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Korschenbroicher Straße ab Montag komplett frei – Stadt investierte 4,6 Millionen Euro in den Ausbau

Die Zeit der Baustellen, Sperrungen und der damit zwangsläufig verbundenen Staus geht zu Ende: Ab kommenden Montag, 29. 04.2013, wird mit der Freigabe der vierspurigen Trasse die Baustelle beendet.

Dann können die rund 27.000 Fahrzeuge nach monatelanger Bauzeit wieder ungehindert über die Hauptverkehrsstraße fließen, die ein wichtiges Rückgrat im innerstädtischen Ringsystem bildet.

Derzeit erfolgen auf der Trasse noch die letzten Markierungsarbeiten. Außerdem werden entlang der neuen Lärmschutzwand Kletterpflanzen sowie auf der Mittelinsel neue Bäume gepflanzt.

Am Montag gehen schließlich in den Kreuzungsbereichen Reyerhütter Straße und Breitenbachstraße die Ampelanlagen in Betrieb.

Rund 4,6 Millionen Euro hat die Stadt seit Sommer 2011 in den vierspurigen Ausbau des etwa 1,6 Kilometer langen Teilbereichs zwischen Breitenbachstraße und Volksbadstraße mit einem neuen Rad- und Gehweg in nördlicher Richtung sowie einer neuen Ampeltechnik in den Kreuzungsbereichen investiert.

Mit rund 2,8 Millionen Euro an Zuwendungen beteiligte sich das Land an dem Ausbau. Der Landesbetrieb Straßen NRW investierte als zuständiger Baulastträger für den Bereich zwischen Volksbadstraße und Ortsgrenze rund 4,18 Millionen Euro.

Außerdem investierte die NEW Netz für die Verlegung der Versorgungsleitungen Strom, Gas und Wasser sowie für die Sanierung des alten Gladbachkanals rund drei Millionen Euro.

Die städtebauliche Entwicklung des Stadtzentrums mit dem Bau der „Mönchengladbach Arcaden“ und die in dem Zusammenhang erwartete zusätzliche Verkehrsbelastung haben den Ausbau der Korschenbroicher Straße und der Verkehrsknotenpunkte in den Bereichen Maurus-Ahn-Straße, Reyerhütter Straße und im Bereich des geplanten Gewerbegebietes Rohrend notwendig gemacht.

Mit dem nun erfolgten vierspurigen Ausbau kann die Hauptverkehrsader wesentlich mehr Verkehrsströme aufnehmen. Der Ausbau der Trasse, die mit dem neuen Radweg auch mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer bringt, war eine der größten Straßenbaustellen im Stadtgebiet.

3 Kommentare (Öffnen | Schließen)

3 Kommentare Empfänger "Korschenbroicher Straße ab Montag komplett frei – Stadt investierte 4,6 Millionen Euro in den Ausbau"

#1 Kommentar von StefanMuellerMG am 26. April 2013 @ 19:05

Ich empfinde es peinlich in der heutigen Zeit eine Straße neu zu bauen oder wie hier zu erweitern und dann keine Fahrradwege oder zumindest Radfahrstreifen zu integrieren.

Ursprünglich heißt es in der in der Beratungsvorlage Nummer 429/VIII zur Begründung des vierspurigen Ausbau der Korschenbroicher Straße wörtlich: „Aufgrund des vorhandenen Freibades an der Volksbadstraße und des dadurch bedingten starken Radverkehrs in Richtung Berliner Platz ist der Ausbau der Geh- und Radwege sowie der kombinierten Geh- und Radwege am südlichen und nördlichen Fahrbahnrand der Korschenbroicher Straße dringend erforderlich.“

Ergänzen möchte ich dieses Statement noch damit, dass die Lürriper Bevölkerung auch gerne mit dem Fahrrad vernünftig in die Innenstadt fahren können möchte.

Zum Thema „Regellösung“:

Mir ist auf Nachfrage von Strassen NRW mitgeteilt worden, das es von der „Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen“ eine EMPFEHLUNG gibt das „außerhalb geschlossener Ortschaften in der Regel Zweirichtungsradwege angelegt“ werden sollen.

Auf meine ergänzende Frage ob es nicht möglich gewesen wäre zumindest einen Radfahrstreifen per Bodenmarkierung zu „bauen“ wurde mir u.a. geantwortet:

„Außerorts können durch eine Fahrbahnbegrenzungslinie von auf der Fahrbahn Mehrzweckstreifen abgetrennt werden, was eine breitere Fahrbahn zur Folge hat. Diese Mehrzweckstreifen sind allerdings kein vollwertiger Ersatz für einen von der Fahrbahn abgetrennten Zweirichtungsradweg.“

Da ich für keine Partei oder Verein etc. tätig bin kann ich nur für mich persönlich sprechen:

Warum hat man keinen Radfahrstreifen auf beiden Seiten der Straße abgetrennt, ähnlich wie auf der Volksbadstr. oder Zeppelinstr.? Mir sind diese Streifen lieber als Fahrradwege, die durch Baumwurzeln oder aufgeplatzten Belägen nicht unfallfrei befahrbar sind!

Mich ärgert, dass man die verschiedenen Verkehrsteilnehmer gegeneinander ausspielt und das man nun im Rat der Stadt über einen Radwegeplan berät, als bei einer solch großen und teuren Maßnahme nicht direkt für die Zukunft mit zu planen.

Dann nutzt es mir auch nicht, wenn ich später als „fahrradfreundliche“ Maßnahme Radfahren in entgegen gesetzter Richtung in bestimmten Tempo 30 Zonen erlauben will.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Straßen NRW das gesamte Projekt hätte sterben lassen, wenn man als Stadt gesagt hätte – wir möchten auf beiden Straßenseiten einen Fahrradstreifen auf die Straße malen.

(Der Aufpreis für die Farbe kann nicht das Problem sein – auch bei 1,3Mrd. städtischer Schulden nicht!)

#2 Kommentar von Ypsilon am 27. April 2013 @ 12:32

Der Ausbau der Korschenbroicher Straße gehört in die Rubrik: Dinge, die die Welt nicht braucht!

Dank geht insbesondere an CDU und FDP, die das noch ausbaldowert haben und damit bewiesen, was ihnen wichtig ist! Straßen, Straßen über alles, koste es was es wolle!
Wozu?

Dass die Summe von 4,6 Millionen Euro allein von unserer bettelarmen Stadt hingeblättert werden musste, wird hier verkündet als sei eine Helden- und Wohltat vollbracht worden.

Vom ebenfalls hoch verschuldeten Land noch mal 6,98 Millionen! Auch das Steuergelder.

Insgesamt 11,48 Millionen!

Die Bürger dürfen jetzt begeistert und staunend auf diesen Schildbürgerstreich blicken – und auf noch mehr Schulden.

#3 Kommentar von StefanMuellerMG am 27. April 2013 @ 16:01

@Ypsilon vom 27.04.2013 um 12:32 Uhr:

Mein Kommentar bzieht sich auf die Sache und ist weder PARTEIPOLITISCH noch IDEOLOGISCH zu verstehen.
Lt Potokoll des Rates vom 28.04.2010 hat es 58 Ja und 4 Nein Stimmen gegeben.

Folglich haben SPD und GRÜNE auch zugestimmt. Darf ich also Ihre Bemerkung in Bezug auf CDU & FDP als „Wahlkampfäusserung“ werten?

Wäre es nicht zielorientierter sich sachlich dem Thema und ggf auch einem Misstand zu nähern – anstatt Parteipolitik zu publizieren?