Ein Streifzug durch Odenkirchen – Teil 20: Odenkirchens geselliges Leben
Red. Odenkirchen [13.04.2012 - 17:27 Uhr]
Schon in alten Zeiten gab es in Odenkirchen ein intensives geselliges Leben. Die Festlichkeiten spielten sich in den großen Sälen wie Badhotel- oder Burgsaal ab; diese Säle existieren heute leider nicht mehr.
Stattdessen wurde die Burggrafenhalle an der Niers in Odenkirchen errichtet, wo Vereine ihre Jubiläen feiern und Feste abhalten können. Für kleinere Feste stehen in Odenkirchen auch die Gaststätten und Vereinshäuser zur Verfügung.
Im Sommer feiern die 4 Kleingartenanlagen ihre Garten und Sommerfeste, in größerem Rahmen auch im Beller-Mühle-Park. Die große Zahl der 80 gemeldeten Vereine ist ein Zeichen für die Vielseitigkeit der Interessen in Odenkirchen.
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Die Jugend drängt es mehr zum Sport, aber auch Sommer- und Winterbrauchtum und Kulturelles kommen nicht zu kurz.
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Konzerte in Kirchen und Aulen der Schulen, Sitzungen und Umzüge der Schützen und Karnevalisten sind ein Zeichen davon.
Neben Rheydt gab es am 06.09.1987 in Odenkirchen einmal einen Blumenkorso und eine Blumenfestwoche.
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Die St. Martinsumzüge, der Kunst- und Hobbymarkt OKUHOM, die Beller-Mühle Sommernacht, die vom Heimatverein angebotenen Plattdeutsch-Abende und Dia-Vorträge, Studienfahrten, Ortstermine, der Neujahrsempfang, und nicht zuletzt die Odenkirchener Turmmusik in der Christnacht am Heiligenabend sind beliebte Treffpunkte.
Der Odenkirchener Eiertipp (1968 bis 1989) wurde 2011 nach 11 Jahren Pause wieder ins Leben gerufen, jedoch kurze Zeit später mangels Resonanz wieder “abgesetzt”.
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Die großen Musikfeste der Show Trompeten Odenkirchen sind vielen noch in Erinnerung. Diese fanden meist am selben Tag, wie der Rheydter Blumenkorso statt. Dennoch war das Besucherinteresse sehr groß.
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Das Entenrennen der Karnevalsfreunde Schwarz-Gold Odenkirchen, das Vatertagtreffen der Show Trompeten, der Vereinstag, das österliche Eiersuchen der CDU Odenkirchen, das Kreuzweiherfest, der Nikolausmarkt auf der Kamphausener Höhe und der Odenkirchener Weihnachtsmarkt in der Burggrafenhalle ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an.
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Hier ein paar Eindrücke vom großen Event 2006 zur Verleihung der Stadtrechte an Odenkirchen im Jahr 1856.
All´ dies und vieles mehr beweist Gemeinschaftsgeist und Zusammengehörigkeit; auch die Senioren werden nicht vergessen. Manche Vereine macht es sich geradezu zur Pflicht, älteren Mitbürgern durch geselliges Miteinander anzubieten.
Neue Veranstaltungen sind in den letzten Jahren dazu gekommen, wie unter anderem der Lichterabend im Oktober, der Spanische Abend, „Samba-Salsa Odenkirchen“ und „Odenkirchen zieht an“ in Verbindung mit einem Blumensonntag.
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Die Odenkirchener waren schon immer einfallsreich und haben in der Vergangenheit mit vielen spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam gemacht.
Dabei sei an den Herbstmarkt mit dem längsten Apfelstrudel vom Niederrhein oder an die Hubschrauberrundflüge über Odenkirchen erinnert.
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Von 1991 bis 2000 fand am ersten Sonntag im September in der Odenkirchener City ein über die Stadtgrenzen bekannter Herbstmarkt statt. 2001 löste sich der Werbering auf und die Veranstaltung wurde nicht weitergeführt.
Als besonderes Vergnügen galt die unvergessene Veranstaltung „Beller-Mühle im Licht“ sie gehörte in den 1970er Jahren bis 1981 zum Bestandteil in Odenkirchen. Nach mehrjähriger Pause übernahm die Historische Karnevalsgesellschaft Ruet-Wiss Okerke die Veranstaltung unter neuem Namen „Beller-Mühle Sommernacht“.
In Odenkirchen existierte auch eine Schützenbruderschaft: Ersterwähnung Bruderschaft U.L. Frau zu Odenkirchen. Das ehemalige Schützensilber mit den Jahreszahlen von 1663 bis 1768 befindet sich heute als Leihgabe im Städt. Museum Schloss Rheydt.
Der Saalbau in Odenkirchen
Bereits in der Versammlung vom 12.12.1952 befassten sich die Odenkirchener Vereinsvertreter mit der Saalfrage, weil die Vereinsarbeit unter Raummangel litt.
Anlässlich einer Versammlung des städt. Männergesangsvereins Eintracht Odenkirchen wies ein Sprecher darauf hin, dass der Verein aus Raumnot sein Konzert in der Stadthalle in Rheydt veranstalten müsse.
Der damalige Ratsherr Hasenbusch erklärte, dass die Notwendigkeit des Baues eines Versammlungs- und Festsaales in Odenkirchen im Rheydter Rat allgemein anerkannt sei, dies gehöre jedoch nicht zu den Aufgaben der Kommune.
Vielmehr müsse in freier und privater Initiative ein Odenkirchener Gastwirt oder eine Vereinigung einen solchen Bau in Angriff nehmen, den dann die Stadt gerne bezuschussen würde.
In den folgenden Jahren wurde immer wieder auf die Saalnot hin gewiesen. Es wurden viele Vorschläge gemacht, wie und wo man einen Saal bauen könnte. Der Vorschlag von Oberbaurat Hoefs, an der Ecke Bank–, Hoemen- und Burgstraße einen Saal zu bauen, wurde zwar in Erwägung gezogen, jedoch nie realisiert.
Die Saalfrage blieb weiter im Gespräch. Irgendwann verlautete dann, dass ein Interessent sich ernsthaft bemühe, einen Saal zu bauen.
Die Firma Arnold plante an der Straße Zur Burgmühle Mehrfamilienhäuser zu bauen. Der Plan sah zudem eine Gaststätte, eine Cafeteria, eine Kegelbahn und einen Saal in dem Gebäude vor.
Die Fertigstellung des lang ersehnten Saales war am 16.12.1976 abgeschlossen und wurde mit dem Silvesterball 1976 der Öffentlichkeit übergeben, seit dem ist die Burggrafenhalle – neben dem Burgturm – die zweite „Gute Stube“ Odenkirchens.
Fotos: Archiv M. Bösche, M. Stegner, W. Scholz und H. Eßer (HVO)







„Wer nicht genauso denkt, wie die CDU, kann in Mönchengladbach demnächst nicht mehr OB werden“ 


























