VdK-Kreisverbandstag 2009: OB Norbert Bude sieht beim Thema „Barrierefreiheit“ alle Verantwortlichen in der Pflicht

Hauptredaktion [ - Uhr]

bzmg-img_2475.JPGOberbürgermeister Norbert Bude war als Chef der Mönchengladbacher Verwaltung zum Kreisverbandstag des Sozialverbandes VdK Mönchengladbach geladen und nahm in dieser Eigenschaft an der Prodiumdiskussion „Barrieren in Mönchengladbach“ teil. Zuvor ging er in seinem Grußwort auf dieses Thema und das damit verbundene ehrenamtliche Engagement ein.

Hervorzuheben ist, dass OB Norbert Bude

  • vorschlug, das Thema nicht „Barrieren in Mönchengladbach“, sondern „Keine Barrieren in Mönchengladbach“ zu nennen,
  • sich dafür eingesetzt, dass das Projekt im ehemaligen „Flönz“ mit unterkommen kann und
  • dem VdK seine „aktive Partnerschaft“ bei diesem Projekt angeboten hat.

Hier Budes Rede als Video:

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… und ein Auszug aus seinem Grußwort:

„… Im Mittelpunkt Ihres heutigen Kreisverbandstages steht heute ein möglichst barrierefreies Leben insbesondere für Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Barrieren abzubauen ist ein großes Ziel, das wir nur gemeinsam schaffen können.

Deshalb freue ich mich sehr, dass wir heute ein Projekt des Sozialverbandes VdK kennenlernen werden, in dem es um sehr unterschiedliche Barrieren geht. Bauliche, planerische und verkehrstechnische Hürden können sehr schnell auch zu sozialen Hindernissen werden.

Am schwierigsten zu überwinden sind allerdings die Barrieren in den Köpfen.

Ich denke, dass bei den heutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in diesem Punkt keine Überzeugungsarbeit mehr geleistet werden muss. So sollte es uns dann im Verlauf der Veranstaltung gelingen, einen vorurteilsfreien Blick auf das Machbare und Mögliche zu werfen.

Gestatten Sie mir Eines vorneweg: Mönchengladbach ist längst nicht barrierefrei. Das weiß ich. Es gibt Stellen, an denen es noch buchstäblich „hakt“. Und die gefallen mir auch nicht. Das Ziel muss lauten: „Null Barrieren“. Der Weg dort hin führt über „weniger Barrieren“.

Und da sind wir auf einem guten Weg. Über Finanz- und Zeitrahmen muss man in diesem Zusammenhang ehrlich sprechen. Doch dazu bietet die Podiumsdiskussion im Anschluss sicherlich Gelegenheit.

Ich danke dem VdK, dass er sich stets wichtiger Themen annimmt. Er ist eine starke Interessenvertretung und ein Fürsprecher für seine Mitglieder. In dieser Funktion nimmt er Stellung zu aktuellen Fragen, die die Interessen und Rechte der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Rentner betreffen.

Der Kreisverband Mönchengladbach – mit über 3.000 Mitgliedern in 11 Ortsverbänden – ist dabei in ein funktionierendes System eingebunden, das auf Landes- und Bundesebene weitergeführt wird. Dies verhilft dem Sozialverband zu dem nötigen Gehör bei den Entscheidungsträgern sowie in der Gesellschaft.

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen an dieser Stelle, denn Sie tragen mit dazu bei, dass der Sozialverband VdK ein kompetenter, engagierter Verhandlungspartner für die unterschiedlichen Institutionen ist und bleibt.

Sie setzen sich aktiv für soziale Gerechtigkeit ein. Davon profitieren nicht nur Mitglieder, sondern wir alle. Denn Ihr Einsatz prägt auch das Klima in unserer Gesellschaft. Meinen herzlichen Dank dafür.

Der VdK ist auch ein gutes Beispiel für freiwilliges, ehrenamtliches Engagement und steht damit für eine aktive Bürgergesellschaft.

Es geht nicht darum, den Staat aus seiner Verantwortung zu entlassen. Es geht vielmehr darum, an einem Strang zu ziehen, anstatt auf andere zu warten und zu sagen: „Das ist nicht meine Aufgabe“.

Wer sich engagiert, handelt nicht zwangsläufig selbstlos, sondern oft ausgesprochen selbstbewusst, weil er etwas verändern und bewegen kann.

Natürlich kann die Eigenverantwortung der Bürger die öffentliche Hand nicht ersetzen. Aber die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen – sei es die Integration von Zuwanderern oder die Sorge für die wachsende Zahl älterer Menschen – können wir ohne den Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger nicht lösen.

Wir sind auf einem guten Wege, wo Bürgerinnen und Bürger und öffentliche Hand sich auf kluge Art und Weise ergänzen. Dafür danke ich Ihnen.

Für Ihre heutige Kreisverbandstagung wünsche ich Ihnen einen guten Verlauf und interessante Diskussionen. Vielen Dank.“

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Hier einige schlechte, aber auch gute Beispiele zum Thema „Barrierefreiheit“ aus Viersen und Mönchengladbach:

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bzmg-img_2473.JPGAufmerksame Zuhörer waren auch der Ehrenvorsitzende des VdK Mönchengladbach Hans Segschneider (Mitte), der Geschäftsführer des Landesverbandes NRW, Thomas Zander (links) und der Leitende Referent für Sozialpolitik beim VdK-Landesverband Carsten Ohm, der auch an der Podiumsdiskussion teilnahm.

Thomas Zander hatte am Vormittag des Kreisverbandstages in einem interessanten Referat den Delgierten die Themen „Gesundheitsfond“, „Einkommenssituation der Rentenempfänger“ und „Armut in Deutschland“ nahegebracht.

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