„Große Wasserfläche soll City-Ost überregionale Strahlkraft verleihen“ • CDU legt sich fest • Beratung mit SPD sollen „rasch“ folgen

Red. Politik & Wirtschaft [ - Uhr]

Am 30.11.2015 stellten drei Planungsbüros, gemeinsam mit Landschaftsarchitekten Entwürfe vor, wie sich das rund 40 Hektar große Areal hinter dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof zukünftig einmal präsentieren könnte.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem 14,5 Hektar großen Kernbereich zwischen Bahntrasse, Breitenbachstraße, Kranzstraße und Lürriper Straße.

Nach dem Ankauf des ehemaligen Güterbahnhofgeländes und dem Möbelmarkt befindet sich der Kernbereich überwiegend in städtischer Hand.

„Wir werden in einem ersten Bauabschnitt zunächst auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofes mit einer Mischung aus Büronutzung und Wohnen beginnen. Läuft alles nach Plan, könnten wir Ende 2017, Anfang 2018 auf die Baustelle“, so Dr. Bonin.

Orientieren sollten sich die beauftragten Büros an den Ideen des Masterplans „MG3.0“, der an dieser Stelle die Fortführung des Gladbachtales in einem breiten Grünzug vorsieht.

Mit den Entwürfen beauftragt wurden die Planungsbüros ASTOC GmbH & Co KG Architects and Planners (Köln) mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn), das Büro KCAP Architects & Planners (Rotterdam) und pasel-K (Berlin) mit dem Atelier Loidl (Berlin) sowie das Büro für Städtebau Machleidt GmbH (Berlin) mit der Gesellschaft von Landschaftsarchitekten sinai mbH (Berlin).

Gleichwohl sucht man den im Masterplan vorgesehenen breit angelegten Grünzug vergebens. Wie kaum anders zu erwarten dominieren in allen drei Entwürfen die Betonbauten, die ein „Markenzeichen“ des gesamten von MG 3.0 & Co. dominierten Masterplan-Entwurfs darstellen, der kaum etwas vom ökologisch orientierten Ansatz von Sir Grimshaw übrig lässt.

In einer Pressemitteilung vom 26.01.2016 legt sich die CDU-Fraktion fest.

Sie will den Entwurf von Machleidt/sinai umsetzen:

„Eine große Wasserfläche als prägnantes Element und Herzstück, ein Radschnellweg, der sich am Gladbachtal orientiert und vom Hauptbahnhof bis zur S-Bahnhaltestelle Lürrip führt, sowie der direkte Anschluss des Gladbachs an die Renaturierungsflächen des REME-Geländes:

Mit diesen Zielvorgaben soll die Verwaltung gebeten werden, die „neue“ City-Ost zu entwickeln und die Quartiersbildung auf dem 40 Hektar großen Areal des ehemaligen Güterbahnhofes voranzutreiben.

„Wichtig für uns als CDU ist die klare und mutige Entscheidung für die große Wasserfläche im Zentrum, die dem neuen Standort einen hohen Freizeitwert verleihen und zur überregionalen Identifikation und Adressbildung beitragen soll“, erklärt die planungspolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Annette Bonin.

„Unser Ziel ist es, dass die Marke City-Ost dadurch auch das neue Selbstbewusstsein der Stadt und ihren Aufschwung unmissverständlich und mit großer Strahlkraft dokumentiert. Eine große Wasserfläche mitten in Mönchengladbach wird den Ortsteil und die Gesamtstadt erheblich stärken“, ergänzt der Vorsitzende des CDU Ortsverbandes Volksgarten, Dieter Breymann.

„Die Entwicklung der City-Ost ist nicht nur städtebaulich eine große Chance für Mönchengladbach. Sie wird als starke Marke auch überregional für die positive Dynamik in unserer Stadt wahrgenommen werden. Projekte in anderen Städten, unter anderem in Dortmund und Duisburg, zeigen, welche herausragende Rolle insbesondere Wasserflächen im Stadtbild einnehmen können“, erläutert der CDU-Stadtbezirksverbandsvorsitzende Ost, Frank Boss.

Der Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Ost, Wilhelm Reiners, hebt die zukünftige Bedeutung der City-Ost als zentrale Entwicklungsachse der Stadt und Ausprägung des Gladbachtals mit einer ausgewogenen Mischung aus Bürostandort, Dienstleistungsangebot und Wohnen hervor:

„Überzeugt hat uns an den Wettbewerbs-Entwürfen der Büros ASTOC/RMP und MACHLEIDT/SINAI gerade die Balance von grüner Infrastruktur und Bebauung, die eine harmonische und lebendige Quartiersentwicklung und eine Vernetzung der Stadtteile gewährleistet.“

„Auch durch die Anbindung des Gladbachs an das REME-Gelände sowie die Radschnellverbindung in den Osten wird der neuen City-Ost als markanter städtebaulicher Achse eine herausragende Bedeutung zukommen“, so die CDU-Politiker.

Sie weisen abschließend darauf hin, dass es zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Denkverbote für den weiteren Entwicklungsprozess geben darf. So könnte der See als städtische Freifläche zum Beispiel als Schwimmareal oder zum Wassersport genutzt werden.“ (Zitat Ende)

„Die Beratungen mit dem Kooperationspartner SPD sollen nun rasch fortgeführt und die Detailplanungen weiter vorangetrieben werden“, heißt es abschließend.

 

Ein Kommentar zu “
„Große Wasserfläche soll City-Ost überregionale Strahlkraft verleihen“ • CDU legt sich fest • Beratung mit SPD sollen „rasch“ folgen”
  1. „So könnte der See als städtische Freifläche zum Beispiel als Schwimmareal oder zum Wassersport genutzt werden.“

    Welchen Wassersport bitte? Wie riesig soll der Tümüel werden, dass Wassersport möglich wäre?

    Was kostet der? Wer nur mal einen kleinen Teich angelegt hat kann das ahnen.

    Aber wir haben ja grade von OB Reiners erklärt bekommen, dass manche Kosten den Aufwand wert sind.

    Schwimmareal? Mal sehen wer da im Wortsinn baden geht.

    Politikern einer Pleitestadt kann man ganz offensichtlich alles verkaufen und Dr. Bonin ist brav begeistert. Hauptsache viele neue Betonklötze überall in der Stadt.

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