Michail Sergejewitsch Gorbatschow wurde 86 • Einige ganz persönliche Gedanken

Manfred Welzel [ - Uhr]

[03.03.2017] Vor fast zehn Jahren, am 28.06.2007 war er in der Mönchen­glad­bacher Kaiser-Friedrich-Halle zu Gast. Gestern, am 2. März war sein Geburtstag: Michail Sergejewitsch Gorbatschow.

Als der würdige Friedens-Nobelpreis-Träger muss er unter dem Unverständnis seiner Landsleute, für die, von ihm eingeleitete Politikwende leiden.

All jene Ziele, die er einst anstrebte, scheinen sich derzeit ins Gegenteil zu kehren.

Die weltweit verstärkte Waffenproduktion, wie auch die personelle Aufstockung der Streitkräfte, sind Vorboten für … neue Soldatenfriedhöfe.

Mit welcher Apathie werden die Provokationen neuer Despoten hingenommen, die von ihren Höflingen (auf Handzeichen) stehenden Beifall erhalten und dies dann als Mehrheitsverhalten verkaufen?

Wieso finden diese geistigen Irrläufer immer wieder neue Unterstützung?

Nun rächt sich die Politik des Westens, die damals den erklärten Demokraten aber alkoholkranken Boris Jelzin, dem Pragmatiker und Reformer, jedoch auch Kommunisten, Gorbatschow vorgezogen hat.

Die massive finanzielle Unterstützung des Jelzin-Wahlkampfes durch verschiedene westliche Quellen, die Enttäuschung darüber, dass sich die ökonomische Situation in dem riesigen Gebiet der früheren Sowjetunion hatte sich nicht wesentlich verbessert.

Das führt jetzt zu einer Glorifizierung früherer Zeiten, ja sogar zu einer Verurteilung Gorbatschows. Man macht ihn für jede Form von Misère verantwortlich.

Die Fehler des Westens werden heute auch von Michail Gorbatschow bedauert und reklamiert.

Der Westen jedoch beharrt in seinem selbstgefälligen Sendungs-Bewusstsein.

Mit seinem multinationalen Kolonialismus und anderen Errungenschaften, muss nun mal die Welt missioniert werden.

Was ist nur aus den guten Vorsätzen geworden?

Laufen wir „sehenden Auges“ in den nächsten, „menschlichen Supergau?“

Diese katastrophalen Voraussetzungen für eine gesicherte Zukunft sollen uns nicht davon abhalten, dem früheren Hoffnungsträger der damaligen „Weltjugend,“ für sein weiteres Leben die beste Gesundheit, Glück und Respekt zu wünschen.

Nicht nur die Deutschen haben ihm viel zu verdanken.

 

Foto: Günter Nieber  | pixelio.de

Ein Kommentar zu “
Michail Sergejewitsch Gorbatschow wurde 86 • Einige ganz persönliche Gedanken”
  1. Dem Westen Heiligstes zusammengefasst auf einem Bild unter https://www.apopluto.de/allgemeines-ii/

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