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Regionalplan 2014 • Teil III: Informationsveranstaltung am 22.01.2015 im Rheydter Rathaus

Wo können künftig Wohn- und Gewerbe­flächen entwickelt werden? Wohin steuert die Region bei der Verkehrsent­wicklung? Wie geht es weiter beim Ausbau erneuerbarer Energien?

Dies sind nur drei der Themen, die im Rahmen der anstehenden Fortschreibung des Regionalplans eine Rolle spielen.

Das Plangebiet umfasst das Gebiet der Kreise Kleve, Viersen und Mettmann sowie des Rhein-Kreises Neuss und das Gebiet der kreisfreien Städte Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Wuppertal, Remscheid und Solingen.

In einer Informationsveranstaltung für Bürger am Donnerstag, 22. Januar, um 19 Uhr im Rathaus Rheydt (Raum 238a) erläutert die Regionalplanungsbehörde der Bezirksregierung Düsseldorf den Entwurf des Regionalplans Düsseldorf (RPD).

Damit wollen Bezirksregierung und Stadt das Interesse der Öffentlichkeit am Regionalplan wecken und zugleich das Verständnis für das Planwerk fördern.

Zum Hintergrund: Der Regionalrat hat am 18. September den Erarbeitungsbeschluss für den Regionalplan Düsseldorf gefasst und die Bezirksregierung Düsseldorf damit beauftragt, die entsprechenden Beteiligungsprozesse vorzubereiten.

Der Entwurf des Regionalplans Düsseldorf sowie die entsprechende Begründung und der zugehörige Umweltbericht befinden sich für mehrere Monate in der Offenlage.

Das heißt, alle Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Kommunen haben bis zum 31.03.2015 Gelegenheit, sich zu dem Entwurf zu äußern. Anregungen und Bedenken können bis Ende März 2015 unter anderem

  • schriftlich per Post (Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 32, Postfach 300865, 40408 Düsseldorf) oder per Telefax (0211-475-2300)
  • elektronisch per E-Mail (neue-regionalplanung@brd.nrw.de) oder nach telefonischer Anmeldung (0211-475-2356/-2306)

zur Niederschrift bei der Bezirksregierung Düsseldorf als Regionalplanungsbehörde eingereicht werden. Der Entwurf liegt zur Einsicht im Rathaus Rheydt, Eingang G (Karstadt Gebäude), Markt 11, Geodatenzentrum, 2. Etage, Zimmer 2004 aus.

Weitere Informationen zum Regionalplanentwurf [1]

 

2 Kommentare (Öffnen | Schließen)

2 Kommentare Empfänger "Regionalplan 2014 • Teil III: Informationsveranstaltung am 22.01.2015 im Rheydter Rathaus"

#1 Kommentar von Findus am 5. Januar 2015 @ 10:15

Die Bezirksregierung Düsseldorf als Regionalplanungsbehörde ist meiner Ansicht nach für den Bereich linker Niederrhein einer der ganz großen Naturzerstörer im Land NRW.

Anstatt den Vorgaben von Landesumweltminister Remmel zu folgen, der den Flächenfraß im Land eindämmen will, gibt die Bezirksregierung den Wünschen der Städte und Gemeinden nach, die nach freien Außenflächen für Wohnbebauung, Industrieansiedlungen und Infrastrukturmaßnahmen wie z.B. Straßenbau gieren.

Der Schutz von Natur-, Wald- und Ackerflächen ist offenkundig zweitrangig.

Zwar ist im Regionalplanentwurf vom Motto „Innen- vor Außenentwicklung“ beim Thema Flächenfraß zu lesen, gehandelt wird jedoch nicht danach. Das sieht man sehr schön am Beispiel der Stadt Mönchengladbach. Obwohl diese Stadt seit Jahren eine führende Position bei der Flächenvernichtung im Land NRW einnimmt, werden im Regionalplanentwurf weitere große Außenareale, die für Fauna , Flora und die Landwirtschaft von größter Bedeutung sind, zur Vernichtung freigegeben.

Mich wundert, dass Landwirte, Jägerschaft und Naturliebhaber nicht lauthals gegen die Vorhaben protestieren. Könnte es sein, dass bei einigen Agrarökonomen der Profit beim späteren Landverkauf höheren Wert hat?

Ich finde, man sollte bedenken, dass Agrar- und Waldflächen ein endliches Gut sind, welches nicht beliebig vermehrbar ist. Irgendwann ist Gottes Schöpfung vernichtet und der Mensch dabei auch.

Im Norden von Hardt (interkommunales Gewerbegebiet Mackenstein), im Westen von Rheindahlen und im Osten der Stadt sollen zum Teil große Außenareale für Gewerbeansiedlungen vernichtet werden.

Man kann nur alle aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger aktivieren, gegen die geplanten Maßnahmen Einwendungen zu erheben.

Nach meinem Kenntnisstand soll am 22.01.2015 um 19.00 Uhr im Rathaus Rheydt ein öffentlicher Erörterungstermin zum Regionalplanentwurf stattfinden, an dem interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können.

Werden die vorgesehenen Flächenfraß-Projekte im Regionalplan erst einmal festgeschrieben, dürfte es nicht lange dauern, bis Dr. Schückhaus mit seinen agilen Helfern von der WFMG zur profitablen Schlachtung der Flächen antreten wird.

Ich bin mir sicher, dass die Messer schon gewetzt sind.

Es ist ja wohl auch kein Zufall, dass ein Immobilienmakler namens Michael Schroeren für die CDU im Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf sitzt.

Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

#2 Kommentar von Stadtfilzer am 5. Januar 2015 @ 22:51

@ Findus

Alle glauben offensichtlich an unendliches Wachstum. Demografie bleibt da außen vor, genauso wie die Tatsache, dass nicht mal Bäume in den Himmel wachsen, geschweige Wirtschaft unendlich wächst.

Generationengerechtigkeit? Damit kann man sich doch angesichts der Wirtschaftslage erst recht nicht belasten!

Alle wollen nur das Tafelsilber der Bürger verscherbeln, um selbst (Dr. Schückhaus, der ja nicht schlecht von sowas lebt und zusätzlich kassiert) zu verdienen und Kämmerer/OB (und alle drumherum) hoffen, dass dank Verkauf Geld in die leere Stadtkasse kommt.

Die übliche Milchmädchenrechnung, die nur sehr wenigen dient.

Schroeren? Hemmungen oder gar Gedanken an Nachhaltigkeit oder gar nachfolgende Generationen sind ihm wie Dr. Schückhaus und allen anderen in diesem Dunstkreis fremd. Hauptsache die Kasse stimmt.

Heute wird Geld verdient und sich die Taschen gefüllt.

Alle Kommunen jammern, dass sie ein Einnahmeproblem haben und zu hohe Belastungen (gerade im sozialen Bereich).

Kommt keiner auf die Idee, dass da etwas mehr als suboptimal läuft? Nein. Da geht man den bequemen Weg, weil Politik und Verwaltung legitimiert zu sein glauben zu handeln wie sie handeln. Also wir verhökert, was nicht niet- und nagelfest ist.

Da wird die „repräsentative Demokratie“ gründlich missverstanden, wenn sie je im Bürgersinn verstanden wurde – außer vor/bei Wahlen.

Da wäre der Hebel anzusetzen. Das will aber keiner derjeningen, die dies normalerweise im Interesse und zum Wohl der Menschen fordern müssten, denn dann müsste man den Umverteilungskurs von unten nach oben und das ganze marode System (das nur einer bestimmten Kaste dient) drastisch ändern.

Das will doch keiner! Damit macht man sich in Politik und Wirtschaft keine Freunde! Das kostet Posten und Pfründe und somit wiederum Geld.

Da werden lieber Sprüche abgesondert, dass man die Bürger und ihre Sorgen ernst nimmt und Verständnis hat. Toll!

Billige Dinge sind teuer.

Ist denen aber schnurz: Nach uns die Sintflut! Wir haben (Verständnis für Not und Sorgen der Bürger heuchelnd) unser Schäfchen ins Trockene gebracht.

Rechnung und Verluste gehen an die Bürger. Ach ja, nicht zu vergessen: dazu noch die Forderung nach Eigenverantwortlichkeit derselben.