- BürgerZeitung für Mönchengladbach und Umland 1.0 - http://www.bz-mg.de -

Parken bei real an der Odenkirchener Straße kann teuer werden • Parkscheinverlust kostet 25,00 EURO

Das teilte uns BZMG-Leser Marion M. (Name geändert) mit diesem Leserbrief mit:

„Letzte Woche ging ich bei Real in Rheydt einkaufen. Dafür parkte ich meinen Wagen im zugehörigen Parkhaus.

Nach ca. 15 Min. war mein Einkauf erledigt und ich ließ meine Parkhauskarte an der Kasse von der Kassierin abstempeln.

Auf dem Parkdeck wollte ich dann die Parkhauskarte im Automaten abstempeln lassen.

Aber ich fand sie nicht mehr. Ich hatte sie verloren. Ich ging den Weg wieder ab, sie war aber nicht mehr zu finden.

Also ging ich zu der Kasse und fragte die Kassierin ob ich die Karte dort liegen gelassen hatte. Dem war aber nicht so. Ich fragte dann nach einer Ersatzkarte.

Diese gibt es aber bei Real nicht.

Auch auf Nachragen bei einer Kollegin konnte man mir nicht weiter helfen.

Ich bekam nur die Auskunft das Real nicht mit dem Parkhaus zu tun hat.

Dieses obliege der Firma Jessen.

Am Automat gäbe es eine Sprechanlage, und dort könnte ich nachfragen.

Das tat ich auch dann. Nach ca. 15 min. meldete sich auch jemand.

Dort wurde mir mitgeteilt, dass es eine Ersatzkarte gebe wenn ich 25,00 € in den Parkautomaten bezahle.

Auch auf meine Antwort dieses wäre doch Wucher, wo der Tagessatz bei 11,00 € liege bekam ich nur die Bemerkung das er nichts dafür kann sondern dieses sein Chef so wollte.

Nun wie ich schon bei der Kassierin den Namen Jessen-Bau hörte schwante mir nichts Gutes.

Hat doch dieser Name nicht den besten Ruf in Mönchengladbach.

So musste ich denn für 15 min. Parken 25,00 € bezahlen.

Dieses ist und bleibt in meinen Augen Wucher.

Aber auch die Firma Real ist meines Erachtens nicht gerade kundenfreundlich.

Denn wenn ich in ihrem Hause einkaufe und verliere den Parkschein sollte man mir als Kunden doch helfen können.“ (Ende des Leserbriefes)

Unsere Redaktion hat real und Jessen um eine Stellungnahme gebeten und ist nun gespannt auf die Antworten.

3 Kommentare (Öffnen | Schließen)

3 Kommentare Empfänger "Parken bei real an der Odenkirchener Straße kann teuer werden • Parkscheinverlust kostet 25,00 EURO"

#1 Kommentar von Kerstin Königs am 1. Dezember 2013 @ 23:28

Auch schön! Wieder Abzocke. Kostet das Ziehen eines neuen Tickets für ein verlorenes zum Preis von 25 Euro im Ausdruck mehr als eines, das direkt zum Tagessatz von 11 Euro gezogen werden kann?

Vielleicht glaubt diese Firma Jessen, dass „Dummheit“, also das Verlieren eines Tickets, bestraft werden muss?

Die glauben ja auch allen Ernstes, dass die das Stadtbild maßgeblich geprägt haben (habe ich mal gelesen und was mit dem hässlichen Realmarkt direkt gegenüber dem Stadttheater irgendwie auch stimmt – oder diese gelb-bunten, inzwischen angeschmuddelten Häuser auf der Limitenstraße – igitt!) und meinen vielleicht auch die Leute zur Ordnung erziehen zu müssen.

Sollen die doch mal mit zwei oder drei ungeduldigen Kindern, die man grade irgendwo eingesammelt hat, noch schnell einkaufen (möglichst den Wocheneinkauf für einen 5-Personen-Haushalt) und noch mit irgendeinem sperrigen Teil bepackt sein, da könnte denen auch mal ein Ticket abhanden kommen.

Dann weiß man jetzt wenigstens, wo man NICHT einkaufen sollte. Ich persönlich mag den Laden ohnehin nicht.

Vielleicht finanziert die Firma Jessen von solchen „Strafgebühren“ ihre Weihnachtsanzeigen für die CDU?

[1]

Kundenfreundlichkeit funktioniert jedenfalls anders.

#2 Kommentar von BZ-Leser am 2. Dezember 2013 @ 22:16

Auch wenn ich den Frust der Kundin nachvollziehen kann: Die Rechnung „Ersatz für verlorenes Ticket kann doch nicht teurer sein als ein Tagesticket für 11 Euro“ geht so nicht auf.

Auch das Tagesticket berechtigt ja nur zum Parken für eine bestimmte Zeit – ein „verlorenes“ Ticket kann aber auch jemand reklamieren, der (mal überspitzt gesagt) seinen Wagen für den Kurzurlaub eine Woche im trockenen Parkhaus abstellt.

Denn beim Ticketverlust ist ja nicht mehr nachvollziehbar, wie lange der Wagen wirklich da steht.

Für die Firma Real wäre das unter dem Stichtpunkt „Kundenfreundlichkeit“ allerdings tatsächlich sinnvoll, mal mit dem Parkhausbetreiber einen Deal zu machen, um in so einem Fall ein Ticket für den aufgelösten Kunden zur Hand zu haben.

#3 Kommentar von Ypsilon am 3. Dezember 2013 @ 12:20

@ BZ-Leser

Ihr Erklärungsansatz erscheint bedingt logisch.

Wie oft kam das mit dem Kurzurlaub schon vor, dass der Parkhausbetreiber oder Real diesen begründeten Verdacht einer Kundin/einem Kunden gegenüber haben musste?

Gibt es bei Real/dem Parkhaus keinen Hausmeister, der hin und wieder z.B. morgens und/oder abends durch das Parkhaus geht? Nach Geschäftsschluss/Theaterende, müsste das Parkhaus, bis auf vielleicht bekannte Dauerparker, leer sein. Ebenso morgens vor Öffnung.

Wenn ein Fahrzeug länger als einen Tag dort stehen würde, was bei einem Warenhaus nicht das Normale sein dürfte, müsste es sozusagen „übernachten“ und Tag für Tag an derselben Stelle stehen.

Das fällt doch eigentlich irgendwann auf oder? Die Nummer notiert, an die weitergeben, die für die Herausgabe eines Ersatztickets zuständig sind und abwarten, was passiert.

Ist das Fahrzeug nicht bekannt und ist im Parkhaus sozusagen ein „Stehrümchen“ wie von Ihnen beschrieben, würde das doch auffallen. Oder etwa nicht?

Dauerparker dürften dem Hausmeister (so vorhanden) oder Jemandem, der hin und wieder mal nach dem Rechten sieht, bekannt sein.

Wenn sich solche Vorfälle häufen, dann wäre das Verhalten verständlich, was ich nicht wirklich glauben kann.

Wie Sie sehr richtig schreiben: Real und der Parkhausbetreiber sollten sich mal im Sinne der Kundenfreundlichkeit über einen derartigen Fall, der offensichtlich mal vorkommen kann, unterhalten.