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EWMG verbietet Bürgern, Bürger zu informieren • Bürgerinitiative Geneicken (BIG) soll Informationsschild entfernen

Glossi [ - Uhr]

Hallo Leute, städtischen Gesellschaften wurden Aufgaben übertragen, die vormals Aufgaben der Stadt waren. Insofern sind sie im Auftrag und letztlich auf Kosten der Bürger tätig. So auch die EWMG – Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach.

Faktisch führen sie jedoch mehr und mehr ein „Eigenleben“ – unter „Aufsicht“ gewählter Kommunalpolitiker.

Die Bürgerinitiative Geneicken (BIG), die älteste BI in Mönchengladbach, ist seit Jahren für ihr konstruktiv-kritisches Agieren im Interesse der Bürger im Stadtteil Geneicken bekannt und wird dementsprechend von weiten Teilen der Verwaltung und der Politik geschätzt.

Dass sie sich nun argumentativ gegen den südlichen Teil des Bebauungsplanes 774/S ausspricht und sie die Bürger informieren, scheint der städtischen EWMG ein Dorn im Auge zu sein.

Hier soll ein neues Wohngebiet mit bis zu 50 neuen Wohneinheiten in „gehobener Qualität“ entstehen, das in ein naturnahes Erholungsgebiet hineinragt.

Im Ein(!)schreiben der EWMG an die BIG vom 04.03.2016 heißt es:

… auf dem o. g. Grundstück (am Mollsbaumweg) wurde von Ihrer Bürgerinitiative ohne Genehmigung ein Plakatschild errichtet.

Hiermit fordern wir Sie auf, das Schild innerhalb von drei Tagen nach Erhalt dieses Schreibens zu entfernen.

Sollten Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, werden wir im Rahmen der Ersatzvornahme das Schild auf Ihre Kosten entfernen lassen. …“ (Zitat Ende)

Bei genauem Hinsehen sieht die „Ersatzvornahme“ so aus: Mit einem Akku-Schrauber 2 (in Worten: zwei) Spacko-Schrauben herausdrehen.

Apropos Spacko … Hab‘ ich das richtig geschrieben?

Das wollt‘ ich nur mal gesagt haben.

Euer Glossi

PS: Damit allen die “Plakatschilder” in Erinnerung bleiben, wenn sie bald weg sind:

 


7 Kommentare zu “
EWMG verbietet Bürgern, Bürger zu informieren • Bürgerinitiative Geneicken (BIG) soll Informationsschild entfernen”
  1. @ Pluto

    Meine Güte! Sie haben ja soooo Recht! Was da alles zu bedenken ist.

    Das haben die Dummerchen der BZMG ALLES nicht gewusst!

    Noch etwas kommt hinzu: sollte sich dann auch noch jemand beim Herausdrehen der Schrauben verletzen –was dann???

    Wer kommt für Behandlungskosten evtl. Verdienstausfall (wg. Krankschreibung) vielleicht sogar eine Berufsunfähigkeit auf Grund der erlittenen, womöglich schweren Verletzung(en) auf?

    Also ehrlich, die BIG macht es sich wirklich zu einfach!

    Denen von der EWMG scheint nichts peinlich zu sein, sich derart aufzuführen. Haben die sonst nichts Besseres zu tun? Die bestätigen nur das Bild, das man ohnehin schon von denen hat.

    Wie war das angeblich: Privat vor Staat sei wirtschaftlicher?

    Grööööhl!!!

    Die sind schlimmer als man sich verknöcherte, paragrafen- und vorschriftenreitende Beamte überhaupt vorstellen kann. Tragen die auch Ärmelschoner und einen Bleistift hinterm Ohr?

  2. Da offensichtlich schon Fakten geschaffen wurden, wie auf dem Foto zu sehen, dürfen jetzt evtl. Interessenten selbstverständlich nicht erfahren, dass der Bau der Häuser unerwünscht ist und die zukünftigen Nachbarn und auch Teile der Gladbacher Bürger, über die Bebauung nicht so begeistert sind, wie sie selbst.

    Die EWMG setzt dort ins gut verkäufliche Grüne doch keine Häuser, um dann durch solch ein Schild negative Aufmerksamkeit zu erhalten. Klar muss das weg.

    Dieser Bauwahn inklusive weiterer Flächenversiegelung ist krank.

    Wer baut die Häuschen? Jemand von den üblichen Verdächtigen dieser Stadt oder ist jemand nur diskret im Hintergrund beteiligt?

  3. Apropos Spackos!

    So einfach wird es dann doch nicht gehen.

    Da wird die Aör Sau-Off wohl mit einem Mannschaftswagen angefahren kommen.

    Ein Mann wird von der Presseabteilung sein, um den Rückbau zu dokumentieren.

    Dann kommt der Germanist zum Zuge, der verborgene Schmähungen oder sontsige versteckte Verbalinjurien gegen die Stadt ausfindig zu machen sucht.

    Dann der Spezialist für heimische Holzarten, der nachher prüft, ob das beschädigte Holz einer fachmännischen Nachbearbeitung bedarf.

    Last, not least kommt noch der Bautrupp zur Entfernung der zwei Schrauben.

    Die meisten Menschen haben gar keine Vorstellung, was es so mit einem Kompetenzzentrum auf sich hat.

  4. Um es in der Sprache der Fußballbegeisterten dieser Stadt zu sagen: Was erlauben Geneickener!

  5. Da bleibt mir nur, den Ausspruch des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg zu zitieren:

    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.

  6. @ Torben Schultz

    Streisand-Effekt. Passt absolut! Nicht nur was die unfreiwillige Aufmerksamkeit anbelangt.

    Beim Streisand-Effekt erklärte der von Barabara Streisand auf 50. Mio. Dollar verklagte Fotograf, dass er lediglich die Küstenerosion fotografiert hatte. Dumm, wenn da neben weiteren 12.000 Häusern auch das der Missis Streisand rumstand.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

    In gewisser Weise geht es in Geneicken auch um Erosion. Diesmal allerdings die der Natur durch die EWMG verursacht.

    Nicht zu vergessen der EWMG-Slogan: WIR gestalten die Stadt!

    Womit klar ist, dass die Bürger zu schweigen haben. Bürger? Was wollen Bürger!

    Aber das kennen wir doch längst aus dieser Stadt. Wenn die Bürger Politik, Verwaltung oder städtischen Gesellschaften all zu keck zu sein scheinen, muss sofort gehandelt werden.

    Wie war das damals in Wickrath, Sitzung Bezirksvertretung West? Wegen angeblicher Vermummung (Mundschutz) hatte Arno Oellers flugs die Polizei gerufen:

    Zitat: „Der Mundschutz war der „symbolische Maulkorb“, mittels dessen die Initiative ihrem Protest darüber Ausdruck verlieh, dass ihrem Mitbegründer, Alfred Brücher, ein Rederecht verweigert wurde. Sein Antrag war an der Mehrheit der Sprecher der Fraktionen in der BV West gescheitert, die sich dagegen ausgesprochen hatten.“ Zitat Ende.

    http://www.bz-mg.de/stadtbezirk-west/aus-der-bv-west/methangas-anlage-wanlo-sturm-im-wickrather-wasserglas.html

  7. Immer wieder gern genommen, der Streisand-Effekt ;-)

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