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Methangas-Anlage Gripekoven: Informationsveranstaltung – Teil III: Intermezzo – Gelsenwasser versucht, bei Wegbergern Ratsmitglieder Boden gut zu machen

Red. Politik & Wirtschaft [ - Uhr]

„Die Investoren und Gelsenwasser sind von der Bürgerresonanz kalt erwischt worden…“, hatte der Sprecher der BI „Pro Wasser & Natur Gripekoven“, Peter Krenzel, in der Informationsveranstaltung am 06.01.2012 im Hotel Esser in Kipshoven gesagt, wahrscheinlich nicht wissend, wie Recht er haben würde.

„Wir wollen die Öffentlichkeit und Sie als die politischen Vertreter der Stadt Wegberg gern sachlich über das Projekt informieren“, heißt es im Einladungsschreiben von Dr. Bernhard Klocke, Prokurist und veranwortlich zeichnend u.a. für Methangas-Anlagen, an alle Mitglieder des Wegberger Rates.

Diese Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, den 12.12.2012 um 19:00 Uhr im Gasthaus Cohnen, Gladbacher Str. 20-22, in Wegberg Rath-Anhoven statt.

Das Ansinnen, die Öffentlichkeit zu informieren, beschränkt sich dabei auf eine Pressekonferenz für regionale Medien vor der Veranstaltung.

In der Veranstaltung selbst, soll im ersten Teil der Veranstaltung der Ansatz „nachhaltiges Biogas“ vorgestellt werden. Daran anschließen sollen sich Informationen zum konkreten Projekt.

Darauf, wie sehr Krenzels Einschätzung (s.o.) zuzutreffen scheint, weist auch die aus Eile geborene Kurzfristigkeit der Einladung zu dieser Ratsmitglieder-Informationsveranstaltung hin.

Dass Dr. Klocke (Gelsenwasser) eine solche Veranstaltung für notwendig erachtet, obwohl Gelsenwasser und die Investoren zumindest schon in den größeren Fraktionen des Wegberger Rates „vorgetragen“ hatten, kann zwei Gründe haben. Entweder waren die Informationen in den Fraktionen unzureichend, oder man versucht, die Argumente der BI und der Referenten bei der Info-Veranstaltung am Nikolaustag „geradezurücken“.

Ob es Gelsenwasser damit gelingt, die Ratsmitglieder von der Idee einer „Methangas-Fabrik“ im Wasserschutzgebiet Gripekoven zu überzeugen und eine Mehrheit für den Auftrag an die Verwaltung, die Änderung des Flächennutzungsplanes durchzuführen, zu erhalten, werden auch die nächsten Tage zeigen.

Am Dienstag, den 18.12.2012 um 18:30 Uhr wird es dazu eine Ratssitzung geben.

Ob der Ratssaal für die große Zahl von zuhörenden Bürgern ausreichen wird, ist nach der großen Interessentenzahl am 06.12.2012, wo sich über 250 Wegberger und andere potenziell Betroffene einfanden, wenig wahrscheinlich.

Unbeschadet dessen werden die Ratsmitglieder sich sicherlich auch nach der eigens für sie angesetzten Gelsenwasser-Informationsveranstaltung weiter informieren, um eine sachgerechte Entscheidung treffen zu können.

Ein Kommentar zu “Methangas-Anlage Gripekoven: Informationsveranstaltung – Teil III: Intermezzo – Gelsenwasser versucht, bei Wegbergern Ratsmitglieder Boden gut zu machen”
  1. Die Ratsmitglieder der Stadt Wegberg sollten sich mal mit ihren Kollegen in Dorsten unterhalten.

    Dort soll seit nunmehr bald 3 Jahren (Spatenstich 22.01.2010) die größte Methangasanlage NRWs entstehen. Gripekoven würde also „nur“ die zweitgrößte bekommen.

    Fertig ist die Dorstener Methangasanlage immer noch nicht, sondern schwächelt vor sich hin, obwohl sie schon sei 2011 Methangas produzieren sollte.

    Für das 23 Millionen teure Projekt hat die Betreiberfirma im September 2012 dem Generalunternehmer gekündigt. Fertigstellung nach wie vor noch vollkommen offen.

    Man ist zwar noch voller Hoffnung, aber Freude hat dort mit Sicherheit keiner mehr, vor allem, sollte nun auch noch eine gravierende Änderung im EEG dazu kommen, rechnet sich die Anlage nicht mehr und Dorsten hat eine hübsche Bauruine, wenn auch zum Glück „nur“ im Industriegebiet.

    Wenigstens waren die so vernünftig das Riesending dorthin zu setzen wo so etwas, wenn überhaupt, hingehört.

    http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/dorsten/Bau-von-Biogasanlage-geraet-ins-Stocken;art914,1777077

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