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Ordensschwestern mit Schützenhilfe bei Borussia

Red. Brauchtum [15.09.2010 - 09:40 Uhr]

Orden_Borussia2_Foto-KatzDie Gruppe fiel auf, schon äußerlich: Ordensschwestern – und dann noch 40 an der Zahl – sind im Borussia-Park selten zu sehen. Die ehrwürdigen Schwestern in ihrem traditionellen Habit, geführt und begleitet von Schützenbrüdern in Tracht mit Orden und Ehrenzeichen, kamen ins Stadion, um ihre Borussia spielen zu sehen.

Borussen-Präsident Rolf Königs hatte Schwestern und Schützen eingeladen und sein Geschäftsführer Stephan Schippers hatte für die besonderen Gäste gute Plätze in der Südkurve reserviert und zum Jubeln Fähnchen besorgt.

Orden_Borussia_Foto-WinklerOrden_Borussia1_Foto-KatzUnd die kamen zum Einsatz. Zumindest am Anfang schwenkten die Schwestern eifrig und freuten sich fröhlich, fast schon ausgelassen, über die tolle Stimmung im Borussia-Park.

Als am Ende ihre Borussia unterlag, waren die Schwestern ein wenig traurig, aber trotzdem dankbar, daß sie hatte kommen dürfen. Den sie als “Reiseleiter” betreuenden Schützenchef Horst Thoren verpflichteten die Ordensleute, Rolf Königs herzlich zu grüßen und ihm und der Borussia Mut zu machen: “Das nächste Spiel wird besser laufen”, waren sich die lebensweisen Schwestern sicher. Und schwenkten ihre Fähnchen dazu.

Orden_Bus_Foto-KatzDer Besuch bei Borussia war Höhepunkt eines Ausflugtages, zu dem wieder einmal der Bruderrat der Bruderschaften betagte Ordensleute aus Mönchengladbach eingeladen hatte. Schon 25 Jahre sind die Schützen regelmäßig Gastgeber, weil sie, so Schützenchef Horst Thoren, “den Schwestern herzlich danken wollen für ihren fürsorglichen Einsatz.”

Orden_GEM4_Foto-KatzOrden_GEM1_Foto-KatzOrden_GEM2_Foto-KatzFür viele, viele Menschen in Mönchengladbach seien die Schwestern in Jahrzehnten Nothelfer gewesen – durch ihren Dienst in Kliniken, Krankenhäusern, Schulen und Altenheimen.

Und damit das Dankeschön großzügig ausfallen kann, brauchen die Schützen Freunde, wie jetzt Rolf Königs und Gabi Teufel, die als Unterstützer helfen, den Ausflugstag zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Orden_GEM3_Foto-KatzOrden_GEM5_Foto-KatzSo hatte GEM-Chefin Gabi Teufel, von den Schwestern wegen ihrer Gastfreundschaft für einen Tag in “Gabi Engel” umbenannt, die Gruppe zur Mittagszeit im GEM-Casino begrüßt und dort bestens bekochen lassen.

Nach dem Imbiß stellte Betriebsleiter Wilfried Theißen den Fuhrpark vor, gab es Infos über die Aufgaben der GEM (von der Müllabfuhr bis zum Winterdienst) und für die Schwestern Gelegenheit, einmal auf dem Beifahrersitz eines Müllfahrzeugs oder einer Kehrmaschine Platz zu nehmen und einige Runde über den Betriebshof zu drehen.

“Das ändert die Perspektive”, sagten die Schwestern: “Wenn wir demnächst Müllwagen sehen, werden wir winken”, versprachen sie. Das taten sie bereits zum Abschied, als sie ein Bus zunächst zur Borussia und dann nach Hehn brachte.

Orden_Hehn_Foto-KatzAn der Hehner Marienkapelle und an den Grotten wurde gebetet und gesungen, bevor Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst die Schwestern “im einzigen Wallfahrtsort Mönchengladbachs” willkommen hieß und mit ihnen in der Pfarrkirche die Pilgermesse feierte.

In die Geschichte der Pilgerstätte, bereits im 17. Jahrhundert erwähnt und 1894 um die Grotten mit den Statuen der 14 Nothelfer erweitert, führte Bruderratsfreund Klaus Cörstges ein.

Orden_Vith1_Foto-KatzOrden_Vith2_Foto-KatzOrden_Vith3_Foto-KatzZum Abschluß eines “wunderschönen Tages” kam die Gruppe im St. Vith, dem ältesten Gasthaus der Stadt zusammen, wo der Bruderrat Sauerbraten auftischen ließ und Pfarrer van der Vorst den Schwestern einen “Mariacron” genehmigte: “Schließlich waren wir in Hehn auf Marienwallfahrt.”

Die Schwestern dankten mit Gesang, die indischen Schwestern sangen ein Lied aus ihrer Heimat in Landessprache und freuten sich, als die Schützen zu später Stunde versprachen: “Nächstes Jahr fahren wir wieder …..”


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