VEP & IG Schürenweg – Teil IV: Verwaltung zieht Beschlussvorlage zum VEP-Entwurf zurück … zunächst!

Hauptredaktion [ - Uhr]

bzmg-imgp0756Mehr als  30 Anwohner des Schürenweges und anderer betroffener Straßenzüge waren zur heutigen Sitzung des Hauptausschusses (26.05.2009) ins Rathaus Rheydt gekommen, um ihren Forderungen nach verkehrlicher Entlastung ihres Wohnquartiers Nachdruck zu verleihen.

Dass der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Planung Beckmann den Beschlussentwurf der Verwaltung zurückzog, war das Ergebnis der Entscheidung des Verwaltungsvorstandes von heute gegen 10:00 Uhr.

Davon hatte der Sprecher der IG, Frank Sentis, nichts erfahren, so dass er und seine Mitstreiter von dieser aktuellen Entwicklung einigermaßen überrascht wurden.

Aber bei der nächsten Sitzung am 10.06.2009 an selbem Ort soll das Thema wieder auf der Tagesordnung erscheinen. So die Ankündigung des Ausschussvorsitzenden Ralph Baus (FDP).

bzmg-img_3159Dass sich der Planungs- und Bauausschuss mit den Probleme der Anwohner der Straßen von der Bergstraße, Schürenweg bis zur Nicodemstraße zu befassen hatte, lag daran, dass der Hauptausschuss (in seiner Funktion als Beschwerdeausschuss) die Eingaben einer Vielzahl von Betroffener an eben diesen verwiesen hatte.

Diese hatten gefordert:

  • Grundlegende Überarbeitung des Entwurfs „VEP-Zielkonzept“ für den nördlichen Bereich des Stadtbezirks „Stadtmitte“
  • Aufstellen eines Aktionsplanes zur Verminderung des Umgebungslärms und zur Erhaltung einer zufrieden stellenden Umweltqualität für die Bergstraße, den Schürenweg, den Bunten Garten, die Marienburger Straße, den Metzenweg und der angrenzenden Anliegerstraßen.
  • Kurzfristige Beschränkung des Lkw-Durchgangsverkehrs zur Verminderung der aktuellen Lärmbelastung auf Bergstraße, Schürenweg, Marienburger Straße und Metzenweg
  • Generelle Trennung von Rad- und Fußgängerverkehr am Schürenweg
  • Verstärkte Geschwindigkeitskontrollen von Nicodemstraße bis Bergstraße
  • Rücknahme der vor kurzem vorgenommenen Beschilderung an Waldnieler und Kaldenkirchener Straße, die zur unnötigen Verkehrszunahme geführt habe.

Die damalige (verwiesene) Stellungnahme der Stadtplaner legten sie nun unverändert dem Planungs- und Bauausschuss vor. Das Ergebnis ist bekannt (siehe oben).

Interessant waren die Begründungen für den vorübergehenden „Rückzug“ der Verwaltung, wie u.a.:

  • Der Stadtbezirk Stadtmitte habe die Angelegenheit (noch) nicht beraten
  • Es seien noch Nacharbeiten erforderlich
  • Die von der IG vorgeschlagene Verlängerung der „Nordspange“ müsse noch geprüft werden

IG-Sprecher Sentis hat dafür wenig Verständnis: „Das riecht nach bewusster Verzögerung durch die Politiker. Offensichtlich will auch Bezirksvorsteher Herbert Pauls das Thema aus dem Kommunalwahlkampf heraushalten“, vermutet er.

Das scheint keineswegs „weit hergeholt“. Fakt ist nämlich, dass die nächste Sitzung der zuständigen Bezirksvertretung auf den 16. September 2009 terminiert ist.

Aber dann gibt es diesen Stadtbezirk nicht mehr, da er nach der Kommunalwahl in den neuen Stadtbezirk NORD aufgeht. Es könnte allenfalls vor der Kommunalwahl eine Sondersitzung der Bezirksvertretung Stadtmitte anberaumt werden, was jedoch wenig wahrscheinlich ist.

Bezüglich der von der IG durch den Klinikneubau Franziskushaus befürchteten erheblichen verkehrlichen Mehrbelastungen im Quartier setzen einige Kommunalpolitiker auf den Ausbau der A52, durch die sie sich eine Entlastung erhoffen.

Dass das keine Option ist, bestätigte Abteilungsleiter Planung und stellvertretender Leiter der Regionalniederlassung Niederrhein Dipl.-Ing. Wilhelm Höfener gegenüber BZMG.

Für eine zusätzliche Abfahrt an der Viersener Straße würde es vom Bund ebenso keine Zustimmung geben, wie für eine von manchem Mönchengladbacher Politiker ins Gespräch gebrachte Parallelfahrbahn zur A52 von der AS Kaldenkirchener Straße bis zur Viersener Straße.

ig-schuerenweg-02.gifBleibt offensichtlich nur eine städtische Lösung. Naheliegend also die von der IG vorgeschlagene Verlängerung der „Nordspange“ über die Kaldenkirchener Straße hinaus bis zur Viersener Straße.

Ungemach hinsichtlich der verkehrlichen Mehrbelastung nach dem Krankenhausneubau Franziskushaus droht auch vom nördlichen Nachbarn  Viersen, der  Schleichverkehre u.a. durch Helenabrunn befürchtet. Hierüber wird BZMG an anderer Stelle berichten.

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