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Städtische Sozialplanung erstellt Konzept zur Stadtteil- und Quartiersarbeit

Hauptredaktion [ - Uhr]

Was in Köln das „Veedel“ und in Hamburg der „Kiez“ ist in Mönchengladbach das Quartier, das in den letzten Jahren in der Stadtteilarbeit und im bürgerschaftlichen Miteinander an Bedeutung gewinnt und in Zukunft gestärkt werden soll.

Das Projekt „Soziale Stadt Rheydt“ und aktuell das Integrierte Handlungskonzept für die Mönchengladbacher Innenstadt sind positive Beispiele, wie sich Bürgerinnen und Bürger im Entwicklungs- und Gestaltungsprozess ihres direkten Wohnumfeldes aktiv einbringen können.

Mit dem Ziel, die Lebenssituation in den Quartieren zu verbessern und die Quartiere als Ort des sozialen Miteinanders zu stärken, hat die Verwaltung jetzt im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie „mg+ Wachsende Stadt“ einen Prozess in Gang gesetzt, bei dem Ende 2018 ein Konzept zur integrierten Stadtteil- und Quartiersarbeit auf dem Tisch liegen soll.

Gemeinsam mit den Akteuren aus Vereinen und unterschiedlichsten Gruppierungen vor Ort will die Stadt einen Handlungsleitfaden entwickeln, der als Basis für zukünftiges nachbarschaftliches und ehrenamtliches Handeln in den 44 Stadtteilen dienen soll.

„In einem ersten Schritt steht zunächst eine Bestandsaufnahme und Analyse der jeweiligen Stadtteile an, wobei Zahlen, Daten und Fakten etwa zu Aspekten wie Arbeitslosigkeit, Durchschnittseinkommen, Bevölkerungsstruktur und Versorgungslage in das Profil einfließen“, erläutert Gerhard Kalter, der als Leiter der städtischen Sozialplanung und gemeinsam mit seinen Kolleginnen Britta Sieben und Katharina Schott das Konzept erstellt und jetzt in den Stadtteilen auf die Akteure zugeht.

„Anschließend erfolgt eine Bedarfsermittlung und Maßnahmenentwicklung, wobei in erster Linie Nachbarschaftspflege  und ehrenamtliches Engagement in den Stadtteilen gestärkt werden sollen“, führt er weiter aus.

Ein Beispiel nennt Katharina Schott, die im Rahmen des vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter geförderten Projektes „Altengerechte Quartiere“ im Stadtteil Hardterbroich bereits unterwegs ist.

„So könnte man ein Altenheim mit einem Kleingartenverein zusammenbringen, der vielleicht einmal den Senioren eine Parzelle zum Eigenanbau anbietet. Dadurch erhöhen wir die Lebensqualität der Senioren und fördern die Kommunikation zwischen den Beteiligten. Vielfach wissen die Menschen nicht voneinander“, erklärt sie.

„Wir wollen die Menschen dort abholen, wo sie in ihrem direkten Wohnumfeld leben. Mit dem Konzept wollen wir insbesondere Menschen in besonderen Lebenslagen unterstützen. Dazu zählen Eltern, Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen“, betont Sozialdezernentin Dörte Schall.

„Die Beteiligung und vor allem Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern, sich für ihren Stadtteil zu interessieren, ist dabei ein zentrales Element“, so Schall weiter.

Bestehende Nachbarschaftsprojekte, Initiativen oder andere Einrichtungen sollen dabei unterstützt werden, Eigeninitiative und selbstorganisierte Strukturen aufzubauen.

Dabei sollen gerade die Stadtteile einen Anstoß erhalten, die bislang weniger aktiv sind.


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