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Kleine Tonnen passé? • Teil XV: Höhere Müllgebühren ab 2019 für vierköpfigen Haushalt • Ursache: geplantes 20-Liter-Mindestvolumen pro Person • Wolkowski (Grüne) rechnet vor • Ohne Mindestvolumen Kostensenkungen möglich [mit Audio]

[1][17.12.2017] Während des Pressegespräches der Grünen am letzten Freitag (15.12.2017) rechnete deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender Dr. Boris Wolkowski vor, dass Vier-Personen-Haushalte keineswegs, wie von mags/GEM und GroKo propagiert ab 2019 mit geringeren Müllgebühren rechnen können.

Der überwiegenden Zahl dieser Haushalte reicht heute ein 35-Liter-Gefäß.

Wenn ab 2019 die Bürger per Satzung verpflichtet werden, dass pro Person ein Volumen von mindestens 20 Liter vorzuhalten sei, ergibt sich daraus rechnerisch 80 Liter pro Haushalt.

Aus dem so genannten „Alternativen Abfallkonzept …“ von mags/GEM und GroKo ergibt sich, dass solche Haushalte gezwungen werden sollen, eine 120-Liter-Rolltonne zu bestellen.

[2]Gegenüber der heutigen Praxis (35-Liter-Ringtonne mit wöchentlicher Abholung) erhöhen sich dadurch die Kosten um 21%.

 

[3]Ohne Mindestvolumen hingegen reicht den meisten Haushalten eine 60-Liter-Tonne oder eine 120-Litertonne mit 60-Liter-Einsatz, was zu einer Kostenreduzierung gegenüber 2017 um 40% führen würde.

 

Wolkowski erläuterte nach dem Pressegespräch diesen Sachverhalt in einem kurzen BZMG-Vis-á-vis-Interview:

Die übrigen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen der Grünen folgen im nächsten Teil dieser Themenreihe.

[5]

Die Sinnhaftigkeit einer besonderen 60-Liter-Rolltonne erschließt sich nicht.

[6]Bietet doch die 120-Liter-Rolltonne die Möglichkeit, einen 60-Liter-Einsatz zu platzieren. Der Platzbedarf für eine 120-Liter-Tonne ist nur geringfügig größer ist als der für eine 60-Liter-Rolltonne.

Außerdem wäre dann die Option gegeben, bei Bedarf den 60-Liter-Einsatz gegen einen 35-Liter-Einsatz zu tauschen.

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Kleine Tonnen passé? • Teil XV: Höhere Müllgebühren ab 2019 für vierköpfigen Haushalt • Ursache: geplantes 20-Liter-Mindestvolumen pro Person • Wolkowski (Grüne) rechnet vor • Ohne Mindestvolumen Kostensenkungen möglich [mit Audio]"

#1 Kommentar von Juanita am 17. Dezember 2017 @ 22:43

Tausend dank an BürgerZeitung für Mönchengladbach und Umland für die – wie gewohnt – zuverlässige Recherche und informative Aufbereitung des (jeweiligen) Themas.

So hat die Vernunft eine Chance.

#2 Kommentar von Stadtfilzer am 26. Dezember 2017 @ 20:11

Danke Dr.Wolkowski!

Sie bestätigen, was schon viele Bürger vermuten. Es geht nur um Kasse machen, nicht um Fakten und erst recht wird ignoriert, dass immer weniger Müll entsteht.

Angeblich soll(t)en mit diesem System die Müllgebühren sinken. War wohl gar nichts! Alles nur Geschwätz!

Absolut krank.

Freue mich schon RIESIG auf die Monstertonnen. Keine Ahnung wohin die gestellt werden sollen!!

Vor allem: ich brauche kein Mindestvolumen von 20 Liter. Demnächst darf ich also wegen ein bisschen Müll mit einer Monstertonne hantieren. Mein netter kleiner 25-l-Mülleimer war noch nie richtig voll.

Was Dr. Wolkowski erläutert/vorrechnet zeigt auch wie „familienfreundlich“ die Groko-Truppe ist. Schön, dass wieder mal was teurer wird. Der Jubel wird keine Grenzen kennen.

Wird es wenigstens eine Regelung für Windeln (sowohl Kinder als auch Inkontinenzler) geben?

Müll ist für mich inzwischen ein Reizwort, und ich habe echte Wut wegen dieser Entmündigung der Bürger mit allen Mitteln, denn was die Bürger wollen wird nach allen Regeln der Kunst IGNORIERT:

Für sowas geht man wählen und zahlt für solches politisches Personal!!!!

#3 Kommentar von Stadtfilzer am 26. Dezember 2017 @ 20:14

@ Juanita

So hat die Vernunft eine Chance???

Bedaure, Ihren Optimismus teile ich nicht.

Wir Bürger werden wieder mal geschröpft, betrogen und über den Tisch gezogen.

#4 Kommentar von Rademacher am 28. Dezember 2017 @ 16:41

Abzocke für die Bürger, Aufsichtsratspöstchen für Politiker. Die kosten eben was. Die AöR hat 19 Stück davon und ne teure Doppelspitze (Schnaß und Teufel).

Wenn ich mich richtig erinnere sind die Müllgebühren sowieso zu hoch und der Kämmerer Herr Kuckels war von Anfang an gegen die AöR, weil die nur Verluste machen würde. Nun muss er gehen, der Kämmerer.

#5 Kommentar von Kerstin Königs am 29. Dezember 2017 @ 10:07

Das ist ja super! Wir (meine Familie) darf mehr bezahlen!

Da kann ich @ Stadtfilzer nur zustimmen: Sehr „familienfreundliche“ Lösung! Und Müll wird so auch nicht vermieden. Eine Unverschämtheit, dass uns 20 Liter pro Person aufgezwungen werden. Warum wird der Müll nicht gewogen? Gibt es in vielen Städten und das wäre eine wirklich faire Lösung. Was unsere Nachbarn im kleineren Viersen können muss in der Wachstumsstadt Mönchengldbach doch auch gehen.

Angeblich sollte es billiger werden! Wie immer nur alles leeres Gerede und Versprechungen. Die wussten von Anfang an, dass die uns belügen und nur abkassieren wollen!

Irgendwo muss das Geld für den Wachstumswahn in dieser Stadt herkommen. Kann den Blödsinn nicht mehr hören. Mönchengladbach ist bei so vielen negativen Dingen führend. Da hätten die genug zu tun. Läuft immer nur drauf hinaus mehr zahlen zu müssen. So kann das jeder. Anderen in die Tasche greifen ist einfach. Das wollen Groko, mags/GEM uns als Vorteil andrehen.

#6 Kommentar von Kerstin Königs am 29. Dezember 2017 @ 10:11

@ Juanita

Wie meinen Sie das: So hat die Vernunft eine Chance? Haben Sie dazu eine Idee oder Vorschlag? Bitte her damit. Ich bin dabei!