Besondere Schutzgebiete von nationaler Bedeutung

Red. Neuwerk [ - Uhr]

logo-mg[pmg] Das städtische Informationsbüro Umwelt weist darauf hin, dass auch in Mönchengladbach Feuchtgebiete und Auwaldbereiche von nationaler Bedeutung vorkommen. So finden sich im Westen des Stadtgebietes die Naturschutzgebiete „Knippertzbachtal“ und „Mühlenbachtal“. Beide Schutzgebiete stellen Lebensraumkomplexe aus Fließgewässern, Sumpf- Bruch- und Auwald dar, deren Gesamtdehnung über den Raum Mönchengladbach hinweg in Nordrhein-Westfalen einzigartig ist. Zudem sind beide Gebiete Teil des Europäischen Netzes besonderer Schutzgebiete „Natura 2000″. Dessen Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume.
 
Weitere bedeutende Feuchtgebiete befinden sich entlang der Niers. Dazu gehören die die Naturschutzgebiete „Finkenberger Bruch“, „Niersbruch“,  „Westschweller/Güdderather Bruch“ und „Volksgarten-Bungtwald-Elschenbruch“.
 
Wie der städtische Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung mitteilt, erfüllen Feuchtgebiete als Lebensraum für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten wichtige ökologische Funktionen.

Quellen, Flüsse, Moore, Seen und Auen tragen zudem zur Grundwasserreinigung und Grundwasserneubildung bei und sichern so die natürlichen Trinkwasservorräte.
 
Intakte Auenlandschaften sind aufgrund ihrer Anpassung an wechselnde Wasserverhältnisse, die von Überschwemmungen bis zu trockenen Phasen reichen, auch zur Abpufferung der Auswirkungen des Klimawandels (mögliche Häufung von Überflutungen und Niedrigwasserperioden) bestens geeignet.
 
Die bedeutende Ausgabe des Schutzes und Erhalt der Feuchtgebiete und Auwaldbereiche wird vom Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung der Stadt Mönchengladbach wahrgenommen.

Leider sind die Naturschutzgebiete in Mönchengladbach auch durch die tagebaubedingte künstliche Absenkung des Grundwassers akut gefährdet.
 
Diese „Sümpfung“ ist ein großer Eingriff in den Wasserhaushalt und hätte für die Natur und die Stadt verheerende Folgen, wenn nicht mittels Ersatzwasserlieferung eine Stützung des Wasserhaushalts erfolgen würde.

Auf Grundwasserabsenkungen reagieren Feuchtgebiete, die in den Niederungen der Flüsse und Bäche liegen, besonders empfindlich. Ihre Pflanzen und Tiere sind auf hohe Wasserstände angewiesen. Sinkt der Grundwasserspiegel nur um wenige Zentimeter, so kippt das Ökosystem. Der Boden trocknet aus, feuchtgebietseigene Pflanzen und Tiere verlieren ihren Lebensraum.

Die Stadt kämpft seit Jahrzehnten erfolgreich für den Erhalt dieser speziellen Ökosysteme – und erfüllt damit eine Aufgabe, die aufgrund der lang andauernden Tagebaueinflüsse auch an kommende Generationen weiterzugeben ist.

Garant für die generationenübergreifende Aufgabe ist auch das Monitoring zum Tagebauvorhaben.
 
Weiterhin unternimmt die Stadt – oftmals unterstützt von ehrenamtlichen Helfern der Naturschutzverbände – mit Hilfe von Renaturierung und Pflegemaßnahmen große Anstrengungen die Funktionsfähigkeit der Feuchtgebiete wiederherzustellen und oder zu erhalten.

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