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NVV Energie weist Vorwurf der Gewinnerhöhung zurück

[pmnvv] Eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass die Stromversorger die Preiserhöhung mit der höheren Umlage für Erneuerbare Energien (EEG) begründeten, jedoch die Einsparungen durch sinkende Beschaffungspreise nicht weitergegeben haben.

Diesen Vorwurf weist Dr. Wolfgang Hüppe, Geschäftsführer der NEW Energie, entschieden zurück: „Es wird der Eindruck erzeugt, dass die Kosteneinsparungen die gesamten Erhöhungen der EEG-Umlage ausgleichen könnten. Dies ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr beträgt der Anstieg der EEG-Umlage für den durchschnittlichen Stromkunden (ca. 4.000 kWh) der NVV, west und GWG rund 70 EUR pro Jahr, unsere Kosteneinsparungen pro Kunde jedoch nur 20 EUR. Eine Preiserhöhung zum Ausgleich der verbleibenden Mehrbelastung von rund 50 EUR ist leider unvermeidlich. Bereits im November haben wir alle Stromkunden über diese Preisänderung schriftlich informiert.“

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5 Kommentare Empfänger "NVV Energie weist Vorwurf der Gewinnerhöhung zurück"

#1 Kommentar von Rettisch am 30. Dezember 2010 @ 12:16

Neeee! Mir kommen die Tränen, lasst uns für den Verein mal den Hut rum gehen, damit die nich noch verarmen!

Für wie blöd hält die NVV und NEW Energie uns.

Schon mal in der Presse und Fernsehen umgeschaut? Wird bestimmt auch die NVV fündig und kriegt Erklärungen die die selbst nicht haben.

Kohle machen mit Verlängerung AKW und alten Braunkohlekraftwerk-Dreckschleudern die nicht mehr laufen sollen und immer noch die Luft verpesten und überhöhten Preisen und uns was vorjammern.

Sollen mal die Leute in Jüchen und Wanlo fragen, wie die das finden, das trotzdem Braunkohle weiter abgebaggert wird obwohl die alten Dreckschleudern noch immer laufen. Wie haben die das eigentlich hingekriegt? Das bringt nämlich richtig Kohle.

Tut echt nur noch weh.

Gehts eigentlich noch?

#2 Kommentar von Halling am 30. Dezember 2010 @ 14:30

Hallo zusammen,

was kann man zu so ner Frechheit noch sagen?

Wechseln! Ganz schnell den Anbieter für Strom und Gas WECHSELN.

Dann kommen die eher wieder auf den Boden der Tatsachen und können vielleicht wieder richtig rechnen statt uns verdummen.

Unverschämtheit!

Infos zum Wechsel habe ich hier gefunden:

[1]

#3 Kommentar von Kritiker am 30. Dezember 2010 @ 15:02

Interessant an dieser Stellungnahme der NVV ist, mit keinem Wort erklärt ihr hiesiger Repräsentant Dr. Wolfgang Hüppe, man habe die Einsparungen an den Kunden weitergegeben.

Er bekräftigt damit den Vorwurf der Studie, die Stromversorger hätten die Einsparungen durch sinkende Beschaffungspreise nicht weitergegeben.

Er versucht lediglich den Eindruck zu erzeugen, um bei seiner Wortwahl zu bleiben, dass je Kunde, ein Durchschnitts-Kunde verbraucht also 4000! KWh im Jahr, ein gesetzesbedingter Aufpreis von 70 Euro erfolgen muß.

Der Böse ist also der Gesetzgeber, der Gutmensch ergo die NVV unter seiner Führung.

Kein Beleg, keine Zahl zu einer Senkung durch Einsparungen, auch die genannten 20 Euro wurden nicht weitergegeben, kein einziges glaubwürdiges Argument insgesamt.

Fazit der Erklärung: der schlechte Ruf der NVV wurde weiter untermauert.

Wechsel ist angesagt!

„Change – We can!“

#4 Kommentar von rackerrainer am 31. Dezember 2010 @ 13:11

Ich kann nur auf meinen Kommentar zum Grußwort des OB verweisen und empfehlen, sämtliche hoheitlichen Aufgaben wieder von der Stadt selbst zu besorgen und den gewinnorentierten privaten Gesellschaften in Mönchengladbach diese Aufgaben wieder zu entziehen.

Nach meinem Dafürhalten werden dann Gebühren wieder geringer und Preise für Strom und Gas könnte auch wieder günstiger und transparenter für den Bürger erhoben werden.

#5 Kommentar von Gandalf am 31. Dezember 2010 @ 19:07

Seit Herbst 2008 sind die Beschaffungskosten für Strom um 30% – 40% gesunken. An die Kunden wurden diese Einsparungen selbstverständlich nicht weiter gegeben. Im Gegenteil.

RWE, Eon, EnBW und Vattenfall werden für 2010 einen Gesamt-Jahresgewinn von rd. 30 Milliarden Euro einfahren!

Nebenbei der höchste Gewinn ever! Rekord!

Also auch RWE. Demzufolge ist „unsere“ NVV/NEW Energie West daran (am Gewinn) beteiligt.

Es wird Zeit, dass man auch in Mönchengladbach begreift, dass Verbraucher/Bürger Informationen erhalten oder sich beschaffen können und des Lesens und Denkens mächtig sind.

Wir werden hemmungslos, ja, schamlos von Monopolisten (zu denen auch die NVV indirekt gehört) barbiert. Schlimm daran ist, dass Kommunalpolitiker im Aufsichtsrat der NVV dies alles (so sieht es zumindest aus) mittragen. Auf Bundesebene ist es dasselbe Spiel, dort sitzen eben unsere „Spitzenpolitiker“ im Aufsichtsrat der „Big Four“. Prima!

Nun ja, allein die Vergütungen auf kommunaler Ebene für ihre Bemühungen in demselben (z.B. müssen viele Rentner nur von solchen Summen ein Jahr leben oder haben noch viel weniger zur Verfügung) ermöglichen ihnen, dass sie wahrscheinlich gar nicht mehr mitbekommen wie die Bürger zur Kasse gebeten werden und was das für viele bedeutet. Für sie sind Energierechnungen nur eine Petitesse am Rande. Ärgerlich aber nicht wirklich tragisch, weil’s im Portemonnaie nicht weh tut.

Man darf sich in diesem Zusammenhang auch fragen, wozu von uns gewählte Kommunalpolitiker/Politiker in einen Aufsichtsrat entsandt werden. Welcher Gedanke/Idee stand einmal dahinter?

Und zurück zur NVV: Was will man uns also mit dieser lächerlichen PM verklickern?

Für wie dumm hält man uns?

Allerhöchste Zeit zu wechseln!