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CDU: Hat SPD Angst vor eigener Courage?

logo-cdu1.jpglogo-spd1.jpg„Was die Mönchengladbacher SPD als „neue Wege“ anpreist, nämlich die Nominierung ihres OB-Kandidaten in einer Mitgliederversammlung, ist bei der CDU lang geübte Praxis. Schon vor zehn hatten bei den Christdemokraten alle Mitglieder des Kreisverbandes die Möglichkeit, unmittelbar auf die Aufstellung des Bundestagskandidaten Einfluss zu nehmen“, das meint CDU-Wahlkampfleiter Breymann.

Das sei auch heute noch so, und die Nominierung der Kandidaten für Landtagsmandate und für das Oberbürgermeister-Amt erfolge ebenfalls direkt durch die CDU-Mitglieder. Auch die Vorentscheidungen über die CDU-Direktkandidaten in den einzelnen Ratswahlkreisen würden in Mitgliederversammlungen fallen.

„Bei uns wird eben nicht nur über Basisdemokratie geredet, sie wird auch schon lange und erfolgreich praktiziert“, sagt Breymann. Wenn sich die SPD jetzt auch für diesen Weg entscheide, könne man ihr nur gratulieren. Untauglich sei jedoch der Versuch, sich mit der Umstellung des Verfahrens den Anstrich einer fortschrittlichen Partei geben zu wollen.

Bemerkenswert ist für Breymann, dass das Mitgliedersystem nicht auch bei der Nominierung des SPD-Bundestagskandidaten angewandt wird. Bekanntlich sind hier zwei Bewerber, nämlich die frühere Bundestagsabgeordnete Hildegard Wester und der UNterbezirksvorsitzende Hermann-Josef Krichel-Mäurer, im Rennen.

„Hat die SPD hier Angst vor der eigenen Courage“, fragt Breymann. „Sie traut wohl ihren Mitgliedern nicht zu, die von der Parteiführung gewünschte Entscheidung zu treffen.“

1 Kommentar (Öffnen | Schließen)

1 Kommentar Empfänger "CDU: Hat SPD Angst vor eigener Courage?"

#1 Kommentar von Harald Wendler am 24. August 2008 @ 01:05

Herr Breymann sollte diesen CDU-Artikel lesen:

[1]

Dort wird u.a. berichtet:

Die Berliner CDU muß sich einen neuen Leiter für den Bundestagswahlkampf suchen.

„Ich bin Idealist, aber kein Masochist“, sagte Feilcke enttäuscht. Feilcke: „In der CDU spielt die Frage des Sitzfleisches eine größere Rolle als die Hutgröße.“

Feilckes Chancen, seinen Wahlkreis Kreuzberg/Schöneberg direkt zu gewinnen, sind gering. Dort kämpft der Anwalt Christian Ströbele um das erste Direktmandat für die Grünen.

Auch so sieht es in der Volkspartei CDU aus, Herr Breymann.