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AfD-Stadtverband Mönchengladbach verwahrt sich gegen rechtsradikale Einordnung durch die Theo‐Hespers‐Stiftung

Hauptredaktion [ - Uhr]

In einem „Offenen Brief“ wendet sich der AfD-Stadtverbandssprecher Hans Werner Schoutz an Ferdinand Hoeren in dessen Funktion als Sprecher der Theo‐Hespers‐Stiftung und dem Mönchengladbacher Bündnis „Aufstehen! – Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus“.

In der aktuellen Sonderausgabe von „Zeitzeugnisse“ der Stiftung wird der AfD ein „vielschichtig rechtsradikales bis ‐extremes und deutsch‐nationales Parteiprogrammangebot“ vorgeworfen.

Schoutz fordert Hoeren auf, solche Äußerungen zu unterlassen, seine Behauptungen zurückzunehmen, dies in seiner Publikation klarzustellen und weist darauf hin, dass die Mönchengladbacher AfD-Mitglieder aus so genannten „Altparteien“ stammen, bis hin zur Linken.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt Schoutz: „Es ist mir vollkommen unverständ­lich, wie Herr Hoeren sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen kann. Offensichtlich hat er sich noch nicht einmal im Ansatz mit der Mönchengladbacher AfD und den dort aktiven Personen befasst. Dass er dabei auch dazu aufruft, die AfD in Mönchenglad­bach nicht zu wählen, halte ich für gesellschaftlich sehr bedenklich. Ich vermute, dass Herr Hoeren, die Mönchengladbacher AfD-Kandidaten noch nicht einmal kennt.“

Zwischen der zu beobachtenden Beschädigung von AfD-Wahlplakaten und Ferdinand Hoeren und der Theo-Hespers-Stiftung will Schoutz keinen Zusammenhang herstellen, sieht sich jedoch insgesamt einer Diffamierungskampagne gegenüber.

Schoutz berichtet, dass vor allem AfD-Plakate geradezu systematisch entfernt worden seien.

Dies habe nichts mehr mit demokratischem Wahlkampf zu tun, so Schoutz. Reinen Vandalismus schließt er aus, weil nicht erkennbar sei, dass Plakate anderer Parteien ebenfalls in diesem Maße betroffen seien.

Bezüglich des „Offenen Briefes“ der AfD hat unsere Redaktion Ferdinand Hoeren um eine Stellungnahme gebeten.

Darüber hinaus hat die AfD Mönchengladbach mittlerweile gegenüber Ferdinand Hoeren ihr Interesse an einem Beitritt zum Bündnis „Aufstehen! – Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus“ bekundet und um die Zusendung entsprechender Unterlagen gebeten.

7 Kommentare zu “AfD-Stadtverband Mönchengladbach verwahrt sich gegen rechtsradikale Einordnung durch die Theo‐Hespers‐Stiftung”
  1. Ich hätte da noch eine Frage an diese ganzen Aufsteher und Oberdemokraten: was wollt Ihr eigentlich ?

    Ihr seid Euch doch selber Schuld, daß es die AfD überhaupt gibt.

    Früher zählte ich auch zu den treuen CDU/FDP Wählern. Wenn jedoch über Jahr(zehnt)e versucht wird, die Allgemeinheit für dumm zu verkaufen, ist halt irgendwann mal Schluß mit lustig und mit Eurem widerlichen Gegeifere holt Ihr verlorene Anhänger garantiert nicht zurück.

    LePen, Wilders und Farage würde es ohne diese kollektive Verarscherei auch nicht geben.

    Die „Erfolgsmeldungen“ aus Berlin überholen sich ja schon wieder selbst (zumindest bis übermorgen):
    . die Euro-Krise wurde mit Bravour gemeistert
    . Dutschland ist das zweitbeliebteste Einwanderungsland
    ach ja ? wie das wohl kommt ?
    was ich jetzt natürlich vergaß – es kommen ja nur hochkarätige Spezialisten ! mea culpa

    Zur Europawahl ging ich bislang nie; diesmal werde ich hingehen – einzig und allein aus dem Grund, die AfD zu wählen.

  2. Wie andere sich über den Umgang mit der AfD äußern: offener Brief von Josef Schlarmann, früherer Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung:

    Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, sehr geehrter Herr Seehofer, sehr geehrter Herr Lindner,

    ich wende mich an Sie, weil ich bestürzt darüber bin, wie Vertreter der Unionsparteien und der FDP in dem Europawahlkampf mit der AfD und ihrem Bundessprecher, Herrn Lucke, umgehen. Auch in Wahlkämpfen gibt es verbale und tatsächliche Grenzen, die Demokraten einhalten sollten.

    Herr Lucke ist mein Nachbar. Ich kenne ihn seit vielen Jahren. Er ist ein seriöser Wissenschaftler, und er war lange Zeit mit mir Mitglied im selben Stadtverband der CDU. Sein politisches Denken ist sach- und problemorientiert, er ist ein überzeugter Vertreter der sozialen Marktwirtschaft, und jede Radikalität ist ihm fern.

    Ihn als Rechtspopulisten zu bezeichnen, ist deshalb eine bösartige Verunglimpfung. Dass er von einem Europaparlamentarier der FDP jüngst sogar als Faschist bezeichnet wurde, ist eine beschämende Entgleisung des Betreffenden, für die seine Partei sich längst hätte entschuldigen müssen. Ebenso problematisch ist es, die AfD in die Nähe zum Rechtsextremismus und zur Verfassungsfeindlichkeit zu rücken, wie dies von Spitzenvertretern der CDU gemacht wurde.

    Spätestens die Tatsache, dass die AfD jetzt im Europawahlkampf massiven Zerstörungen ihrer Plakatwerbung, Störungen ihrer Veranstaltungen und teilweise auch tätlichen Angriffen auf ihre Wahlkämpfer ausgesetzt ist, müsste allen demokratischen Parteien Anlass sein, sich schützend für die “Freiheit der Andersdenkenden” einzusetzen.

    Die Unionsparteien und die FDP sind Parteien, die sich nach meinem Eindruck bisher für einen fairen Wettbewerb im politischen Leben eingesetzt haben. Noch ist Zeit, sich daran zu erinnern und danach zu handeln.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Josef Schlarmann

    Persönlich möchte ich hinzufügen: auch die SPD nimmt für sich den Duktus eines fairen politischen Wettbewerbs in Anspruch.

  3. Sehr geehrter Herr Hoeren,

    Aus Ihrem Flugblatt:

    „Verstärkte Angriffe auf unsere Demokratie – Erst Pro Köln, dann … die AfD . Gruppierungen, deren Gesinnung eindeutig als rechtsextrem gelten MUSS …“

    „MUSS“: welchem Zwang unterliegen Sie da? Etwa dem, das Programm der AfD zur Europawahl zu ignorieren https://www.alternativefuer.de/europawahl/europa-wahlprogramm/ ?

    Theo Hespers, der in höchstem Maße verehrungswürdige Namensgeber Ihrer Stiftung unterlag keinem äußeren Zwang. Er war nur seinem Gewissen verantwortlich. Ihr Flugblatt erzeugt bei mir Zweifel, ob Sie sein geistiges Erbe angemessen vertreten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karsten Simon

  4. Bravo!

    Diese Aufsteher (oder doch …) sind doch die wahren Demokraten!

    Wer das Gehirn einschaltet und nicht blindlings der Brüssel-Mafia bzw. deren Berliner Marionetten folgt, ist selbstverständlich rechtsradikal.

    Wer die Interessen deutschlands vor die Anderer stellt, ist selbstverständlich rechtsradikal.

    Nur die Typen, die Herrn Lucke oder andere AfD-Vertreter tätlich angreifen – die sind lieb.

    Zur Erinnerung: nur durch bedingungslose Schleimer, Ja-Sager und Arschkriecher war die Katastrophe, von der unser Land vor 70-80 Jahren heimgesucht wurde, überhaupt erst möglich.

    Zieht Eure Schleimspur ruhig weiter !

  5. @ Klaus Heimbuch

    Da ist sie wieder, diese schleichende Unterstellung die AfD sei eine rechte Partei. Diesmal ist sie nur rechtsPOPULISTISCH, bei anderen Darstellungen wird sie als RADIKAL oder EXTREM tituliert.

    Aber populistisch darf man doch wohl sein, schließlich sind dies alle Parteien, sonst würden sie kein Gehör finden.

  6. Ich möchte keinem Mitglied der AfD in Mönchengladbach rechstextreme Tendenzen unterstellen.

    Wenn man sich aber einer politischen Gruppierung anschließt, sollte man zumindest im Grundsatz mit deren Richtung und Zielen übereinstimmen.

    Sich auf die Ortsgruppe und Kommunalwahl zurückzuziehen halte ich für etwas zu kurz gegriffen.

    Einem Mitglied der Linken würden auch wenige eine liberale, unternehmerfreundliche Politik abkaufen.

    Wenn es Herr Schoutz und die anderen Mitglieder der AfD in Mönchengladbach ernst meinen würden, sollten sie sich eher vom rechtspopulistischen Schlingerkurs eines Herrn Lucke und einer Frau von Storch distanzieren, als zu versuchen, sich über die Theo-Hespers-Stiftung ein antifaschistisches Feigenblatt anzuheften.

  7. „Aufstehen! – Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus“

    Ist ja gut und richtig. Aber der Linksextremismus, der auch in Mönchengladbach stark vertreten ist, wird ignoriert.

    Bisher habe ich lediglich Gewalt und Schmiereeien von z.B. der Antifa hier festgestellt. Aber die AfD als RechtsEXTREM zu bezeichnen ist sehr frech und auch dumm.

    Das ist ja schon WDR Manier.

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