CDU: Wechsel kompletter Klassen ermöglichen

Hauptredaktion [ - Uhr]

logo-cdu4.jpgEin geordnetes Verfahren, das vor allem Rücksicht auf die Schülerinnen und Schüler nimmt, ist für die CDU-Fraktion eine wichtige Voraussetzung dafür, der auslaufenden Auflösung der Hauptschulen Eicken, Giesenkirchen und Wickrath zustimmen zu können.

Deshalb haben die Christdemokraten für die Ratssitzung eine Erweiterung des von der Verwaltung vorgelegten Beschlussentwurfs beantragt.

Ziel ist, dass die Verwaltung gemeinsam mit den Leitern der betroffenen Hauptschulen ein Konzept erarbeitet, das den Fortbestand bestehender Klassenverbände ermöglicht.

In Gesprächen mit den Schulleitern haben CDU-Politiker erfahren, dass ohne ein solches Konzept die Gefahr besteht, dass sich im Laufe der bis zu fünf Jahre, über die sich die auslaufende Auflösung der Schulen erstreckt, immer wieder einzelne Schüler zu anderen Hauptschulen ummelden und irgendwann aufgrund zu geringer Klassenstärken kein geordneter Unterricht mehr möglich ist.

Viel besser wäre es aus Sicht der Schulleiter, den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig die Perspektive zu geben, mit kompletten Klassenverbänden an eine der fortbestehenden Hauptschulen wechseln zu können. Das würde die Unterrichtsplanung an den auslaufenden Schulen leichter machen, aber auch die sozialen Verbindungen der Schülerinnen und Schüler erhalten.

„Diesen Wunsch der Schulleiter unterstützen wird gern, weil er auch dazu beiträgt, die fortbestehenden Hauptschulen zu stärken“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Peter Schlegelmilch. „Das wollen wir ausdrücklich, denn die CDU steht nach wie vor zum dreigliedrigen Schulsystem, in dem die Hauptschulen eine wichtige Rolle spielen.“

Eine weitere Ergänzung des Beschlussentwurfs, den die CDU-Fraktion beantragt, betrifft die zukünftige Nutzung der durch die auslaufende Auflösung der drei Hauptschulen frei werdenden Räume bzw. Gebäude. Auch hier fordert die CDU, frühzeitig ein Konzept zu erarbeiten, damit es nicht zu Leerständen kommt.

Soweit keine weitere schulische oder sonstige verwaltungsinterne Nutzung möglich oder sinnvoll ist, so der CDU-Antragstext, soll die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach beteiligt werden, um die Räume bzw. Gebäude wirtschaftlich zu verwerten.

3 Kommentare zu “CDU: Wechsel kompletter Klassen ermöglichen”
  1. Hallo Jose,

    was soll ich noch sagen? Sie haben meine anmerkung genau richtig verstanden und die richtigen Fragen gestellt! Schnell und vor allem rentabel war die EWMG bisher nicht.

    Die Räume sind auch nicht gerade attraktiv.

    Aber da geht es ja auch um Bauland – so rein wenn es denn anders nicht geht.

    Ich kann ihre Fragen (noch) nicht beantworten.

    Wir sollten wachsam sein, ich bin es 😉

    Gruß
    Torben Schultz

  2. @ Torben Schulz

    Mag sein, dass das so klingt. Ist die EWMG so schnell und erfolgreich im „Verscherbeln“?

    Eine leerstehende Schule ist schon eine Herausforderung. Wenn sich nicht zufällig ein Bildungsträger für solche Gebäude interessiert, wird es nicht leicht sein, sie zu vermarkten. Oder hat die CDU schon Interessenten?

    Auffällig ist, dass von der CDU, dieser Eindruck drängt sich auf, gebetsmühlenartig wiederholt wird, dass unverzüglich eine Lösung für leerstehende Gebäude gefunden werden müsse. Selbstverständlich würde auf diese Idee, ausser der CDU, niemals auch nur irgendjemand kommen. Auch das kann man nur immer wiederholen.

    Charme hat die Idee „frei werdende Räume“ sukzessive einer anderen Nutzung zuzuführen. Wie hat man sich das (ausser evtl. in Giesenkirchen) bei laufendem Schulbetrieb vorzustellen?

    Grundsätzlich kann man den Vorschlag/Wunsch der Schulleiter nachvollziehen. Warum nicht so verfahren, wenn es umsetzbar ist und von den Schülern und Eltern gewünscht wird.

    Gleichzeitig fragt man sich natürlich, warum die CDU jetzt mit all diesen klugen Vorschlägen aufwarten kann? Jetzt gibt man den Weiterdenkenden, in die Zukunft sehenden, Vorausplanenden.

    In den letzten Jahren und ganz besonders vor der Wahl, wagte man sich zu diesem wichtigen Thema nicht aus der Deckung. Schwieg sich am liebsten dazu aus.

    Aufschlußreich wäre auch, endlich einmal zu erfahren, was das für eine wichtige Rolle ist, die die Hauptschule für die CDU spielt.

    Ausser, dass sie Teil des von dieser so sehr präferiertem dreigliedrigen Schulsystemes ist. Einem System von gestern – aber dafür mit einer „höheren“ Schule.

  3. Wenn die CDU ihre Gebäudeverwertung durch die EWMG aus dem Antrag raus gelassen hätte, dann wäre der gar nicht so schlecht.

    So klingt es leider ein wenig nach: Seht zu, dass die Gebäude schnell leer werden, damit die EWMG sie verscherbeln kann.

    Wie gesagt, den Teil raus und es bleibt viel gutes stehen.

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