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Gregor Schneider im “K20″ in Düsseldorf

Andreas Rüdig [ - Uhr]

Gregor Schneider wurde 1969 in Rheydt geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Und das als erfolgreicher und preisgekrönter Künstler. Wer Arbeiten von ihm kennenlernen möchte, wird dies (seit 2014) im K20 am Grabbeplatz in Düsseldorf tun können.

Im 2. Obergeschoß sind ein Videoprint, mehrere Silbergelantineabzüge sowie ein Raum vorhanden.

Zumindest der Raum ist für den unbefangenen Besucher etwas verwirrend. Kann man ihn als Bildhauerei, Objektkunst oder Installation bezeichnen?

Was ist die Aussage dieses Kunstwerkes? Ist das überhaupt Kunst?

Man muß sich als Besucher die Mühe machen, sich mit der Schneider`schen Kunst auseinanderzusetzen, möchte man nicht völlig verwirrt nach Hause gehen.

Doch wo kann man Informationen über den Künstler finden?

Erste Anlaufstelle wäre natürlich seine eigene Internetpräsenz zu nennen; die ist allerdings leider in Englisch, so daß man dieser Sprache schon mächtig sein muß, um zu verstehen, worum es überhaupt geht.

Der Beitrag in der Internetenzyklopädie Wikipedia kann da schon hilfreicher sein, da sie auch eine Beschreibung des künstlerischen Ansatzes bietet.


5 Kommentare zu “
Gregor Schneider im “K20″ in Düsseldorf”
  1. @ Hein

    Sie behaupten, Zitat:

    “Wer so redet wie Ypsilon und Angenendt verbrennt auch Bücher… ”

    Eine sehr steile These, um es höflich zu formulieren.

    Wie kommen Sie auf eine derartige Behauptung? Das geht sehr weit, ja, ist unverschämt.

    Nur weil ich und auch M. Angenendt mit Schneider und seiner “Kunst” nichts anfangen können? Mir sind übrigens sehr viele Menschen bekannt, denen es auso geht.

    Ihre Belehrungen zur englischen Sprache verstehe ich nicht. Habe ich diese kritisiert?

    Selbstverständlich kann jeder etwas zur Kunst erklären. Das bedeutet noch lange nicht, dass andere diese Kunst dann auch als solche sehen müssen.

    Beuys erklärte: Alles ist Kunst und jeder Mensch ein Künstler und meinte damit auch kreatives Mitgestalten an der Gesellschaft und in der Politik, welches er forderte.

    Das ist ebenfalls ein Statement, das nicht jeder teilen muss. Nur weil das von Beuys gesagt wurde, bedeutet es noch lange nicht, dass es die reine und einzige Lehre ist, die alle hinzunehmen haben.

    Beuys hat noch mehr gesagt und dies in seinem künstlerischen Leben immer herausgestellt und thematisiert: Er war ein Verfechter der Direkten Demokratie, des Bedingungslosen Grundeinkommens und trat für ein freies Geistesleben, übrignes auch für Homeschooling, ein.

    Auf der documenta 5 im Jahr 1972 hat er in Kassel die „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“ zum Kunstwerk erklärt.

    Auf Grund einer dreistufigen Volksgesetzgebung: Volksinitiative, Volksbegehren, Volksabstimmung, würden die Sinne angesprochen, durch welche sich der Kunstbegriff in die sozialen Zusammenhänge erweitere: Hörsinn, Sprachsinn, Gedankensinn und Ichsinn.

    Ob das Kunst ist, darüber gehen die Meinungen sicher genauso auseinander – für mich ist dies aber besser nachvollziehbar als z.B. Schneiders Haus u r, denn es geht um Menschen und ihre Lebensgrundlagen. Beuys war ein sehr politischer Mensch im positiven Sinn. Nicht im Sinn von Parteipolitik.

    Beuys Kunst kann ich überwiegend nicht viel abgewinnen, zumindest das, was meist zu sehen war und ist. aber einiges gefällt mir. Er schuf Zeichnungen und Aquarelle, von denen mir einige ebenfalls sehr gefallen. Im Museum Schloss Moyland ist einiges davon zu sehen.

    Für Beuys versinnbildlichte die Rose die Revolution innerhalb der Evolution. Diese Aussage gefällt mir ebenfalls. Muss es anderen aber überhaupt nicht und muss dann ebenso hingenommen werden.

    Mit Schneiders Erklärungen, dass es um die Auflösung von Raum und die Wiederholung eines Raums bis an die Grenzen der Wahrnehmung geht, bis nur noch eine Ahnung von dem bleibt, was wir nicht mehr wissen können, kann ich nicht viel anfangen.

    Bin zwar in der Lage das Erklärte zu erfassen, sehe diese Erklärung aber als abstraktes Gedankenkonstrukt, das mir nichts sagt, und habe auch kein Interesse daran mich in solch abstrakten Aussagen zu ergehen, die für mich keinen Realitätsbezug haben. Da bin und bleibe ich Kulturbanause und kann damit nichts anfangen.

    Noch darf man, was Kunst anbelangt, eine eigene Meinung haben.

    Dafür interessiert mich um so mehr, welche Bücher M. Angenendt und ich Ihrer Meinung nach verbrennen würden? Dazu müssten Sie auch eine Meinung haben, wenn Sie derartiges behaupten.

    Spielen Sie damit auf den 10. Mai 1933 an?

    Dann ist Ihre Behauptung eine grobe Unterstellung und Unverschämtheit.

    Nochmal: Mir sagt Schneiders Kunst rein gar nichts. Deshalb bin ich aber noch lange kein Nazi.

  2. @ Hein

    Ihnen ist schon klar, was Sie damit unterstellen?

  3. Es ist als Kunst gemacht, also ist es Kunst.

    Egal ob man etwas damit anfangen kann oder es gar gefällt. Wer so redet wie Ypsilon und Angenendt verbrennt auch Bücher…

    Zum Autor: Die Englische Sprache gehört in Deutschland zur Allgemeinbildung. Ohne Englischunterricht gibt es keinen Schulabschluß.

  4. @ M. Angenendt

    Ich bin auch solch ein Kulturbanause.

    Volker Pispers sagte mal: Ein Vernissagegänger hält alles, was er sich nicht erklären kann, für Kunst.

    Herr Schneider und seine Kunst mag noch so hoch gelobt werden – ich kann damit nichts anfangen.

  5. Bin Kulturbanause.

    Mit Schneider kann ich nichts anfangen. Ist mir zu viel Geschwurbel und Getue als ob es sich um höchste Kunst handelt.

    Ist sowas wie des Kaisers neue Kleider. Fehlt nur das Kind, das endlich sagt, dass es an Schneiders Kunst nichts künstlerisches sehen und erkennen kann. Dieses Kind gibt es wohl leider nicht.

    Happening – vielleicht. Kunst – nein.

    Heutzutage muss Kunst nur abgedreht genug sein und viel dazu erzählt und interpretiert werden, schon ist es große Kunst, auch wenn das kaum jemand erkennt. Das ist dann sicher die Kunst daran. Hauptsache alle machen mit und keiner traut sich die Wahrheit zu sagen, dass man nichts sieht. Zumindest nichts das an Kunst erinnert.

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