Nach Regenschäden: OB fordert NVV zur schnellen Umsetzung von geplanten Kanalprojekten

Hauptredaktion [ - Uhr]

Das Unwetter am 29. Mai hat bekanntlich unter anderem im Bereich der Dohler Straße wie auch in anderen Bereich der Stadt Mönchengladbach zu gravierenden Schäden und Problemen zum Nachteil der dort lebenden Bürgerinnen und Bürger geführt.

„Die völlige und in keiner Weise beherrschbare Ãœberflutung von Straßenbereichen, privaten Grundstücken und Gebäudekellern mag zwar statistisch als ein Ereignis von seltenerer Auswirkung zu betrachten sein. Faktisch allerdings stellen sich die Dinge gerade in dem hier angesprochenen Bereich nach den Erfahrungen der Anwohner anders dar. Auch kleinere, aber gleich wohl heftige Regenfälle haben dort in kürzeren Abständen schon häufiger zu für die Betroffenen überaus unangenehmen Auswirkungen geführt. Insofern besteht also dringendster Handlungsbedarf“, ist Oberbürgermeister Norbert Bude überzeugt.

In Abstimmung mit dem zuständigen Fachdezernenten, Stadtdirektor Bernd Kuckels, und den anderen Kollegen des Verwaltungsvorstandes hat er dies heute in einem Schreiben an die NVV AG deutlich zum Ausdruck gebracht.

In dem Schreiben heißt es wörtlich: Der Bereich Dohler Straße verfügt offenbar auch, abgesehen von den vielleicht ungünstigen Verhältnissen im Umfeld, immer noch nicht über eine abwassertechnische Infrastruktur, die die Auswirkungen solcher Starkregenereignisse entweder bewältigt oder aber zumindest erhebliche private Vermögensschäden ausschließt. Die geschilderte Situation ist auch allen Beteiligten bekannt.

Die NVV AG hat auch vor diesem Hintergrund offenbar schon seit Jahren (als Teil der Lösung) eine Regenwasserkanalplanung fertig gestellt, deren Realisierung im Zusammenhang mit dort vorgesehenen Straßenbaumaßnahmen erfolgen sollte. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse und insbesondere im Wissen um die hier vor Ort extrem schwierige Entwässerungssituation ist es nicht länger zu vertreten, die Maßnahmen nicht schnellstmöglich umzusetzen.“

OB Bude im Schreiben an die NVV weiter: „Ich erwarte deshalb im Interesse der Bürger und mit Blick auf die ja bereits abgeschlossene Planungsphase die Realisierung des Kanalprojektes noch in 2009. Konsequenterweise wird die Stadtverwaltung sicherstellen, dass im Zuge dieser Maßnahme die notwendigen Straßenbaumaßnahmen unverzüglich ebenfalls ausgeführt werden. Ich darf erwarten, mir alsbald die Vorbereitung der so terminierten Umsetzung zu bestätigen und die Abstimmung hinsichtlich des Straßenbaus unmittelbar mit dem Fachbereich 60 und den weiteren Beteiligten vorzunehmen.“

Selbstverständlich, so der Oberbürgermeister, seien in diesem Zusammenhang auch weitere Projekte zur Beseitigung ähnlicher Probleme in anderen Stadtteilen mit Hochdruck voranzubringen. Bude im Schreiben an die NVV AG: „Ãœber ähnlich dringliche Maßnahmen in anderen Teilen der Stadt sollte kurzfristig befunden werden. Soweit dort schon, etwa über die Planung für die Abwasserbeseitigungskonzepte, Prioritäten erkannt sind erbitte ich ebenfalls alsbald Informationen, die dann hier im Hause auf mögliche weitere Auswirkungen hin zeitnah ausgewertet werden können.“

Ein Kommentar zu “Nach Regenschäden: OB fordert NVV zur schnellen Umsetzung von geplanten Kanalprojekten”
  1. Wann werden wir entschädigt?

    http://www.heimgegangen.de

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