Ausbau des Industrie- und Gewerbegebietes Rheindahlen – Stadt lässt archäologische Untersuchungen durchführen

Red. Politik & Wirtschaft [ - Uhr]

logo-mg-rheindahlenDas heute rund 21 Hektar große Gewerbe- und Industriegebiet in Rheindahlen soll als wichtiges Rückgrat für den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach stärker in die Vermarktung gehen und für Neuansiedlungen im Endausbau auf einer Gesamtfläche von rund 40 Hektar ausgebaut werden.

„Aktuell ist die Nachfrage nach Gewerbe- und Industriegrundstücken in Mönchengladbach sehr hoch. Unsere Zielgruppe, die wir mit kleineren Grundstücksgrößen ab 2.000 Quadratmetern bedienen möchten, sind kleine und mittelständische Unternehmen aus Handwerk und produzierendem Gewerbe“, so David Bongartz von der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG) in einem Bericht vor der Bezirksvertretung West, die gestern im ehemaligen Kreuzherrenkloster in Wickrath tagte.

Eine Reihe erfolgreicher Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihren Standort in dem Gewerbegebiet Rheindahlen gefunden.

Der Stadt liegt derzeit von einem dieser Unternehmen (Ixocon) eine Bauvoranfrage zwecks Erweiterung vor, weitere konkrete Anfragen von Unternehmen für das Gewerbegebiet in Rheindahlen würden derzeit erst in Wartelisten gesammelt, da sie aktuell nicht bedient werden können.

Aktiv kann die WFMG erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 in die Vermarktung und ab 2014 in den Verkauf der Grundstücke gehen. Dazu gibt es zwei Gründe:

1. Bau eines Regenrückhaltebeckens zwecks Gebietsentwässerung

Für die Erschließung des Areals und für die Entwässerung ist der Bau des Regenrückhaltebeckens Wyenhütte durch die NEW AG eine wichtige Voraussetzung. Mit einem Volumen von rund 24.000 Kubikmetern ist das geplante Regenrückhalte- und Klärbecken eines der größten seiner Art in Mönchengladbach.

Zugleich soll über die Anlage, die Anfang nächsten Jahres auf die Baustelle soll und voraussichtlich zwei Jahre dauern wird, das Entwässerungsproblem im Bereich des Knippertzbaches in der Ortslage Broich geklärt werden.

Rund eine Million Euro investiert die NEW in das Großbecken, das in drei Bauabschnitte errichtet werden soll. „Ende 2014 ist dann das Gewerbegebiet Rheindahlen entwässerungstechnisch komplett erschlossen“, so Jörg Aretz vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung und Planung.

2. Archäologische Untersuchungen zur Sicherung eines Bodendenkmals

Zwischen Erkelenzer Straße, B 57 und Bahntrasse durchgeführte archäologische Untersuchungen haben ergeben, dass im nordwestlichen Bereich ein ausgedehntes eisenzeitliches Siedlungsareal bestand.

Ganz besondere Bedeutung erhält es nach Aussage des Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland (ABR) dadurch, dass vergleichbare Siedlungen am Niederrhein bisher noch nicht bekannt geworden sind.

Daher fordert das ABR im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens Nr. 594/W (vormals 594/I) die notwendigen archäologischen Untersuchungen wie die vollständige Ergrabung und die Dokumentation des eisenzeitlichen Siedlungsgebietes.

Erst im Anschluss daran kann das Gelände für die neue Nutzung als Industrie- und Gewerbegebiet freigegeben werden.

Insgesamt 600.000 Euro sind im laufenden Haushalt für die Grabungen bereitgestellt.

Die Grabungen, für die eine europaweite Ausschreibung notwendig ist, beginnen Mitte 2013 und werden voraussichtlich fünf Monate dauern.

[PM/bzmg]

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