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Borussia Mönchengladbach löst städtisches Darlehen vorzeitig ab • Kämmerer Bernd Kuckels mit lachendem und weinendem Auge?

Bernhard Wilms [ - Uhr]

[31.07.2017] Die scheinbar „Never-Ending-Story“ scheint nun doch schneller zuende zu sein, als gedacht, weil Borussia Mön­chen­gladbach heute von einer bereits in den mit der Stadt geschlossen Darlehens­verträgen vorhandenen Option zur vor­zei­tigen Rückführung Gebrauch gemacht hat.

Die Begeisterung bei Kämmerer Bernd Kuckels (FDP) hält sich in Grenzen: „Da wir unsere langfristig festgeschriebene Refinanzierung nicht einfach der aktuell günstigeren Zinssituation anpassen können, wirkt sich die vorzeitige Rückzahlung des Darlehens rein haushaltsmäßig für uns negativ aus,“ beschreibt er die Situation.

Aufgrund der langfristigen Rückführungsmodalitäten des Darlehens bis 2036 könne man die vorzeitige Ablösung durch Borussia dennoch begrüßen, da langfristige Darlehen ungeachtet der grundsätzlich sehr soliden und aktuell sehr positiven wirtschaftlichen Situation des Vereins natürlich immer auch ein gewisses Risiko darstellen würden.

Das von Borussia jetzt vollständig zurückgezahlte städtische Darlehen war ein notwendiger und entscheidender Beitrag zum Bau des Stadions und zur Entwicklung des gesamten Nordparks.

Die Stadt Mönchengladbach hatte Borussia in den Jahren 2002 und 2004 für den Grunderwerb und zum Neubau des Stadions Darlehen in einer Gesamthöhe von 35,8 Millionen Euro gewährt.

In den Darlehensverträgen wurden Zinsfestschreibungen von zehn Jahren vereinbart, die jeweils 2012 und 2014 endeten, die im Jahr 2012 in einem neuen Darlehensvertrag zusammengeführt wurden.

Hierbei wurden die seit 2002 aufgelaufenen, gestundeten Zinsen der Darlehenssumme zugeschlagen, die sich somit auf 44,1 Millionen Euro belief.

Dieser Vertrag beinhaltete ab dem Jahr 2018 eine annuitätische Darlehensrückführung bis zum Jahr 2036.

Über die Jahre gab es immer wieder Diskussionen zum „Borussia-Darlehen“.

Anfangs wollte die politischen Mehrheit der Borussia dieses Darlehen zinslos gewähren, wurde von der Kommunalaufsicht „zurückgepfiffen“, so dass man einen Minimalzins vereinbarte, bei dem die Stadt, die dieses Darlehen selbst finanzieren musste, „drauflegte“.

Dieser Nachteil soll durch Neuverhandlungen im Jahr 2012 ausgeglichen worden sein.

Die Investitionsplanungen der Borussia in ein Hotel und weitere infrastrukturelle Maßnahmen rund um den Borussenpark und die Ankündigung des Geschäftsführers Stephan Schippers, Ende 2010 zunächst würde der Verein Bankdarlehen ablösen und erst danach das städtische Darlehen, führte dann auch zu Irritationen.

Das hatte ganz offensichtlich die CDU auf den Plan gerufen, die im Februar 2011 per Antrag von Kämmerer Kuckels einen Bericht zum städtischen Darlehen verlangte, diesen dann wieder zurückzog, weil der offensichtlich gut vorbereitete FDP-Mann im Verwaltungsvorstand von sich aus berichtete.

Interessierte finden die BZMG-Berichterstattung zu dieser jetzt beendeten „Never-Endig-Story“ in diesem SPECIAL


3 Kommentare zu “
Borussia Mönchengladbach löst städtisches Darlehen vorzeitig ab • Kämmerer Bernd Kuckels mit lachendem und weinendem Auge?”
  1. @ Ypsilon

    Richtig, die erzählen uns was die wollen. Wir können nichts prüfen, müssen alles schlucken und zahlen.

    Borussia baut, baut und baut. Scheinen echt arm dran zu sein. da muss man ein teures Darlehen vorzeitig ablösen, weil es jetzt woanders billger ist oder für Geldanlagen nur noch minus raus kommt.

    Die haben mit dem Darlehen immer dick verdient.

  2. Hat die Stadt Mönchengladbach schon mal was von VORFÄLLIGKEITSENTSCHÄDIGUNG gehört?

    Hätte in den Vertrag gehört.

    Aber unsere Pleitestadt hat‘s ja!

  3. Alles kalter Kaffe. Die Stadt zahlt drauf.

    Die Schönrederei ist lächerlich.

    Der Mohr (Stadt/Bürger) hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen und weiter löhnen.

    Toll!

    Hauptsache am Mythos „Image dank Borussia“ für die Stadt wird weiter fest geglaubt.

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