Die multimediale Mit-Mach-Zeitung für Mönchengladbach & Umland ... wirtschaftlich und politisch unabhängig ... aber nicht unpolitisch ...

IHK zum „nationalen Klimabeitrag“: Pläne gefährden die Versorgungs­sicherheit

Hauptredaktion [ - Uhr]

„Die neuesten Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums für einen sogenannten ,nationalen Klimabeitrag‘ schaden Nordrhein-Westfalen im Allgemeinen und dem Niederrhein im Besonderen“, warnt Dr. Dieter Porschen, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein.

Nach Plänen des Ministeriums sollen Kraftwerke, die älter als 20 Jahre sind und deren CO2-Ausstoß oberhalb einer Freibetragsgrenze liegt, zusätzliche CO2-Zertifikate abgeben.

Das würde vor allem den Betrieb von Kohlekraftwerken in Zukunft unrentabel machen.

Die hiesigen Enegieunternehmen produzieren Strom aufgrund der natürlichen Gegebenheiten vor allem mit Braunkohle, die CO2-intensiver als andere Brennstoffe ist.

„Diese Emissionen sind die Folge des nordrhein-westfälischen Beitrags zum nationalen Projekt Energiewende: Unsere Kraftwerke sichern die Versorgungssicherheit, die die Energiewende erst möglich macht“, so Porschen.

Entlang der Rheinschiene seien die Betriebe besonders stark auf eine sichere Energieversorgung angewiesen. Wegen der günstigen Stromkosten haben sich dort in der Vergangenheit viele energieintensive Unternehmen angesiedelt.

„Preislich sind sie schon ins Hintertreffen geraten“, sagt Porschen. „Wenn die sicheren fossilen Kraftwerke unrentabel gemacht werden, dann geht das auf Kosten der Versorgungssicherheit.“

2 Kommentare zu “IHK zum „nationalen Klimabeitrag“: Pläne gefährden die Versorgungs­sicherheit”
  1. drikkes,

    Es scheint einiges in den letzten Jahren an Ihnen vorrüber gegangen zu sein,

    Deutschland produziert, wenn genügend Wind und Sonne herrschen, Überschusstrom. Dieser wird allerdings an das Ausland verschenkt, im ungünstigen Fall müssen wir sogar noch etwas drauf zahlen, damit man uns den Strom überhaupt abnimmt.

    Dieses etwas macht letzendlich mehrere Millionen aus. Wer bezahlt es? Der deutsche Stromkunde, dank EEG.

    Haben wir allerdings keinen Wind und keine Sonne (Windstille/Bewölkung) steht dieser Zufallsstrom nicht zur Verfügung und wir müssen Strom aus dem Ausland dazu kaufen (häufig auch Atomstrom aus Frankreich, Italien, Polen usw.).

    Die Stromkosten haben sich für die Stromkunden in den letzten 10 Jahren verdoppelt und führt bei immer mehr Haushalten zu Stromsperren.

    Hier mal ein Artikel, bei Google finden sich noch zig weitere zu dem Thema.

    Drikkes, verbreiten hier nur grüne Propaganda.

    Deutschland verschenkt für Millionen seinen Strom

    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/a-876850.html

  2. Deutschland hat im Jahr 2013 Strom im Wert von 3,76 Milliarden Euro in das Ausland exportiert, so die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, im letzten Jahr.

    Deutschland hat im Jahr 2013 so viel Strom ins Ausland exportiert wie noch nie.

    Die Stromversorger erzielten im Jahr 2013 nach den Daten der europäischen Netzbetreiber einen Stromexport-Überschuss in Höhe von knapp 34 Milliarden Kilowattstunden.

    Gegenüber dem Jahr 2012 (23 Mrd. kWh) ist das eine Steigerung um 47 Prozent.

    Wo liegt da das Versorgungsproblem, Herr. Dr. Porschen?

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.