Aus dem Osten in den Osten

Glossi [ - Uhr]

bzmg-mg-ost-glossi-feuerHallo zusammen, da bin ich mal wieder, hab ein bisschen zugenommen, wie man sieht, aber auch der Flugwind plustert das eine oder andere Kleindungsstück etwas auf und lässt einen etwas fülliger erscheinen. Das nur am Rande. Es war mal angesagt, „in die Luft zu gehen“! Nein, nicht was Sie meinen, das überlasse ich anderen … am Ende dieses Überflugberichtes.
😉

Ich hab mal die Mönchengladbacher „Ost-Zone“ überflogen und dabei das eine oder andere Feuerchen entdeckt, das da vor sich hin lodert. Gelegt von Ortsfürsten, die es immer noch nicht geschafft haben, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und so die Feuerchen zu löschen.

Stattdessen gießen sie durch ihr stures und egozentrisches Verhalten immer wieder Öl in die Glut.

Getreu dem Motto: „Wir rechnen so sehr mit den Stimmen der Wähler, dass wir nicht dazukommen, sie zu hören.“ Wenn das mal nicht zu einem „schwarzen“ Flächenbrand wird; rote Flammen gibt es hier ja weniger.
😉

Gestartet war ich auf dem Gelände des ehemaligen Giesenkirchener Freibades. Grün über grün sieht’s von oben aus, als ob die Natur schon mal das vorwegnimmt, was sich viele Giesenkirchener wünschen. Zurück zur Natur!

Über der Sportanlage Puffkohlen wird es dann schon etwas dunkler. Grau-schwarzer Nebel macht die Sicht auf die Dinge immer noch äußerst schwierig.

Keine Transparenz für die Bürger! Wie auch – bei diesem Dunst. Auch bei der „Ostumgehung Giesenkirchen“ ist nichts zu erkennen, wird doch auch hier alles „unter der schwarzen Decke“ gehalten. „Opake Politik“? (Opak = undurchsichtig).

Bevor ich vom schwarzen Giesenkirchen über den roten Volksgarten zum schwarzen Neuwerk komme, muss ich erst noch das „Neue Niemandsland MG-Süd“ queren.

Eigentlich will ich auf dem Gladbacher Flughafen landen – geht nicht, da läuft nix. Aber auch da lodert’s. Wird da noch mal was draus?

Etwa ein Landeplatz für Geschäftsleute. Oder sollte man besser sagen, ein Startplatz für die Unternehmen, die Gladbach möglichst schnell den Rücken kehren wollen?

Wohin also? Ab zum Dünnerfeld, noch ist da ein guter Landeplatz für Ultraleichtflieger und kleine Leute wie mich.

Huch, Hochspannung! Nicht nur wegen der 110.000 Volt-Hochspannungsleitung:  Sicherheitsabstand!

„Sicherheit“ bringt mich da auf einen Gedanken: Ob die CDU in Neuwerk Sicherheitspolitik betreibt, sozusagen Prophylaxe im Rahmen eines CDU-internen Gesundheitsprogramms zur Bekämpfung einer Angst-Neurose?

Angst vorm Internet? Angst vor bohrenden (und nagelnden) Fragen? Angst davor, antworten zu müssen? Angst vor dem Wähler und dem Verlust von Wählerstimmen? Angst vor den bisherigen Nicht-Wählern? Angst, es könnte schon wieder nicht klappen, dass ein „Schwarzer“ neuer Oberbürgermeister wird?

Dabei ist er doch gar nicht eingetreten, der befürchtete „Weltuntergang“ mit einem „roten“ Oberbürgermeister. Genau so wenig würde die Mönchengladbacher Welt untergehen, wenn sie nicht weiter so von der CDU dominiert würde.

Obwohl, wat soll de denn machen, de rote Norbert? Nix, der kann doch sowieso nur das machen, was die Ratsmehrheit zulässt. Ok, ein wachsames Auge auf manche Verwaltungsvorgänge werfen, vielleicht, was er so zu sehen kriegt, aber sonst?

Und wat kann de schwatte Norbert anders machen? Nix anders. Oder besser gesagt, das, was ihm seine Partei“-Freunde“ vorgeben. Dann läuft das mit (Bau-)Wirtschaftsförderung umso besser – „wie geschmiert“.

Neuwerk! Hier also „wandelt“ sie, die CDU unter dem Bettrather Ratsherrn Baues und dem Neuwerker OB-Kandidaten Post und wandelt, pardon, „arrondiert“ was das Zeugs hält. Gut so, dann braucht sich der Noch-Giesenkirchen-„Chef“ da schon mal keine Gedanken mehr zu machen.

Das bringt Neuwerk und die ganze „Ost-Zone“ vorwärts:

Die Wohnbebauung findet am Rande statt, dort, wo jeder gerne leben möchte, weil es sich da so schön naturnah wohnt. Und wo infolgedessen auch Grundstückspreise und Nachfrage stimmen.

Das zieht stadtbekannte Investoren an. Besser kann man sein Geld nicht verdienen als freie Flächen in Reihenhausmanier zu bebauen. An die nicht so finanzstarken Familien brauchen wir sowieso nicht zu denken, die sollen gucken wo sie wohnen können. Bezahlbarer Wohnraum, ich lach mich kaputt!

Aber der Logik von Besten, hupps verschrieben, meine natürlich Baues & Co. folgend liegen ja eigentlich alle Randbezirke irgendwie mitten in der Stadt und müssen nur noch „arrondiert“ werden.

Und irgendwann kommen die ersten Beschwerden: ich wollte ja gerne ländlich und stadtnah wohnen, nur erstens stört der krähende Hahn, zweitens wohne ich jetzt doch „mitten in der Stadt“, drittens läuft mir bei jedem stärkeren Regen der Keller voll, nur viertens, Geld, habe ich keines mehr zum Abdichten.

Das haben jetzt andere verdient.

Naturschutzgebiet Bahndamm, der bleibt uns erhalten. Mensch, da seh ich ja spielende Kinder am Hang, und etwas weiter lungern Halbwüchsige rum –  rauchen die etwa?

Ich frage mich, ob bei so viel vorsorglichem und besorgtem Sicherheitsdenken nicht der gesamte Bahndamm eine potentielle Gefahrenquelle darstellt.

Man sollte einfach die Abtragung beantragen. Und schon wäre wieder Platz für neue Baugebiete, die keiner braucht! Natürlich Privat!

Apropos: Privat! Da war noch was: „Privat vor Staat“.

Quatsch! Das war gestern – vor der Finanzkrise – jetzt muss der Staat erstmal komplett in allen Lebenslagen die Kinder schützen, wenn Eltern ihnen nicht den sicheren Schulweg weisen und Kinder da einfach spielen lassen.

Wo kommen wir denn da hin, Verantwortung den Eltern zuzuschieben. Wenn, dann nur da, wo es passt. Und hier passt es nicht. So einfach ist das!

Ich hebe ab und freue mich über die Donk.

Auch ein schönes Naturschutzgebiet, das müsste doch eigentlich für Versickerung reichen bei Regen, sinniere ich so vor mich hin. Klimawandel, Starkregen, volle Kanalrohre – alles Quatsch. Hier ist die Welt doch noch in Ordnung.

Auf einmal höre ich ein Pfeifen im dunklen Walde. Ich schaue runter und erkenne Robert Baues und Norbert Post. Ob sie sich gegenseitig Mut machen nach dem Motto „et hatt noch immer joot jejange…“?

Keine Angst 😉 (!), in Gladbach wird auch ohne Euch gebaut werden, was das Zeug hält: Für die Belebung der Innenstadt bekommt der Bürger das ECE. Dann braucht er sich auch nicht mehr die steile Hindenburgstraße hochzuquälen, denn da ist dann sowieso nichts mehr los.

Einzig der grüne Karl könnte da in die rot-schwarze Soße spucken. Aber wie war das noch? Als OB müsste auch er nach der Pfeife der Mehrheit tanzen. Na gut, die Grünen sind kreativ, zur Not werden die Pflastersteine grün angemalt.

Und weil die Rheydter City nach Bau des Einkaufsriesen in MG-City endlich vollends auf der Intensivstation liegt, müssen sich Politiker umso kostspieliger zur Wiederbelebung etwas einfallen lassen.

Da gibt es dann doch sicherlich Geschäftsimmobilien zu kaufen. Und die könnte man dann abreißen und irgendetwas Neues bauen. Und schon sind wieder Profit und 100 Arbeitsplätze gerettet! (Hinweis: Reihenfolge beachten!)

Über den Nordpark werden wir sicherlich auch noch viel hören.

Und beim Bökelberg fehlt es noch an Bauherrn (dabei würde sich der Kämmerer sicher über eine bessere Vermarktung freuen), vielleicht wäre an dieser Stelle ein gelber OB nicht schlecht.

Der fusioniert die ganzen Stadtgesellschaften zu einem schwunghaften Marketingunternehmen zusammen. Die FDP versteht zumindest, wie man Angenehmes mit Nützlichem verbindet.

Und ein gelber OB sieht zu, dass die Verwaltung endlich wieder „besser“ läuft, der Wirtschaftsstandort wieder besser repräsentiert, Gladbach endlich innovativ vorangebracht wird und und und.

Aber wat soll de gelbe Anno denn anders machen, als de rote oder der schwatte Norbert? Nix! Denn auch der kann nur das machen, was die Ratsmehrheit zulässt.

Also, alles auf Anfang? Vielleicht ja auf einen neuen Anfang!

Ja, es wird ein neuer Anfang, mit einer „Ost-Zone“, mit „Nord-Lichtern“, mit einer „West-Küste“ und vielleicht starken „Süd-Stadtlern“.

So, langsam geht mit der Sprit aus. Ich muss also landen. Ganz, ganz vorsichtig, denn abstürzen will ich natürlich nicht.

Das überlasse ich anderen. Denen beispielsweise, die vielleicht in Luft gegangen sind.

Aber vielleicht flieg ich ja bald mal wieder und vielleicht dann mal in ne andere Himmelsrichtung.

Das wollte ich nur mal gesagt haben …

Und tschüss, Euer Glossi

(Demnächst wieder bei der Elbischen Post)

Bisher keine Kommentare

Ihr Kommentar