sie von oben aus in den Gesichtern habe erkennen können, dass die meisten für die Wand sind!

    Obwohl sie dann meinte, dass man nun zu einem Ende kommen müsse, da das Wesentliche gesagt sei und es nun mehr und mehr zur Wiederholung von bereits Gesagtem käme, erteilte sie einem Landwirt, der Teilnehmer des „Runden Tisches“ und pro Wand ist, noch das, wie sie es ausdrückte „letzte Wort“.

    Das mag zwar taktisch klug gewesen sein, denn so kam als letzte Aussage die „pro Wand“ – genutzt hat es gar nichts. Auch in den Gesprächen nach der Veranstaltung wurde die Meinung gegen die Wand deutlich.

    Grundsätzlich ist es ein Unding, was demnächst in Wanlo geschehen wird. Der Tagebaurand wird nur 200 Meter von der Wohnbebauung entfernt sein! Mit allen massiv belastenden Folgen. Da können die bestens geschulten RWE-Mitarbeiter mit noch so wohlgesetzten Worten versuchen alles schönzureden.

    Hört man diese und deren durchweg positiv besetztes Vokabular, rhetorisch erstklassig dargeboten, könnte der Gedanke aufkommen von den Wanloern demnächst (mindestens) eine Kurtaxe zu verlangen.

    Es ist absolut unverständlich, wie die Politiker, die in den 1990er Jahren den Braunkohleplan Garzweiler II verhandelten, es zulassen konnten, dass RWE Power (damals noch Rheinbraun, „Power“ klingt viel kraftvoller, dynamischer – positiv?) an Ortslagen, wie jetzt Wanlo, so nah heran auskohlen darf! Ein Mindestabstand von wenigstens einem Kilometer (ob zur Ortsbebauung oder einzelnen Häusern) wäre das Minimum gewesen.

    Es wurde und wird kein Deut darum gegeben, was dieses nahe „Vorbeischwenken des Tagebaues“ für die Betroffenen über Jahrzehnte bedeutet.

    „Vorbeischwenken“ – das klingt harmlos, suggeriert Leichtigkeit. „Schwenken“ = eben mal vorbei gehen.

    Hat die Politik wirklich gar keine Chance mehr, noch etwas zu ändern oder wenigstens für die Orte, die als nächste „dran“ sind mehr Sicherheit und Lebensqualität zu verlangen?

    Ist der Braunkohleplan in Bezug auf Breite des Sicherheitsstreifens und Abstand zur Wohnbebauung wirklich nicht „nach-verhandelbar“? Dieser Plan ist butterweich formuliert – allerdings immer zu Gunsten des „Bergbautreibenden“.

    Der darf, so scheint, es alles. Haben sich Politiker (ob Kommune oder Land) überhaupt jemals für diese Problematik interessiert oder mit ihr auseinandergesetzt?

    Statt in Bezug auf die Lärmschutzwand mit dem Argument zu kommen, dass diese rückbaubar sei (nach „nur“ ca. 30 Jahren) und somit nachfolgende Generationen, an die man schließlich auch denken müsse (Aussage Frau Weinthal), dann „einen freien Blick“ hätten, daher zu kommen, sollte sich auch eine Verwaltung besser für das Wohl der Bürger und somit auch nachfolgender Generationen einsetzen und eine Verbreiterung des Sicherheitsstreifens und Vergrößerung des Mindestabstandes zur Wohnbebauung fordern und diese Forderung auch der Politik gegenüber aussprechen.

    Das wäre ein wichtiger Beitrag zur „Nachhaltigkeit“. Wer weiß denn schon mit absoluter Sicherheit, dass es nicht zu Rutschungen genau in diesen Wohnbereichen kommen wird, wenn einmal nachfolgende Generationen (2085) den „Restsee“ vor Terrasse oder Tür haben?

    Aktuell kommt dieses Vorgehen einer Enteignung der Betroffenen in diesen Bereichen gleich. Ihre Objekte sind wertlos.

    Wer kauft ein Objekt mit Blick auf den Grubenrand, das ausser einer hervorragenden Fernsicht auf Braunkohlebagger und ein Riesenloch, Grob-, Feinstaub, Lärm, Lichtimmissionen (die selbstverständlich gar nicht vorhanden sind) und Erschütterungen nur noch die Aussicht auf den vielleicht einmal kommenden (saueren? die Gefahr möglicher Rutschungen beinhaltenden) Restsee zu bieten hat?

    In einem Erkelenzer Stadtteil soll nach Willen und Vorstellung von RWE Power demnächst eine Lärmschutzwand mitten durch einen Reiterhof verlaufen! Ist das für diesen auch ein „Benefit“ wie die Wand für Wanlo?

    Es macht fassungslos, wenn man erlebt, was sich RWE Power herausnimmt und auch noch vorgibt ein Wohltäter zu sein.

    Wie ein „Leben“ am Tagebaurand aussieht kann man sich dank dieses Bildes von Elsdorf (von RWE Power) vorstellen. Unterschied: Die Wohnbebauung in Wanlo wird noch näher am Tagebaurand sein.

    Luftaufnahme Elsdorf von RWE:

    http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/593214/data/524768/2/rwe-power-ag/nachbarschaft/Foto-Elsdorf-Leben-am-Tagebaurand.jpg

  23. Ist doch sonnenklar: RWE-Power tut nichts, aber auch gar nichts aus Mitgefühl, sondern nur zum Selbstzweck.

    Die Argumentation von Frau Weinthal und von RWE-Power ist zu simpel! Darauf fallen nur die Dümmsten rein!

    RWE-Power benötigt Platz ohne Ende für die Infrastruktur und hat diesen nicht.

    Das Resultat eines Deals zwischen der Stadt MG und RWE-Power: „Wir lassen Wanlo stehen, dafür gehen wir bis auf den letzten Meter an den Ort ran. Koste es was es wolle.“

    Es wird höchste Zeit, das Bergrecht zu Gunsten der Bürger zu ändern.

  24. Hat RWE eine Abteilung für Desinformationen? Früher gab es ja Funktionäre für Agitation und Propaganda. Aber diese Zeiten sind hoffentlich vorbei.

    Für die Aussage, dass eine Lärmschutzwand (bei der geplanten Höhe!) genau so gut vor Lärm schützt wie ein Wall, benötige ich keinen Gutachter.

    Dieser ist, lt. Informationen auf der Homepage, seit etwa 20 Jahren in Sachen Schall und Lärm ein kompetenter Ansprechpartner für Industrie und Kommunen.

    Aber was ist mit den anderen Immissionen? Der bepflanzte Immissionsschutzwall soll ja neben der Abschirmung von Lärm auch als Grob- und Feinstaubfilter die Staubelastung in Wanlo verringern. Wie gut kann eine Wand diesen Staub abschirmen? Dazu gibt es noch keine Aussagen.

    Zudem passt sich ein Wall durch seine natürliche Gestaltung und Begrünung viel besser in das Landschafts- und Ortsbild ein, als eine Wand, die nur ein Sichtschutz darstellt und störend im Landschaftsbild wirkt.

    Wenn es doch RWE egal ist und sie keinen Vorteil haben, warum sollte dann auf einmal eine Wand besser sein? Über das gesparte Geld für ein neues Genehmigungsverfahren freuen sich doch bestimmt die Wanloer, wenn es für eine Verbesserung der Wohnqualität verwendet würde.

    Auch ein Immissionsschutzwall kann in 20 Jahren beseitigt werden. Dafür braucht man nur ein paar Bulldozer, um den Wall in das direkt davor liegende große Loch zu schütten.

    Die Abteilung für Desinformationen sollte sich ein paar neue Argumente aussuchen, um die Wand zu verkaufen oder die neue Planung aufgeben. Es gibt wahrlich genügend andere Probleme in MG, die wichtiger sind, als diese Wand.

  25. Obwohl es nicht zu einer formellen „Abstimmung“ pro oder contra „Wand“ kam und eine solche auch nicht vorgesehen war, fiel das Votum der Wanloer eindeutig gegen die „Wand“ aus.

    Wenn die Politiker an ihren Aussagen festhalten, sich am Votum zu orientieren, müsste sich die Fragestellung „Wall oder Wand“ mit dieser Veranstaltung erledigt haben.

    Daran dürften auch irgendwelche „Nacharbeiten“ oder aber ein so genannter „Runder Tisch“ nichts ändern, von dem erstmals in dieser Veranstaltung, also in keinem der vorangegangenen (und „zuständigen“) Ausschüsse die Rede war.

    Frau Weinthal erweckte den Eindruck – oder ist einem solchen Eindruck nicht entgegen getreten – dass es sich um ein legitimiertes und autorisiertes Gremium handele.

    Es wird interessant sein, wie die Antworten ausfallen.

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