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Bismarckstraße: Verkehrsfluss soll verbessert werden • Neue Abbiegespur, verbesserte Ampeltechnik und Einrichtung von Ladezonen

[1]Ende der Woche tritt die Tempo-40-Regelung zwischen Hohenzollernstraße und Bismarckplatz in Kraft. Die Geschwindigkeitsbegrenzung, die zu einer Lärmminderung in dem stark befahren Straßenzug führen soll, ist Teil des vom Rat beschlossenen Lärmaktionsplans.

Gleichzeitig gilt für die Bismarckstraße ein LKW-Fahrverbot. Die Tempo-40-Regelung ist nicht die einzige Maßnahme, die im Zusammenhang mit der geplanten Sperrung der Stepgesstraße im Bereich zwischen Viersener Straße und Abteistraße umgesetzt wird.

Mit dem Ziel, den Verkehrsfluss auch vor dem Hintergrund des neuen Einkaufszentrums zu verbessern, wurde in den vergangenen Wochen eine neue Rechtsabbiegespur von der Bismarckstraße in die Oskar-Kühlen-Straße eingerichtet und die Linksabbiegespur vom Berliner Platz in die Bismarckstraße verbessert. Hier kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Rückstaus.

Darüber hinaus wurden im Bereich des Bismarckplatzes drei Ampelanlagen modernisiert und auf energiesparende LED-Technik umgerüstet.

Außerdem sind in der Bismarckstraße auf beiden Seiten Ladezonen an Stelle bisheriger Parkstände eingerichtet worden. Parken ist auf der gesamten Bismarckstraße zukünftig nicht mehr möglich.

Die Bauverwaltung geht davon aus, dass die Restarbeiten zur Umsetzung des gesamten Maßnahmenpaketes zum Ende der Woche komplett abgeschlossen sind. Ab dann gilt auch die Tempo-40-Regelung.

Foto: Stadt Mönchengladbach

10 Kommentare (Öffnen | Schließen)

10 Kommentare Empfänger "Bismarckstraße: Verkehrsfluss soll verbessert werden • Neue Abbiegespur, verbesserte Ampeltechnik und Einrichtung von Ladezonen"

#1 Kommentar von Frank Sentis am 19. August 2014 @ 20:28

Cool, endlich mal eine Maßnahme die keine tausende Euro kostet und den Anwohner trotzdem hilft.

Ein klein wenig langsamer fahren und den Anwohnern wieder die Chance auf gesunde Wohnverhältnisse geben.

Wenn jetzt noch durch eine grüne Welle der Verkehr verstetigt wird, ist man schneller als bisher und der Lärm wird um 1,5 – 2,5 db verringert.

So einfach und günstig kann Lärmschutz sein. Haben übrigens so einige andere kleine Kommunen (Beispiel Berlin) längst begriffen und umgesetzt.

#2 Kommentar von Rendoerseg am 24. August 2014 @ 08:59

Es ist doch nicht das Tempo der Fahrzeuge, die Staus auf dieser Straße verursachen.

Es sind diese blöd geschalteten Ampelanlagen wie überall in Gladbach.

Und wenn Lärmschutz ein weiteres Argument für diese neue Regelung sein soll, warum dann nicht überall Tempo 40?

#3 Kommentar von Rademacher am 24. August 2014 @ 15:02

@ Rendoerseg

Zu Tempo 40. Richtig! Wäre überall besser.

Müssen Sie den Politikern erklären. Die wollen das nicht.

#4 Kommentar von Rendoerseg am 24. August 2014 @ 15:48

@ Rademacher

Ich möchte aber Tempo 40 nicht, weil ich keinen Sinn darin erkennen kann.

Ich habe dies ja auch nur erwähnt, weil die Gladbacher Verkehrsplaner ein weiteres Argument einsetzen, um das Dillema auf der Bismarkstraße aufzudröseln.

Sie benutzen dazu eine Behauptung, die nicht standhält (Lärmminderung). Auf dieser Straße entsteht u.a. deshalb Lärm und Gestank, weil die Fahrzeuge mehr stehen als in Bewegung sind. Und dies hat nur etwas mit der Ampelregelung zu tun.

Es kann doch nicht sein, dass man selbst morgens um 4 – 5 Uhr an jeder Kreuzung dieser Straße stehen muss. Das macht Lärm und schlechte Luft.

#5 Kommentar von Rademacher am 25. August 2014 @ 00:12

@Rendoerseg

Klar mögen Sie Tempo 40 nicht. Hatte ich mir gedacht.

Der Deutsche und sein Auto! Freie Fahrt für freie Bürger, gabs ja mal. Glaube war von der FDP.

Mit Argumenten ist da nix zu machen. Kann man vergessen.

Sind dieselben, die grade noch dagegen wettern, selbst betroffen sieht das sofort anders aus.

Ein Artikel im Berliner Tagesspiegel bringt es auf den Punkt:

[2]

Autoliebhaber und Anhänger der Autovorrang-Politik sind sowieso nicht zu überzeugen. Werde mir da keine Mühe geben.

Die Bismarckstraße wird dank Arkaden belastet bleiben. Das wollen die Politiker, die den Kasten haben wollten, immer schönreden. Geht aber nicht. Irgendwo muss der Verkehr langrollen.

Zur Grünen Welle:

[3]

Erklärung da:

„In der Praxis wird die Welle meist an kritischen Knotenpunkten zwischen zwei Hauptstraßen „aufgehängt“ und von dort in beide Richtungen entwickelt. Je nach Abstand der Querstraßen ist dabei oft nur eine richtungsbezogene Koordinierung möglich. Entsprechend der Last wird der Verkehr stadteinwärts oder stadtauswärts koordiniert. Die jeweilige Gegenrichtung muss häufig anhalten.“

Alles nicht so easy wie die meisten meinen.

#6 Kommentar von Rendoerseg am 25. August 2014 @ 12:06

@ Rademacher

Was haben Sie eigentlich gegen Autos?

Das der gesamte Verkehr geregelt werden muss ist ja okay. Aber bitte sinnvoll.

Und was haben Sie gegen den Spruch: „Freie Fahrt für freie Bürger“?

Wahrscheinlich verstehen Sie darunter, dass die Befürworter dieser These wild drauflos fahren wollen. Aber mit einer freien Fahrt ist etwas anderes gemeint. Nicht solche sinnlosen Ampelschaltungen wie in Gladbach, sondern ordentlicher Verkehrsfluß.

Übrigens auch Radfahrer und Fussgänger wollen freie Fahrt und nicht solche blödsinnigen Scheidt&Bachmann Knöpfe an den Ampeln, die jede Bewegung künstlich ausbremsen.

#7 Kommentar von wir-leben-jetzt am 25. August 2014 @ 14:31

Man muss sich das nur einmal vorstellen.

Wir Steuerzahler und Autofahrer haben sehr viel Geld ausgegeben, damit die Autos (die in der Regel nicht selbst fahren, sondern durch uns gefahren werden) flüssig durch unsere Städte fahren.

Dann kommen die grünen Anti-Auto-Ideologen mit ihrem Verplanungsdezernenten Herrn Wurff daher, und „verdichten“ die Verkehre in MG auf wenige Strassen und wir haben mehr Stau wie in den 90ziger Jahren.

Dafür wird das Wort „Umweltschutz“ und der berechtigte Lärmschutz der Anwohner missbraucht!

Dem hat der Wähler jedoch KLAR widersprochen. Ich warte nur darauf, das die angeblich grünen Demokraten das auch akzeptieren.

#8 Kommentar von D. Pardon am 26. August 2014 @ 19:20

Wir Autofahrer und Steuerzahler geben auch eine Menge Geld für Straßeninstandhaltung – und trotzdem werden Straßen, Bürgersteige und Radwege nicht besser.

Ich bin Autofahrer, nutze aber gerne mein Fahrrad für kleinere Einkäufe und Erledigungen: Spart Sprit, ist gut für meine Gesundheit, parke direkt vor’s Geschäft und verschwende keine Zeit mit Parkplatzsuche.

Viel zu lange wurde in Gladbach alles der „freien-Fahrt-dem-Auto“ untergeordnet.

Wegen der fehlenden Gelder für Instandhaltung der Radwege wurde der Radverkehr auf Bürgersteige verlagert oder gezielt auf die Straße geführt. Die Folge: eine konzeptionslose Radverkehrslenkung mit erhöhtem Gefahrenpotential.

Als Radfahrer gerät man ständig zwischen den Fronten tauber Fußgänger, die auch die lauteste Fahrradklingel nicht hören und gedankenverloren auf markiertem Radweg laufen, und Autofahrer, die nicht erkennen, dass ein Radweg auf einmal auf die Straße geführt wird oder noch schnell Gas geben, um die Ampel zu schaffen.

Vorteil: Man übt sich in den Disziplinen, die vielen Mitmenschen fehlen: Geduld, Konzentration und Rücksichtnahme.

Letztlich ist damit zu rechnen, dass immer mehr Menschen ihr Fahrrad nicht nur für Ausflüge in die Natur nutzen, sondern als Transportmittel um von A nach B zu kommen.

Dies muss in der Verkehrslenkung berücksichtigt werden. Ob Tempo 40 nun richtig oder falsch ist, kann ich nicht beurteilen, denn ich bin kein Verkehrsplaner. Ich kann nur hoffen, dass Politik und Verwaltung die Verkehrsflüsse nicht mehr unter alleiniger Dominanz des Autos stellen.

Früher hat man sich dem steigenden Autoverkehr angepaßt (Parkraum, Verbreiterung von Straßen…), heute erkennt man einen Trend zu mehr Alternativ-Verkehr: Dazu zählt nicht nur das normale Fahrrad, sondern auch flottere E-Bikes, Mofas und eine Zunahme von E-Rollis.

Letztere mögen noch vereinzelt auf den Radwegen (also auch auf der Straße) unterwegs sein, doch wird wohl niemand ernstaft bestreiten, dass durch die Zunahme der älteren Bevölkerung dieser Trend noch zunehmen wird – und die ersten E-Rollis beim Discounter angeboten werden.

Hierüber ließe sich noch viel mehr sagen, doch eines wird klar: Autofahrer werden sich die Straße mit immer mehr langsameren Verkehrsteilnehmern teilen müssen. Das fördert wahrscheinlich auch nicht gerade den Autoverkehrsfluss.

Wir sind längst am Beginn einer Trendwende, ob wir das gut finden oder nicht.

#9 Kommentar von gladbacher am 28. August 2014 @ 22:44

Also die Bismarckstraße ist doch seit jeher so verstopft, wann kann man da denn 50 fahren? Würde mich freuen, mal zügig 40 fahren zu können.

#10 Kommentar von Stadtfilzer am 29. August 2014 @ 11:02

Die ganze Stadt, besonders Mönchengladbach, ist verkehrsmäßig total verkorkst.

Es rächt sich immer mehr die autofreundliche Politik und städteplanerische Inkompetenz der seit Jahrzehnten diese Stadt dominierenden CDU.

Die haben mit den entsprechenden „wichtigen, einflussreichen“ Leuten Monopoly gespielt (was noch immer geschieht) und nur nach Gusto und Wünschen dieser, sich schamlos auf Kosten der Allgemeinheit (=Bürger, denen diese Stadt nun mal auch gehört) bereichert und davon profitiert.

Wie viele haben davon jahrzehntelang bestens profitiert, sind nur durch dieses „Beziehungsgeflecht“ vermögend, ja reich geworden!

DAS war die Stadtplanung bzw. das, was die Verantwortlichen in Jahrzehnten darunter „verstanden“ haben und nicht das, was Fachleute, wie seinerzeit in Rheydt der Stadtplaner Alfons Leitl, mit seinem Wiederaufbauplan anstrebten und auch für die Zukunft planend, vorlegten:

[4]

@ gladbacher

Vollkommen richtig, was Sie schreiben.

Jetzt, vor allem auch dank dieser supertollen Arcaden, wird es selbstverständlich auf der Bismarckstraße noch schlimmer, als es schon vorher immer war, weil die Stepgesstraße gesperrt ist.

Nicht zu vergessen die Auflagen hinsichtlich Luft- und Lärmbelastungen, die umgesetzt werden mussten und kein Hobby der Stadtverwaltung sind, sondern diese vor riesengroße Probleme stellt(e).

Wenn dann noch eine Baustelle hinzukommt, weil man z.B. Abbiegespuren nicht einfach dort hin wünschen kann, wo sie gebraucht werden (wer das kann, möge sich unbedingt bei der Stadtverwaltung melden, Stadtplaner und Bauamt werden denjenigen mit absoluter Sicherheit sofort ans Werk gehen lassen!), kann es (zumindest temporär) kaum besser werden.

Und: welche Großstadt (will Gladbach angeblich auch sein) hat KEINE Staus? WO gibt es keine berüchtigte Rush Hour, weil viele Menschen zur oder von der Arbeit nach Hause wollen? Irgendwo gibt es immer solche Stellen, denn die Alternativen wollen die allermeisten nicht. Wobei hinzu kommt, dass es sogar beim ÖPNV (nicht nur in MG) diese Rush Hour gibt und Busse und Bahnen dann überfüllt sind.

Klar, auch das könnte zumindest verbessert werden. Das bedarf aber eines großen Umdenkens sowohl der Nutzer als auch der Anbieter des ÖPNV – letztendlich wieder von uns allen.

Ähnliches gilt sogar für Radfahrer. Zu sehen in Städten wie z.B. Münster, Freiburg. Eben überall, wo das Fahrrad mehr genutzt wird. Oder in den Niederlanden.