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Mobile Behindertentoiletten bei Veranstaltungen

Red. Gesundheit & Soziales [ - Uhr]

schild-behinderten-wc[pmg] Auch Rollstuhlfahrer möchten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und Kirmesveranstaltungen sowie Schützen- oder Stadtteilfeste besuchen. Für sie ist es hierbei besonders wichtig, dass eine behindertengerechte Toilette zur Verfügung steht.

Herkömmliche mobile Toiletten sind wegen ihrer Stufen und viel zu kleiner Kabinen für Rollstuhlfahrer nicht zu benutzen. Bei größeren Veranstaltungen ist seit längerer Zeit gewährleistet, dass auch behindertengerechte Toiletten zur Verfügung stehen. Bei kleineren ist oft ein herkömmliches mobiles WC, aber nicht immer ein Behinderten-WC zu finden.

Wie jetzt der Behindertenbeauftragte der Stadt, Henning Wimmers, mitteilt, wird dies künftig anders sein.

Wenn die Stadt bei Veranstaltungen die Auflage macht, dass für Besucher mobile WCs vorhanden sein müssen, wird sie in Zukunft sicherstellen, dass mindestens eine Kabine behindertengerecht ist.

Über diese Regelung werden sich nicht nur Rollstuhlfahrer freuen. Viele ältere Menschen fühlen sich beim Gehen nicht mehr sicher und haben Angst, die Stufen zu den Toilettenwagen hochzusteigen. Für sie ist es wesentlich angenehmer, eine ebenerdige Toilette zu benutzen.

Ein großer Vorteil sind Behinderten-WCs auch für Besucher mit Rollator, da sie diesen mit in die Kabine nehmen können.

Die Kosten für die mobilen WCs werden dadurch für die Veranstalter etwas höher. Wie in der Vergangenheit wird die Stadt aber auch in Zukunft nicht bei Kleinstveranstaltungen Toiletten fordern.

Dies betrifft zum Beispiel das Fest in einer kleinen Nebenstraße, das sich im Grunde nur an die Anwohner richtet. Hierbei werden auch künftig gar keine mobilen WCs und somit auch kein Behinderten-WC vorgehalten werden müssen.

Der Behindertenbeauftragte ist froh, dass jetzt diese eindeutige Regelung getroffen werden konnte. Auch wenn weiterhin einiges getan werden muss, stellt diese Maßnahme einen weiteren Mosaikstein auf dem Weg zu einer umfassenden Teilhabe für Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben dar.

3 Kommentare zu “Mobile Behindertentoiletten bei Veranstaltungen”
  1. Der eine oder andere mag auf den ersten Blick sagen: na, die haben aber Probleme.

    Auf den zweiten Blick und etwas Innehalten, wird schnell sehr deutlich, dass dies ein wirkliches Problem ist.

    Oft sind es unsere „kleinen Befürnisse“, die sich zu einem großen Handicap entwickeln. Jeder, der schon mal in der Situation war, wird das nachvollziehen können.

    Deshalb ist es wichtig, dass auch an diese unterschätzten Befürnisse gedacht wird. Es ist für den „normalen“ Menschen alles selbstverständlich.

    Man denkt gar nicht darüber nach, dass sich für Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen (Rollator, Gehhilfen) vieles, gerade die „kleinen Dinge“, zu wirklichen Problemen auswachsen können.

    Bei Veranstaltungen sollte es gar nicht erst die Frage sein: muss eine Behindertentoilette existieren. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Auch wenn die Kosten für diese (noch) etwas höher liegen. Das ändert sich nur mit steigender Nachfrage.

    Also ganz klar: Diese Forderung des VdK ist richtig und wichtig. Bedauerlich, dass Veranstalter nur auf „Druck“ oder Vorschriften reagieren. Das müsste doch auch anders gehen und selbstverständlicher gehandhabt werden?!

    Schließlich kann es jeden von uns von heute auf morgen treffen. Spätestens dann sind wir froh, wenn die eigentlich „selbstverständlichen“ Dinge geregelt sind.

  2. Diese butterweiche Erklärung seitens des Behindertenbeauftragten läßt alles zu.

    Es sollte zumindest der Wortlaut der „eindeutigen Regelung“ veröffentlicht werden.

    Gibt es eine Salus- Malus-Klausesl?

    Beispiel:
    die Steinmetzstraße ist eine Nebenstraße der Hindenburg Str., wird es bei einer öffentlichen Verantstaltung eine Behindertentoillette geben oder nicht?

    Positiv ist einzig: das Thema wird endlich eines auf das alle schauen und nicht weggucken.
    Dies ist in Mönchengladbach tatsächlich dem VDK und seinen „Streitern“ zu verdanken.
    Hut ab.

  3. siehe hierzu:

    http://www.bz-mg.de/gesundheit-soziales/vdk-monchengladbach/vdk-zur-pressemitteilung-behindertentoiletten.html

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